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Kantersieg dank perfekter Vorbereitung: David Rivic glänzt bei HSG-Sieg gegen Mundenheim

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Von: Robert Giese

Nutzte den sich bietenden Freiraum gnadenlos aus: David Rivic erzielte beim 38:18-Sieg der HSG Hanau gegen Aufsteiger Mundenheim elf Tore.
Nutzte den sich bietenden Freiraum gnadenlos aus: David Rivic erzielte beim 38:18-Sieg der HSG Hanau gegen Aufsteiger Mundenheim elf Tore. © Scheiber

Die Drittliga-Handballer der HSG Hanau sind im neuen Jahr denkbar gut aus den Startlöchern gekommen: Dem ersten doppelten Punktgewinn überhaupt bei der HSG Rodgau Nieder-Roden ließ das Team von Hannes Geist am Freitagabend vor eigenem Publikum den höchsten Sieg der Saison folgen und deklassierte die überforderte VTV Mundenheim.

Hanau - Beim 38:18 (17:8)-Kantersieg präsentierte sich dabei vor allem David Rivic in Torlaune und steuerte nicht weniger als elf Treffer bei.

Was die knapp 400 Handballfans am Freitagabend in der Main-Kinzig-Halle zu sehen bekamen, war nur etwa zehn Minuten lang ein Kräftemessen auf Augenhöhe. Nach dieser Anlaufzeit rührten die Hanauer in der Abwehr nämlich erneut Beton an und hatten in Can Adanir einmal mehr einen sicheren Rückhalt im Tor, sodass Mundenheim bis zur 21. Minute lediglich vier Treffer erzielte - eine äußerst magere Ausbeute für den starken Aufsteiger, der in der Vorwoche mit einem Auswärtssieg bei der HG Saarlouis noch ein Ausrufezeichen gesetzt hatte.

Klassenunterschied schon in der ersten Halbzeit

Dass zwischen der VTV und den Hanauern schon im ersten Durchgang ein Klassenunterschied offensichtlich wurde, lag aber keinesfalls an der nahezu unüberwindbaren Defensive der Grimmstädter allein, beim Tabellenführer der 3. Liga Süd-West lief auch im Angriff alles wie am Schnürchen: Im gebundenen Spiel rissen die Gastgeber immer wieder Lücken in die VTV-Deckung, die mit offensiven Halben agierte. Noch mehr setzte dem Tabellenneunten aber das Tempospiel zu, denn über die Erste und Zweite Welle erzielte die HSG rasch Tor um Tor.

Dass mit dem Treffer zum 12:4 durch David Rivic nach gut 20 Minuten bereits die Vorentscheidung gefallen war, hatten im Vorfeld allenfalls eingefleischte HSG-Fans erwartet: Im Hinspiel hatte Hanau lange Zeit Probleme mit dem Aufsteiger gehabt und sich am Ende nur knapp durchgesetzt. „Diesmal wussten wir, was auf uns zukommt“, erklärt David Rivic den völlig anderen Spielverlauf als im Hinspiel.

HSG hat sich perfekt auf den Gegner vorbereitet

Die HSG-Trainer hatten im Vorfeld einige Schwachstellen bei Mundenheim ausgemacht, einerseits in der Abwehr, andererseits im taktischen Verhalten. „Wir wussten zum Beispiel, dass sie zwar mit Tempo nach vorne gehen, aber Probleme im Rückzugsverhalten haben“, verrät Rivic. Diese Schwäche des Gegners nutzte der Tabellenführer im Rückspiel gnadenlos aus und wurde dabei von den Zuschauern zusätzlich angepeitscht. „In der Main-Kinzig-Halle kommt immer noch der Heimvorteil hinzu, die Fans stärken uns da ungemein den Rücken, und daraus ziehen wir Kraft“, dankte der Kreisläufer für die lautstarke Unterstützung.

Dass ausgerechnet Rivic zum Top-Torschützen avancierte, „hat sich im Spielverlauf so ergeben“, meint der Kreisläufer und verweist auf die Vorarbeit seiner Teamkollegen: „Sie haben jede Menge Druck gemacht und durch gute Kreuzbewegungen dafür gesorgt, dass ich viel Zeit hatte, um mich zu positionieren.“ Außerdem habe die Mundenheimer Abwehr ihn „nicht so sehr im Fokus“ gehabt, weshalb sich für ihn immer wieder Chancen ergeben hätten.

Kreisläufer Rivic nutzt seine Freiräume eiskalt aus

Rivic war allerdings nicht nur im gebundenen Spiel ein ständiger Gefahrenherd, sondern auch beim Tempospiel: „Wir haben da verschiedene Varianten und ein genaues Konzept, auch für die Kreisläufer. Die Abwehrspieler müssen sich dann ein Übel aussuchen: Lasse ich den Kreis frei oder jemand anderen?“, erklärt der Kreisläufer das Dilemma der gegnerischen Defensive. Die VTV-Deckung entschied sich häufig dafür, Rivic in diesen Situationen Freiraum zu lassen, und das nutzte dieser kaltschnäuzig aus.

Am Ende sprang für die Hanauer auch dank der elf Tore von Rivic der höchste Sieg in dieser Spielzeit heraus. „Wir haben die Winterpause zur Regeneration genutzt und die Ergebnisse zeigen, dass das gut geklappt hat“, spielt Rivic auch auf den Auswärtssieg in Nieder-Roden in der Vorwoche an. Ihre starke Form aus dem Vorjahr konnte die HSG so nahtlos ins neue Jahr hinüberretten: „Wir haben die nötige Frische, um an unsere Leistungen anzuknüpfen“, betont der Kreisläufer.

Auf HSG Hanau wartet heißes Derby gegen TV Gelnhausen

Den Kantersieg gegen Mundenheim konnte man angesichts von zwei freien Tagen ein bisschen feiern, der Fokus von Rivic und seinen Teamkollegen richtet sich aber bereits auf das nächste Spiel. „Über den klaren Sieg freuen wir uns sehr, wollen uns auf unseren Erfolgen aber nicht ausruhen. Uns erwartet am Samstag ein extrem schwieriges Spiel, denn in Gelnhausen ist es niemals einfach – deshalb werden wir genau auf den TVG schauen und uns ausgiebig vorbereiten.“

Von Robert Giese

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