Zum Zuschauen verdammt: Markus Breyer (links) steht der SGB nach einer Sprunggelenksverletzung frühestens im Dezember wieder zur Verfügung.
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Zum Zuschauen verdammt: Markus Breyer (links) steht der SGB nach einer Sprunggelenksverletzung frühestens im Dezember wieder zur Verfügung.

Interview

Bruchköbeler Eigengewächs Markus Breyer über Verletzungssorgen, die 3. Liga und die Jugendkur der SGB

  • vonRobert Giese
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Bruchköbel – In der neuen Oberliga-Saison setzen die Handballer der SG Bruchköbel vermehrt auf Eigengewächse und damit auch auf Markus Breyer, der bisher in der zweiten Mannschaft der SGB auf Rückraum Mitte Regie geführt hat. Wir haben mit dem 21-Jährigen über seine Drittliga-Erfahrungen und die Integration in den Erstmannschaftskader gesprochen und erfahren, was ihn momentan noch ausbremst.

Herr Breyer, Sie können bereits Drittliga-Erfahrung vorweisen – in der letzten Saison der SGB in der 3. Liga Mitte gehörten Sie zum Kader der ersten Mannschaft. Wie wichtig sind solche Erfahrungen für junge Spieler wie Sie?
Das war für mich eine sehr wichtige Erfahrung, einerseits das regelmäßige Training mit der ersten Mannschaft, andererseits das Spiel mit Harz, das mir sehr gut gefallen hat. Der Handball in der 3. Liga ist auch viel körperlicher und man muss taktischer denken. Gegen Coburg habe ich sogar ein paar Minuten gespielt, das war ein tolles Erlebnis, und insgesamt habe ich von dieser Zeit sehr profitiert.
Zum Einsatz auf dem Spielfeld kamen Sie damals und in der vergangenen Saison hauptsächlich in der Bezirksoberliga-Mannschaft der SGB. Haben Sie sich dort die nötige Spielpraxis holen können?
So wichtig Training auf hohem Niveau ist, da geht es letztlich immer gegen die gleichen Gegenspieler und Torhüter, die irgendwann die eigenen Stärken und Schwächen so gut kennen, wie man auch deren Stärken und Schwächen kennt. Die Praxis in Spielen gegen andere Teams und andere Gegner zu sammeln, ist deshalb unverzichtbar, um sich weiterentwickeln zu können.
In dieser Weiterentwicklung sind Sie aktuell noch ausgebremst, denn Sie haben sich während der Saisonvorbereitung eine Knöchelverletzung zugezogen. Wie kam es dazu und wann wollen Sie auf das Spielfeld zurückkehren?
Ich habe mir Ende Juli im Training bei einer Abwehraktion einen Riss des Außen- und des Syndesmosebandes zugezogen und musste deshalb operiert werden. Die beiden Schrauben, die mir dabei eingesetzt wurden, wurden inzwischen wieder entfernt und ich hoffe, dass ich zum Saisonstart am Wochenende ohne Krücken gehen kann. Danach kann ich die Belastung weiter steigern und hoffe, vielleicht Anfang oder Mitte Dezember wieder spielen zu können.
Sie sind eines von mehreren Eigengewächsen, die die SGB in den Erstmannschaftskader integrieren will, nachdem in den vergangenen Jahren oft Spieler ohne Bruchköbeler Vergangenheit zum Team stießen. Eine gute Entscheidung des Vereins, wieder mehr auf eigene Talente zu setzen?
Für Abenteuer wie die beiden Jahre in der 3. Liga braucht man auch erfahrene Spieler von außerhalb, denn man kann nicht erwarten, dass die Spieler aus der A-Jugend oder der zweiten Mannschaft in so einer Liga gleich mithalten können. Insgesamt finde ich die Integration von Eigengewächsen aber gut, das ist in meinen Augen ein richtiger Schritt in die Zukunft.
Was sind denn Ihre persönlichen Ziele in der neuen Saison, sobald Sie wieder fit sind?
Erst einmal würde ich gerne mehr spielen als damals in der 3. Liga. In der ersten Mannschaft bin ich auf Linksaußen eingeplant, während ich in der zweiten Mannschaft im Rückraum gespielt habe, weshalb ich da gerne flexibler werden möchte und mehr Wurfvarianten lernen will. Ich will damit meine Torquote von Außen hochschrauben und der Mannschaft damit so gut wie möglich weiterhelfen.

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