Sprunggewaltig: David Junker glänzte beim Sieg seiner HSG Hanau gegen die HG Oftersheim/Schwetzingen. Mit sieben Toren war er der beste Werfer seines Teams. Foto: TAP

Hanau

Jugend-Bundesliga: A-Jugend der HSG Hanau siegt 28:22

Handball. Erstes Heimspiel, erster Saisonsieg. Jubel bei den Spielern, Verantwortlichen und Fans der Hanauer Bundesliga-A-Jugend.

Von Katja Vügten

Nach der Auftaktniederlage in Großwallstadt vergangene Woche lief zu Hause in der Doorner Halle beinahe alles wie am Schnürchen. Mit einem souveränen 28:22-Sieg wurde die HG Oftersheim/Schwetzingen am Samstag besiegt und das Punkteverhältnis in der Staffel Mitte somit wieder ausgeglichen.

Die Niederlage bei den favorisierten TVG-Junioren war zwar absolut kein Beinbruch, dennoch wollten die Grimmstädter unbedingt beim Heimdebüt punkten, um sich nicht mit 0:4 Punkten direkt in der unteren Tabellenregion wiederzufinden. Nach einer intensiven Trainingswoche legten die HSG-Jungs dann auch los wie die Feuerwehr. Hellwach, fokussiert und konzentriert wurde sogleich 5:1-Führung vorlegt. Das bewog die Gäste dazu, nach neun Minuten ihre erste Auszeit zu nehmen. Und tatsächlich vermochte Oftersheim – jetzt auf Augenhöhe – zu verkürzen, kam bis auf zwei Tore heran (6:4).

Danach legte Hanau aber wieder eine Schippe mehr drauf und zog auf 9:4 und 11:5 davon. Die bereits zweite Oftersheimer Auszeit änderte nichts am weiteren Verlauf: Hanau blieb am Drücker und hielt den Sechs-Tore-Rückstand bis zur Halbzeitpause (17:11). Mit einer besseren Chancenauswertung hätte die Führung auch noch höher ausfallen können.

Mangelnde Chancenauswertung

Nach Wiederanpfiff verwalteten die Gastgeber ihren Vorsprung. „Wir haben nicht mehr an die Konzentration und Emotionen der ersten Halbzeit anknüpfen können“, stellte HSG-Trainer Hannes Geist fest. Er und sein Kollege Dominik Scholz hatten das Gefühl, dass noch etwas passieren könnte. Nach 19:15 und 24:16 nahmen sie beim Stande von 25:19 zehn Minuten vor Schluss eine Auszeit, um ihre Jungs noch einmal zu motivieren, jetzt nicht nachzulassen. Und das taten sie auch nicht. Henrik Graichen und Leon Götz legten direkt mit zwei Treffern nach (27:19). Jannik Wadel setzte schließlich den Schlusspunkt zum 28:22-Sieg, bei dem David Junker mit seinen sieben Toren zum erfolgreichsten Hanauer Torschützen avancierte.

„Aufgrund der mangelnden Chancenauswertung und einiger technischer Fehler haben wir die Hälfte zwei nur unentschieden gespielt“, sagte Hannes Geist, der insgesamt aber zufrieden war, denn es wurden viele Inhalte aus dem Training umgesetzt. Der Anspruch sei allerdings gewesen, gestärkt aus dem Spiel zu gehen, um für die nächste Aufgabe gegen die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen gewappnet zu sein.

Die Talente aus Wetzlar waren am Wochenende dem TV Hüttenberg unterlegen und brennen auf die Wiedergutmachung. „Wir lassen noch zu viele einfache Dinge liegen“, sieht Geist noch Steigerungsbedarf in der Verwertung der vorhandenen Torchancen.

HSG Hanau: Alexander Kaun, Fabian Tomm; Raffael Pogadl (4), Henrik Graichen (4), Jannik Wadel (3), Elias Hofmann, Jonas Schneider (4), Lucas Faust, David Junker (7/3), Tarek Marschall (2), Tom Bauch, Julian Fulda, Rico Ruess (1), Leon Götz (3) – Siebenmeter: 3/3 – Zeitstrafen: HSG 4 – HG 2 – Schiedsrichter: Leonard Bona / Malte Frank – Zuschauer: 75

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