Mission Klassenerhalt gehen Benjamin Dauster (rechts) und der SV Wolfgang an und wollen gegen Kilianstädten siegen. Archivfoto: TAP

Fußball

KOL: SV Wolfgang will im Duell gegen Kilianstädten punkten

Fußball. Ein Spiel noch, dann geht es auch für die letzten Klubs in der Kreisoberliga in die Winterpause. Dabei trifft der SV Wolfgang am zweiten Adventssonntag mit dem SV Kilianstädten nochmals auf einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf.

Von David Lindenfeld

„Das letzte Spiel im Jahr ist immer besonders. Da kann man noch mal alles reinhängen“, sagt Trainer Mike Busch.

Nach zuletzt drei verlorenen Partien mit einem Torverhältnis von 2:18 würde dem SV Wolfgang ein „Dreier“ vor der Pause gut tun. Mit 16 Punkten liegt der Klub auf Rang 14. Ob das zum Klassenerhalt reichen würde, wird sich erst gegen Ende der Runde herauskristallisieren, wenn klar ist, wie viele Teams aus dem Hanauer Kreis aus der Gruppenliga absteigen. Freude löst diese Regelung bei Busch nicht aus.

Busch mit der bisherigen Ausbeute nicht zufrieden

Arrangieren muss sich der ‧Coach trotzdem damit. „Unser Blick geht nach unten. Wir wissen, dass wir drei oder vier Mannschaften hinter uns lassen müssen“, sagt der Übungsleiter, der beim SVW seit 2016 an der Seitenlinie steht: „Wie viele andere drücken wir natürlich allen Hanauer Vereinen in der Gruppenliga die Daumen. Wir haben es aber in der eigenen Hand und wollen den Klassenerhalt aus eigener Kraft schaffen.“

Mit der Punkteausbeute nach 19 von 32 Spielen ist Busch nicht zufrieden. Vor allem gegen die direkten Konkurrenten aus Großauheim und Langen-Bergheim, gegen die der SVW zweimal nur remis spielte, wäre seiner Ansicht nach mehr möglich gewesen. „Dass es kein Zuckerschlecken wird, war klar. Damit haben wir nach der Meisterschaft im vergangenen Jahr gerechnet.“

Überraschungsbonus ist verflogen

Busch kann die Situation realistisch einschätzen: „Wir geben Woche für Woche unser Bestes. Dass die Ergebnisse in letzter Zeit nicht so toll waren, hat andere Gründe“, erklärt der Coach mit Blick auf die an vielen Stellen deutlich höhere Qualität, die die anderen Mannschaften im Vergleich zum SVW in ihren Reihen haben.

Trotz dieses Unterschieds hielten die Wolfgänger gegen Kesselstadt am vergangenen Wochenende bis zur 44. Minute gut mit. Dann fiel das erste Gegentor und die Mannschaft kassierte in einer desaströsen zweiten Hälfte sieben weitere Treffer. Das dürfe natürlich nicht passieren, sei aber Teil eines Lernprozesses, in dem sich die Mannschaft aktuell noch befinde. Der Überraschungsbonus als für die meisten Teams unbekannter Aufsteiger ist in der Rückrunde nun weg für den SVW.

Spiel sei für beide Mannschaften sehr wichtig

Das dürfte die Mission Klassenverbleib noch einmal zusätzlich erschweren. Umso wichtiger wäre es nun, am Sonntag einen „Dreier“ gegen den SV Kilianstädten einzufahren, der in der Tabelle sechs Punkte vor dem SV Wolfgang steht und ein um 30 Treffer besseres Torverhältnis hat. Für Busch ist die Partie trotzdem ein Duell unter direkten Konkurrenten.

„Das Spiel ist für beide Mannschaften sehr wichtig. Der Druck lastet aber auf uns, da Kilianstädten mehr Punkte hat und wir zu Hause spielen“, ist sich Busch sicher. Von seiner offensiven Spielweise will der Trainer trotz der vielen Gegentore zuletzt nicht abrücken. Meist spielt der SVW mit zwei Angreifern oder einem Stürmer und einer hängenden Spitze. „Weil uns immer wieder Abwehrspieler fehlen, bleibt uns oft gar nichts anderes übrig als volle Power nach vorn.“

Neuzugänge sollen kommen

Busch kann sich gut vorstellen, dass man im Winter noch einmal personell nachlegt. „Wir sind kein Verein, der bei Geld oder Prämien mit anderen Vereinen mithalten kann, und können auch mit dem Sportplatz nicht unbedingt punkten. Was bei uns aber unglaublich gut ist, ist die Kameradschaft“, erklärt Busch: „Wir wollen natürlich versuchen, den einen oder anderen im Winter für Wolfgang zu begeistern.“ Gesucht werden Spieler für alle Mannschaftsteile, die dabei mithelfen sollen, den Klassenerhalt aus eigener Kraft zu schaffen: die Defensive, das Mittelfeld und den Sturm.

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