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Kreisliga B: SV 1930 Langenselbold muss in die Abstiegsrelegation

Fußball. Lediglich beim Aufstieg kann sich am 34. Spieltag der Kreisliga B noch etwas tun. Fest steht jedoch der Gang in die Abstiegsrelegation für den SV 1930 Langenselbold.

Von Lennart Nickel

Meister FSV Neuberg hat bereits am vorletzten Spieltag die Meisterehre erhalten und durfte sich im letzten Heimspiel der Saison vom eigenen Publikum feiern lassen. Dazu gab es einen 4:2-Sieg gegen die Spvgg. Langenselbold II.

Anschlusstreffer zu wenig: Ein Sieg musste her für den Sportverein aus Langenselbold. Trotz einer kämpferischen Leistung, die zu Gino Heinens Anschlusstreffer (46.) gegen die Sportfreunde Ostheim II führte, war der Tabellen-15. am Ende chancenlos. Durch das letztendliche 1:6 konnte kein Druck auf den 14., den VfB Großauheim II, aufgebaut werden. Ärgerlich, denn die verloren 0:5 gegen den 1. FC Hochstadt II und verpassten es so, sich aus eigener Kraft zu retten.

Gerechtfertigtes Ergebnis

„Das Ergebnis ist gerechtfertigt, nach dem 1:3 sind wir in typischer Abstiegskampf-Manier zusammengefallen,“ muss Dreißiger-Co-Trainer und Torwart Stephan Kaiser eingestehen. Nun droht in der Relegation gegen den Kreisliga C-Dritten, je nachdem der TSV Niederissigheim II oder der KSV Langen-Bergheim II, der Abstieg. Alles in allem, versichert Kaiser, sei damit zu rechnen, dass sein SV 1930 Langenselbold kämpfen werde.

Sensations-Aufholjagd der Eintracht: Dies bezieht sich leid nicht auf die Bundesliga, dafür aber auf ein denkwürdiges Kreisliga-B-Spiel in Großkrotzenburg. „Die erste Halbzeit haben wir überragend gespielt, alles hat gepasst,“ erinnert sich Jens Schmitt, Spielertrainer der Germania Großkrotzenburg II an bessere Zeiten. 3:0 stand es nach 45 Minuten, Alpay Nasip (15.) und David Lindenfeld (30./45.) trafen zuverlässiger als die Deutsche Bahn im Viertelstundentakt.

Konzentration statt Kondition

Rico Kraut, Trainer der gegnerischen Eintracht Oberrodenbach II, sah seine Mannschaft nach dem 0:1 völlig von der Rolle. Dass nun 15 Minuten Pause und zwei Kabinenansprachen mit unterschiedlichen Effekten ein Spiel derart drehen, ist sicherlich selten. „Wir haben zehn Minuten absolut gepennt, generell ist Konzentration und nicht Kondition der Grund gewesen,“ so Schmitt zum Doppelschlag der Eintracht (50./51.), der zum Anschluss führte.

Der Ausgleich in der 75. Minute bereitete die Bühne für das starke Comeback von Oberrodenbach, welches in der Nachspielzeit nach einem Marvin-Höfer-Solo mit dem 4:3 von Rico Kraut vollendet war. Die Laune beider Trainer beim Telefon-Interview hätte verständlicherweise kaum unterschiedlicher sein können.

Jetzt geht es um alles

Aufstiegsfinale in Roßdorf am kommenden Samstag: Zuerst sollte aber die sportliche Einstellung von Türk Gücü erwähnt werden, die auch zu zehnt bei der TSG Niederdorfelden angetreten war, betont Markus Schichor, Abteilungsleiter Fußball der TSG, bezüglich des 11:0-„Pflichtsieges“ gegen die Zweite des Gruppenligisten am Sonntag. Durch die drei am grünen Tisch gewonnenen Punkte der Spvgg. Roßdorf II steigt nun am letzten Spieltag das Finale um den direkten Aufstieg in die Kreisliga A in Roßdorf.

Dabei ist die TSG Niederdorfelden aufgrund von einem Punkt Vorsprung im Vorteil. „Die Mannschaft hat heute registriert, dass es jetzt um alles geht. Ich denke, das wird ein richtig interessantes Spiel“, blickt er voraus. „Der ganze Verein ist in Aufruhr und freut sich auf Samstag,“ erzählt Roßdorfs Jörg Herchenröder. Unter Druck stehe man aber nicht, da mit dem sicheren Aufstiegsrelegationsplatz schon alle Saisonziele erreicht seien.

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