Es läuft wieder: Der KSV Eichen rangiert an der Tabellenspitze der Kreisliga C Hanau und hat gegen den TSV 1860 Hanau II (Fatih Kongur, links) 5:1 gewonnen. Ion Adrian Mosila (rechts) hat einen Treffer beigesteuert. Foto: TAP

Fußball

Kreisliga C: Eichen liebäugelt mit dem Aufstieg

Fußball. Nach 13 Spieltagen grüßt der KSV Eichen von der Tabellenspitze der Kreisliga C Hanau. „Auch wenn der Aufstieg vor der Saison nicht unsere Zielsetzung war, so hätte sicher niemand im Verein etwas dagegen, wenn es am Ende damit klappt“, sagt Oliver Schneider.

Von Achim DürrDer Vorsitzende des 1945 gegründeten Klubs sieht die Mannschaft nach zwei Abstiegen in Folge auf dem richtigen Weg. Man habe intern einiges umgekrempelt, alte Zöpfe abgeschnitten und sich nahezu komplett neu aufgestellt. „Die Motivation ist bei allen im Verein wieder da. Und was noch wichtiger ist, die Kameradschaft ist zurückgekehrt“, erklärt Schneider. Einen großen Anteil daran haben Spielausschuss-Chef Jan Faulstich und Trainer Raul Orta, die beide auch auf dem Platz ihren Mann stehen. „Es ist bis jetzt gut gelungen, die jungen Spieler zu integrieren und ich denke, dass es noch besser wird“, sagt der 28-jährige Faulstich.

Rund 20 Kicker stehen dem KSV aktuelle zur Verfügung. Da einige nicht immer abkömmliche Studenten dabei sind, ändert sich das Mannschaftgefüge nahezu wöchentlich. Dies habe sich jedoch kaum negativ ausgewirkt, andere Spieler würden erfolgreich in die Bresche springen. „Die Entwicklung der Mannschaft ist gut, wir sind mittlerweile recht gefestigt und haben unseren Rhythmus gefunden. Die Mischung aus jungen und erfahrenen Kickern stimmt“, meint der 40-jährige Orta nach knapp dreieinhalb Monaten bei seiner ersten Trainerstation.

Königstransfer für den Verein

Mit der Verpflichtung von Michael Stegmann hätte der Verein eine Art Königstransfer gelandet. „Er ist stets gut gelaunt, echt ein lustiger Kerl. Er verbreitet unheimlich viel Spaß und ist dazu auch noch ein richtig guter Kicker“, berichtet Orta, der Stegmann noch aus seinen Tagen bei Eintracht Oberrodenbach kennt. Ohnehin hofft der gelernte Defensivmann, der in der Innenverteidigung des Spitzenreiters agiert, dass sich in Zukunft noch der eine oder andere Weggefährte dem KSV anschließt. Fest daran glaubt auch Vereinschef Schneider: „Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir zur nächsten Saison auch wieder eine zweite Mannschaft melden können. Das Interesse am KSV Eichen ist wieder gewachsen, das ist spürbar.“

So würden zu den Heimspielen auch kontinuierlich mehr Zuschauer kommen. Aktuell pilgern zwischen 30 und 45 Besucher auf den Sportplatz am Bahnhof. Auch werde das Vereinsheim wieder deutlich mehr frequentiert. „Schön zu sehen ist auch, dass neben unseren alten Edelfans, auch ein paar Jugendkicker von uns wieder auf den Sportplatz kommen“, freut sich Faulstich.

Die KSV-Nachwuchskicker

Die KSV-Nachwuchskicker sind in der JSG Nidderau aktiv. Dieser gehören neben Eichen die Sportfreunde Ostheim, Victoria Heldenbergen und die SKG Erbstadt an. „Den einen oder anderen davon wollen wir selbstverständlich einmal in unserem Trikot sehen“, wünscht sich der spielende Funktionär.

Am Sonntag hatte sich der Tabellenführer beim TSV 1860 Hanau II schwergetan, am Ende aber dann doch mit dem 5:1-Erfolg den neunten Sieg im zwölften Spiel eingefahren. Neben Orta hatten Yanas Mebrhatu, Ejaz Ahmed, Julian Eden und Ion Adrian Mosila getroffen und das Konto für den Verein auf 58 Saisontreffer erhöht.

Damit liegt der KSV auch hier an der Spitze. Die bisher einzige Saisonniederlage hatte es beim SV Wolfgang II gesetzt (2:3). Einer Mannschaft, die die KSV-Verantwortlichen neben dem TSV Niederissigheim II, Türk Gücü Hanau II und Germania Dörnigheim III zu den schärfsten Konkurrenten im Aufstiegskampf zählen.

Am kommenden Sonntag soll am Bahnhof der zehnte Dreier geholt werden, wenn der KSV Eichen um 15 Uhr den Tabellensiebten SV Oberdorfelden II zu Gast hat.

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