Basketball

Interview: Jönke kann sich Verbleib in Hanau vorstellen

Basketball. Till-Joscha Jönke macht der sportliche Abstieg seiner Ebbecke White Wings Hanau in die ProB weiterhin schwer zu schaffen. Deshalb ist er zunächst auf Abstand gegangen und denkt in Ruhe über seine sportliche Zukunft nach.

Im Interview erklärt der Mannschaftskapitän, warum er trotzdem mit einer weiteren Saison in Hanau liebäugelt und warum die Mannschaft kein zweites Mal auf den Einkauf routinierter Leute verzichten sollte.

Herr Jönke, während Ihrer Zwangspause haben die White Wings den Klassenerhalt verspielt. Hätten Sie den Abstieg verhindern können?

Das kann man nie mit Sicherheit sagen, aber jeder weiß, dass ich in der Liga einer der sehr guten Spieler bin. Ich denke, ich kann jedem Team weiterhelfen. Nur was wäre passiert, wenn sich zwei andere Spieler verletzt hätten? Die Sache hätte wieder ganz anders ausgesehen.

Welche Defizite haben zum Abstieg geführt?

Es gab mehrere Faktoren. In dieser Saison hat uns das Zusammenspiel gefehlt. Erschwerend kam hinzu, dass wir viele neue Leute hatten, aber kaum welche, die mit ProA-Erfahrung gekommen sind. Es waren sechs Neulinge dabei und das könnte letztlich den Ausschlag gegeben haben. Die einzigen Spieler, die Erfahrung hatten, waren Josef (Eichler; Anm. d. Red.) und ich.

Sie dürfen wegen der Lizenzprobleme anderer Vereine doch noch auf den Klassenerhalt hoffen . . .

. . . und es ist doch jedes Jahr das Verrückte: In der ProB wird um eine Meisterschaft gespielt und am Ende gibt es keinen, der aufsteigen möchte. Ich persönlich würde mich riesig über ein weiteres Jahr in der ProA freuen, aber man muss schauen, wie die wirtschaftlichen Voraussetzungen sind.

Sie besitzen einen gültigen Vertrag, aber würden Sie sowohl in der ProA als auch in der ProB bei den White Wings bleiben wollen?

Ich habe dem Management das Signal gegeben: 'Ihr müsst mich ein bisschen in Ruhe lassen.' Weil ich den Frust verdauen will. Aber klar: Ich habe einen Vertrag und Hanau ist eine Herzensangelegenheit für mich. Sonst hätte ich mich nicht für fünf Jahre gebunden. Es gibt immer positive Gespräche und ich bin offen für alles. Aber so lange nicht klar ist, wer in welcher Liga spielt und wer der Trainer ist, ist es unmöglich für mich, etwas fest zuzusagen.

Der Verbleib Simon Cotes wäre für Sie also ein gutes Argument, auch nicht zu gehen?

Natürlich wäre es ein Argument. Aber es gibt auch sehr gute andere Trainer. Nur: Es sind alles Entscheidungen, die der Verein trifft. Das kann ich nicht beeinflussen.

Das Interview führte Dominik Sharaf.

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