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KOL: FSV Bischofsheim setzt auf Sejdovic und Rückkehrer Liuzzo

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Haris Sejdovic (links) hat den VfR Kesselstadt verlassen und sich dem Gruppenligisten FSV Bischofsheim angeschlossen. ARCHIVFOTO: TAP
Haris Sejdovic (links) hat den VfR Kesselstadt verlassen und sich dem Gruppenligisten FSV Bischofsheim angeschlossen. ARCHIVFOTO: TAP

Fußball. Die neu verpflichteten Innenverteidiger Cedric Liuzzo und Haris Sejdovic sollen den FSV Bischofsheim nach dem überraschend Rücktritt von Michael Mohr künftig als gleichberechtigtes Spielertrainer-Duo coachen. Zudem kommen zwei Spieler, die die Offensive beleben sollen.

Von David Lindenfeld

In der Sportlichen Leitung ist man sich deshalb sicher: Bischofsheim wird den Klassenerhalt schaffen.

Sieben Punkte Rückstand auf das rettende Ufer seien „ganz schön happig“, meint Liuzzo, der schon von 2006 bis 2016 beim FSV Bischofsheim spielte und dort in seinen letzten vier Jahren Kapitän war. Da er schon immer davon geträumt habe, später irgendwann Trainer zu werden, brach er seine Zelte beim kriselnden Verbandsligaklub SV Altwiedermus ab, um die Chance zu nutzen, in Bischofsheim als Coach anfangen zu können. Gleiches gelte für Sejdovic, der nach zwei Jahren beim FSV Bischofsheim zuletzt für den VfR Kesselstadt aktiv war.

„Für mich ist das auch eine Herzensangelegenheit“, sagt Liuzzo, der von einer direkten Rettung aufgrund des Sieben-Punkte-Rückstands auf einen Nichtabstiegsplatz erstmal noch nicht sprechen will. „Auf den Relegationsplatz sind es nur drei Punkte. Das peilen wir jetzt erstmal an“, so Liuzzo. Gemeinsam mit Spielertrainer-Kollege Sejdovic, mit dem er auch privat gut befreundet ist, soll Liuzzo das junge Team künftig coachen, auf dem Platz führen und gleichzeitig in der Innenverteidigung für defensive Stabilität sorgen.

„Wir brauchen jetzt erfahrene Spieler"

Der Kontakt zwischen dem Sportlichen Leiter Hendrik Fischer und Liuzzo, der in Maintal die Pizzeria „Dick und Doof“ betreibt, sei nie abgerissen. Nach ersten Gesprächen waren sich beide Seiten schnell einig. „Wir trauen ihnen das ohne Weiteres zu. Wenn wir nur einen Trainer geholt hätten, würden wir die Klasse nicht halten“, ist sich Fischer sicher, der seit diesem Jahr gemeinsam mit Andreas Wünsche die Sportliche Leitung des Klubs innehat.

„Wir haben zu viele junge Spieler geholt und das ein bisschen unterschätzt“, gesteht Fischer: „Wir brauchen jetzt erfahrene Spieler, die die talentierte Mannschaft auf dem Platz führen. Die Mannschaft ist ja nicht schlecht und hat auch viele gute Spiele gemacht, aber es hat einfach an Führungspersönlichkeiten gefehlt.“

Der offensive Mittelfeldspieler Nikola Andrejic (vorher SV Altwiedermus) und Stürmer Stefano Amore (vorher SV Nieder-Wöllstadt) sollen die in der Hinrunde schwache FSV-Offensive beleben und für die Rettung des abstiegsbedrohten Klubs sorgen. Andrejic entschied sich laut Liuzzo trotz Angeboten aus der Hessenliga für ein Engagement beim FSV in der Rückrunde. Auch Amore hat in der letzten Saison mit 38 Treffern in der Kreisoberliga Frankfurt für Viktoria Preußen seine Klasse schon nachgewiesen.

Hartes Training angekündigt

Was den Trainingsbetrieb oder Dinge wie Formation und Aufstellung betrifft, wollen sich Liuzzo und Sejdovic in Zukunft in jeder Hinsicht absprechen. „Wir werden alles gemeinsam besprechen.“ In der Vorbereitung, die am 14. Januar beginnt, wollen die beiden Spielertrainer die Grundlage für die Rückrunde legen, in der nur noch zwölf Spiele anstehen. „Es wird keine allzu lange, aber auch keine zu kurze Vorbereitung. Wir werden hart trainieren, in der ersten Woche viel laufen gehen und müssen einfach eng zusammenrücken.“

Das Hauptaugenmerk liege dann zunächst darauf, die Defensive zu stabilisieren und kompakt zu stehen. „Dann muss der Fokus aber auch darauf liegen, nach vorn zu spielen. Wir wollen offensiv agieren, weil wir ja auch die Punkte brauchen“, sagt Liuzzo. Mit den vier Neuverpflichtungen sieht Fischer das Team für die Rückrunde gut gerüstet: „Ich bin sehr zuversichtlich. Wir werden die Klasse halten.“

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