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Keine schöne Bescherung in Nürnberg

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Hanauer White Wings lassen Federn: Till-Joscha Jönke (links) musste mit seinem Team eine Niederlage quittieren. Foto: Schönberger
Hanauer White Wings lassen Federn: Till-Joscha Jönke (links) musste mit seinem Team eine Niederlage quittieren. Foto: Schönberger

In der Pro A haben die Hebeisen White Wings Hanau die nächste Pleite kassiert. Im letzten Viertel verloren sie völlig den Faden.

Von Dominik Scharaf

Nach fünf Schlappen gegen die Topklubs der ProA haben die Hebeisen White Wings auch gegen Abstiegskandidat Nürnberg Falcons nicht gepunktet. Am Freitagabend setzte es eine 65:83-Auswärtsniederlage für die Hanauer Basketballer.

Erneut entglitt dem Team von Trainer Simon Cote, das ohne den verletzten Paul Albrecht auskommen musste, die Partie in der Schlussphase. In der Tabelle rutschen die White Wings auf Rang zehn ab. Ihr Rückstand auf die Playoff-Zone beträgt bereits vier Punkte.

Adams muss verletzt rausDas Sinnbild der Begegnung sahen die Zuschauer kurz vor Schluss: Statt den Ball von der Freiwurflinie aus durch die Reuse zu werfen, trabte der gefoulte US-Profi Chase Adams nach ausbaufähiger Leistung mit einer blutigen Nase vom Parkett – und sah anschließend von der Seitenlinie mit an, wie seine ausgepumpten Kameraden sich selbige gegen frischer, konzentrierter und nervenstärker wirkende Falcons abholten.Dabei hatte es über weite Strecken so ausgesehen, als sollten die White Wings in einer insgesamt zerfahrenen Partie um zwei Punkte kämpfen. Kürzere Schwächephasen überwand das Team unbeeindruckt und fand dank der Punkte von Lavon Long – mit 15 Zählern Topwerfer des Abends – sowie der acht Rebounds von Till-Joscha Jönke immer wieder Anschluss. Zwei Minuten vor dem Ende des dritten Viertels stand es 45:45 – danach kippte die Begegnung.

Gruselige DreierquoteDass am Ende nur 47 Prozent der Hanauer Versuche aus der Zone ihr Ziel gefunden hatten, lag maßgeblich an dem verkorksten Schlussabschnitt. Auch nach einer gruseligen Dreierquote (nur jeder vierte Anlauf war von Erfolg gekrönt) sah es bis zu den letzten zehn Minuten nicht aus. Doch den mit nur sieben Stammspielern angereisten White Wings schien wie so oft in den vergangenen Wochen die Luft auszugehen. Die Abwehr war nicht mehr so bissig, in der Offensive leisteten sie sich unnötige Abspielfehler. Benedikt Nicolay und Jonas Herold hatten als Notfall-Joker nicht die Klasse, die Begegnung noch herumzureißen.Bereits am Mittwochabend (20 Uhr, Main-Kinzig-Halle) geht es für die White Wings weiter – mit einer auf dem Papier schwierigeren Aufgabe. Die Kirchheim Knights, die den Hanauern am vergangenen Wochenende ihren Playoff-Platz in der Tabelle stiebitzt hatten, landeten am Freitag einen 89:81-Heimsieg über Ehingen Urspring.

White Wings: Long (15 Punkte / 2 Rebounds), von Fintel (11/2), Adams (11/0), Brady (10/2), Eichler (7/3), Jönke (6/8), Choice (6/2), Nicolay (0/1), Herold.

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