Sieben Versuche, sechs Tore - Andreas Neumann zeigte sich bei den Strafwürfen äußerst treffsicher. Archivfoto: TAP.

Hanau

Klarer Derbysieg für HSG Hanau

Nach dem insgesamt durchwachsenen Auftritt in der Vorwoche gegen Bernburg hat die HSG Hanau beim Drittliga-Derby in Gelnhausen eine starke Reaktion gezeigt und den TV Gelnhausen auswärts mit 22:16 (12:8) in die Schranken gewiesen.

Von Robert Giese

Grundstein für den Auswärtssieg war vor über 1000 Zuschauern neben der starken Defensive war auch die taktische Disziplin der Grimmsädter. Vor dem Spiel hatte HSG-Coach Patrick Beer noch vor dem starken Start der Gelnhäuser gewarnt, und diese Warnung war bei seinen Spielern offensichtlich angekommen, denn die Grimmstädter hielten den TVG von der ersten Minute an im Zaum. Nach fünf Minuten – zu diesem Zeitpunkt stand es 2:2 –, drehten die Hanauer dann ihrerseits auf und zogen Tor um Tor davon, gut zehn Minuten später führte die HSG schließlich bereits mit 9:3. „Unsere Abwehr inklusive Sebastian Schermuly im Tor hat eine sensationelle Leistung abgeliefert“, verteilte Beer ein Sonderlob an die Defensive, die lediglich drei Treffer in der ersten Viertelstunde zugelassen hatte.

Taktische Vorgaben umgesetzt

Vor dem Seitenwechsel stemmte sich Gelnhausen allerdings gegen die drohende Niederlage und konnte wieder verkürzen. „Da hatten wir ein paar blöde Situationen“, ärgerte sich Beer, dass der Vorsprung zum Pausenpfiff nicht noch deutlicher ausfiel, attestierte seinem Team aber eine starke Vorstellung. „Was wir bis zum 12:6 gespielt haben, war wirklich eine Top-Leistung“, so der HSG-Coach, „das Team hat die taktischen Vorgaben sehr diszipliniert umgesetzt, Jan-Eric Ritter hat die Mannschaft dabei gut geführt.“

Führung diesmal nicht verspielt

Nach Wiederanpfiff blieben die Gäste am Drücker und hielten den TVG auf Distanz. „Wir hatten hier und da ein bisschen Glück, dass wir den ein oder anderen Tempo-Gegenstoß abfangen konnten, der uns sonst sehr wehgetan hätte“, so Beer, andererseits habe sich sein Team in der umkämpften Partie, in der es körperlich „ordentlich zur Sache gegangen ist“, weiter an den Matchplan gehalten. Anders als in der Vorwoche verspielte die HSG ihre deutliche Führung daher nicht, sondern behauptete sie und baute sie zehn Minuten vor dem Abpfiff gar auf 20:12 aus.

Ein fast perfekter Tag

In den Schlussminuten ließen die Grimmstädter, bei denen auch Marc Strohl „eine richtig starke Leistung abgeliefert und Verantwortung übernommen“ habe, dann nichts mehr anbrennen: Gelnhausen verkürzte zwischenzeitlich zwar auf fünf Treffer, in Gefahr geriet der Derbysieg für die HSG Hanau, die in den drei Rückrundenspielen somit bereits fünf Zähler gesammelt hat, aber nicht mehr. „Für so ein Ergebnis wie heute braucht man einen fast perfekten Tag“, ordnete Beer die Leistung ein, „zum Glück hatten wir den heute.“

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