Wurfgewaltiges Organisationstalent: Yaron Pillmann (am Ball) ist bei der HSG Hanau der Antriebsmotor, was die Erste und Zweite Welle betrifft. Aber auch für den geselligen Teil des Handball-Abends ist der Rückraumspieler intern zuständig. Archivfoto: Patrick Scheiber

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Interview: HSG-Tausendsassa Yaron Pillmann im Gespräch

Handball. In jedem Handballteam gibt es Spieler, die ganz bestimmte Rollen einnehmen, auf wie neben dem Platz: Sei es der treffsichere Siebenmeterschütze, der Abwehrexperte oder der Getränkewart, sie alle bereichern das Team.

Gleich mehrere solcher Rollen nimmt bei der HSG Hanau Yaron Pillmann ein, mit dem wir nicht nur über seinen Part im Tempo- und Überzahlspiel der Hanauer gesprochen haben, sondern auch über seine Rolle rund um Teamabende und die Handball-Gala.

Herr Pillmann, in Ihrer Mannschaft fallen Ihnen auf dem Spielfeld bestimmte Aufgaben zu, so sind Sie zum Beispiel meist der zentrale Spieler bei der Zweiten Welle und der Schnellen Mitte und spielen auch im Überzahlspiel eine entscheidende Rolle. Wie kam es dazu und welche Fähigkeiten braucht es für diese Aufgaben?Geplant war da eigentlich nichts, das hat sich alles so ergeben. Da ich viel Abwehr gespielt habe, habe ich da irgendwann einmal den Ball auf der Mitte bekommen, ihn mit großen Schritten nach vorne getragen und ein Tor geworfen. Im Training hat das danach dann auch ganz gut funktioniert, darum haben wir das fortan häufiger so gemacht. Beim Überzahlspiel, wo ich bei einem Spielzug der Spieler bin, der die Entscheidung trifft, ob ich selbst abschließe oder den Ball an einen Mitspieler passe, war es ganz ähnlich: Das haben wir im Training und im Spiel ausprobiert, es hat gut geklappt, und wenn etwas gut funktioniert, dann spielt man das einfach immer weiter.

Eine wichtige Rolle kommt Ihnen aber nicht nur während der Partie zu, sondern auch nach Abpfiff, wo Sie sich um die Organisation des geselligen Teils des Abends kümmern. Wie wurden Sie zum Spiritus Rector des Abendprogramms?Richtig, ich kümmere mich sowohl nach unseren Heim- als auch nach den Auswärtsspielen um den feuchtfröhlichen Teil des Abends. Ich hatte schon immer ein Faible für Events und Partys, habe früher in einer Bar gearbeitet und lege ja manchmal in der Library auf, also haben mich die anderen aus dem Team sowieso immer gefragt, was wir abends machen. So kam es dann dazu, dass ich da irgendwann die Planung ganz übernommen habe.

Beim größten Handball-Event der Region, der Handball-Gala, waren Sie ebenfalls involviert. Was sind da Ihre Aufgaben?Stimmt, allerdings ist das eine Veranstaltung des HANAUER ANZEIGER und der Agentur Bombonera, mit der HSG Hanau direkt hat das also nichts zu tun. Ich bin bei der Handball-Gala für den Ablauf des Abends zuständig, also zum Beispiel für die Gastronomie und die Veranstaltungstechnik. Im Grunde ist das ähnlich wie bei den Teamabenden, nur eben einige Nummern größer.

Die Handball-Gala fand in diesem Jahr zum ersten Mal statt – wie bewerten Sie die Premiere und was ist für die nächste Gala geplant?Vieles hat bei der Gala bereits wie erhofft funktioniert, aber da es eine Premiere war, gab es selbstverständlich auch einige Kritikpunkte. Diese Kritikpunkte wollen wir bei der zweiten Auflage angehen und viele Kleinigkeiten verbessern, das Konzept für die nächste Gala steht bereits und die Vorbereitungen dafür laufen auch schon. Wir wollen darauf hinarbeiten, dass die Gala sich als fester Termin nach Saisonende im Kalender der Handballer der Region etabliert. Uns freut es, dass schon die erste Gala so gut angenommen wurde, und deshalb wollen wir im nächsten Jahr noch einen draufsetzen und sie auf das nächste Level heben.

Das Interview führte Robert Giese.

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