Duell in der Luft: Erlensees Steven Treash (links) und der Hüttengesäßer Philipp Schlögl lieferten sich im Hinspiel packende Zweikämpfe.Archivfoto: TAP

Fußball

KOL-Relegation: Nach 1:1 im Hinspiel noch alles offen

Fußball. Wer nimmt in der kommenden Saison den letzten freien Platz in der Kreisoberliga Hanau ein? Die Entscheidung fällt am morgigen Sonntag (Anpfiff 15 Uhr) im Relegationsrückspiel zwischen der Spvgg. Hüttengesäß und dem 1. FC Erlensee II.

Die Frage, ob die gastgebenden Ronneburger die Klasse halten können, oder aber die zweite Garnitur des Verbandsligisten den zweiten Aufstieg in Folge feiern darf, erscheint aufgrund des Hinspiel-Ergebnisses von 1:1-Unentschieden völlig offen. „Für Spannung ist gesorgt“, sagt der Hüttengesäßer Spielausschuss-Vorsitzender Michael Kraus. Er rechnet mit einem kampfbetonten Match und hofft auf eine stattliche Zuschauerkulisse.

Finaler Charakter des Rückspiels

Durch das Scheitern des Hanauer Kreisoberliga-Vizemeisters TSV Niederissigheim in der Aufstiegsrunde zur Gruppenliga Frankfurt Ost hat das Relegationsrückspiel in jedem Fall finalen Charakter. Definitiv wird nur der Sieger in der nächsten Saison in der Kreisoberliga Hanau spielen. „Wir haben im Hinspiel eine konzentrierte Leistung abgerufen und das müssen wir wieder tun“, sagt Kraus. Er hofft auf viel Leidenschaft innerhalb seines Teams. Mit kampfbetontem Spiel soll einen Gegenpol zur wohl reiferen Spielanlage des FCE entstehen.

Allerdings sind die personellen Voraussetzungen beim Kreisoberligist nicht die besten. Spielertrainer Patric Alves Rodrigues weilt seit Mittwoch bereits im Urlaub, Torhüter Kristoffer Krost fällt wegen eines Knöchelbruchs aus. Hinzu kommt die Rotsperre für Mahmut Yalcin aus dem Hinspiel. Die Betreuung werden der Hüttengesäßer Spielausschuss und die erfahrenen Akteure des Teams gemeinsam übernehmen. „Klar ist die Personallage angespannt, doch wir werden alles mobilisieren und um unsere letzte Chance auf den Klassenerhalt kämpfen“, so Michael Kraus.

Keinerlei Personalnot

Keinerlei Personalnot hat dagegen Erlensees Übungsleiter Michael Jung. Der Kader ist mit 18 Spielern vollbesetzt. „Ich werde auch Änderungen vornehmen. Einige Spieler, die im Hinspiel nicht zum Einsatz kamen, brennen darauf, zu spielen.“ Jung geht das Spiel optimistisch an, denn für ihn war die eigene Elf am vergangenen Sonntag das bessere Team. Trotz Heimrecht erwartet er wieder einen eher defensiv eingestellten Gegner. „Sie werden kompakt stehen und auf Fehler von uns hoffen, um so zum Torerfolg zu kommen. Wir aber werden so oder so alles reinhausen, um am Ende aufzusteigen.“

Jung sind Gerüchte zu Ohren gekommen, dass die Spvgg. auf dem Nebenplatz das Relegationsspiel austragen möchte. „Das ruft bei mir Unverständnis hervor, da die Spvgg. Hüttengesäß einen hervorragenden Hauptplatz hat, aber vielleicht erhofft unser Gegner, dass schlechtere Platzverhältnisse unseren Spielaufbau stören." fs

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