„Versuche immer, das Beste daraus zu machen“: Kapitän Till-Joscha Jönke belegt mit den Hanau White Wings derzeit den achten Tabellenplatz in der ProB. Mit 28 Jahren ist Jönke der drittälteste Spieler im Kader.
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Till-Joscha Jönke (am Ball) und die White Wings Hanau peilen gegen Ulm zwei Bonuspunkte auf dem Weg in die Play-offs an.

PRO B: Hanaus Basketballer haben ihre Lehren gezogen

Jetzt passt auch die Mischung bei den White Wings Hanau

  • Jörn Polzin
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Im stillen Kämmerlein hat Geschäftsführer Sebastian Lübeck schon mal die eine oder andere Hochrechnung aufgestellt. Wie viele Punkte aus welchen Spielen seine Ebbecke White Wings Hanau holen müssten, um den Play-off-Einzug perfekt zu machen. Das geht von Plichtaufgaben wie dem 79:67-Heimerfolg am Mittwoch gegen Erfurt bis zu Partien, „wo wir die Punkte stehlen könnten“. Also jene, in die der Basketball-Drittligist als Außenseiter geht.

Hanau – Ganz sicher in letztere Kategorie fällt der Auftritt des Tabellensiebten am Samstag (18 Uhr) bei der Orange Academy. Nicht nur, aber auch wegen der Ausgangslage. Das Nachwuchsteam des Erstligisten Ulm führt mit neun Siegen und nur drei Niederlagen die Südgruppe der Division ProB an. Angeleitet werden die Bundesliga-Talente vom Ex-Profi Anton Gavel, der in seiner aktiven Karriere fünf Meistertitel holte, sich also an der Spitze gut auskennt. „Ulm geht klar als Favorit in dieses Spiel. Sie sind ein junges, sehr talentiertes Team“, sagt Hanaus Trainer Kamil Piechucki. Um mithalten zu können, werden die White Wings vor allem die Intensität annehmen müssen: „Ulm spielt mit extrem viel Energie. Die müssen wir ebenfalls aufbringen – sonst wird es extrem schwer.“

Gegen starken Tabellenführer Ulm

Wie stark der Tabellenführer ist, bekamen die White Wings im Hinspiel schonungslos aufgezeigt. Nach dem frühen Elf-Punkte-Rückstand schaffte es die Mannschaft nicht mehr, das Ruder herumzureißen. Probleme bereiteten den Hanauern die physisch starken Nicolas Bretzel (2,12 Meter) und Nat-Sidi Diallo (2,08 Meter).

Inzwischen haben die White Wings aber einige Lehren gezogen und sind auch dank der Nachverpflichtung von Michael Acosta Marte auf den großen Positionen deutlich verstärkt. Vor allem Eduard Arques Lopez blüht an der Seite seines Landsmanns auf, bestach gegen Erfurt mit 18 Punkten und einer perfekten Trefferquote.

Kadertiefe ist Pluspunkt bei White Wings

Vorteil für Piechucki: die Kadertiefe. Wenn das spanische Duo eine Verschnaufpause benötigt, kann der Trainer mit Josef Eichler und Matthias Fichtner nachlegen. Auch im Spielaufbau entsteht kein Bruch. Im Gegenteil: Till-Joscha Jönke und Omari Knox bringen im Vergleich zu den flinkeren Justus Peuser und Felix Hecker viel Erfahrung mit. Die Mischung passt. Kapitän Jönke egalisierte mit 19 Punkten gegen Erfurt sogar seinen Saisonbestwert. „Für uns war das ein sehr wichtiger Sieg“, meint Piechucki. Ein Erfolg in Ulm wären zwei Bonuspunkte auf dem Weg in die Play-offs. (Jörn Polzin)

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