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Immer noch handballverrückt: Die Broßmanns sind bei SG Bruchköbel nicht wegzudenken

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Von: Julia Meiss

Die jüngere Generation: Die Broßmann-Brüder Fynn (links) und Coach Fabian bei einem Spiel der Bezirksoberliga-Mannschaft.
Die jüngere Generation: Die Broßmann-Brüder Fynn (links) und Coach Fabian bei einem Spiel der Bezirksoberliga-Mannschaft. © Scheiber/Privat

Im Vorstand, auf dem Parkett als Spieler oder Schiedsrichter, auf der Tribüne und auf der Auswechselbank als Trainer: Jemand aus der Familie Broßmann ist bei den Handballern der SG Bruchköbel in fast allen Bereichen zu finden - und das schon seit Jahren. Bereits vor zehn Jahren hat der HA Frank, Tanja und ihre Söhne Fabian und Fynn in der Serie „Sportler-Familien“ als absolute Handballverrückte im positiven Sinn vorgestellt.

Bruchköbel – Ist das heute auch noch so? „Das gilt noch“, sagt Tanja Broßmann-Schwert und kann sich ein lautes Lachen nicht verkneifen. „Daran hat sich absolut nichts geändert“, ergänzt Frank Broßmann ebenfalls lachend.

Handball bei der SG Bruchköbel, das ist einfach die große Leidenschaft der Familie Broßmann. Die Handball-Gene scheinen die Eltern an ihre Söhne weitergegeben zu haben. Der 52-jährige Familienvater ist von klein auf Mitglied bei der SGB, startete als Turner und wechselte in der C-Jugend zum Handball. Bei den Aktiven hütete Frank Broßmann das Oberliga-Tor. Heute hilft er bei der dritten Mannschaft ab und zu aus, mehr lassen seine beidseitigen Hüftoperationen einfach nicht zu. Dafür schnappt er sich regelmäßig die Torhüter der zweiten Männermannschaft und gibt sein Wissen im Training weiter.

Fabian Broßmann ist im dreifachen Einsatz für die SG Bruchköbel

Seine Frau, ihres Zeichens Kreisläuferin, spielte für den TV Ortenberg, die HSG Gedern/Nidda und die SG Bruchköbel jeweils ebenfalls in der Oberliga. Mittlerweile ist die Erzieherin an einer Förderschule auch schon 28 Jahre SGB-Mitglied. Wird es bei den Minis mal eng, springt die 53-Jährige gerne ein und unterstützt bei der Ausbildung der jüngsten Handballer im Verein. Sohn Fabian, der wie sein Bruder selbstredend von Geburt an Mitglied bei der SG Bruchköbel ist, ist ein guter Spielmacher gewesen, musste seine Karriere aber schon als 16-Jähriger aufgrund einer Verletzung beenden. Davon hat sich der heute 22-Jährige sein geliebtes Hobby aber nicht ruinieren lassen. Denn zu einem Handballspiel gehört viel mehr dazu. Der Lehramtsstudent der Justus-Liebig-Universität Gießen ist Schiedsrichter, stellvertretender Männerwart und coacht gemeinsam mit Thomas Grimm die zweite Männermannschaft, die in der Bezirksoberliga spielt - und in der sein Vater regelmäßig Torwarttraining anbietet.

Der 17-jährige Fynn Broßmann ist im linken Rückraum zu Hause und spielt mit der A-Jugend in der Oberliga. Außerdem trainiert der Schüler der Hohen Landesschule Hanau gemeinsam mit seinem Vater die E-Jugend. „Als ich die E-Jugend übernommen hatte, hatte Fynn gesagt, dass er Interesse hat, mit zu trainieren. Eigentlich war das anfangs nur ab und zu gedacht, mittlerweile ist er immer dabei“, freut sich Frank, dass die Zusammenarbeit mit seinem Junior gut klappt. Fynn absolviert sogar im Moment die Ausbildung zum Kinderhandballtrainer, womit er die Grundlage für einen Trainerschein legt.

Corona-Lockdowns haben große Lücke in den Familienalltag gerissen

Kein Wunder also, dass Familie Broßmann am häufigsten in der Dreispitzhalle anzutreffen ist. Eine entsprechend große Lücke haben dann auch die mehreren Corona-Lockdowns mit komplettem Sport-Stopp in den Alltag der Bruchköbeler Handball-Familie gerissen. „Wir haben eigentlich jedes Wochenende darauf gewartet, dass es wieder losgeht. Die Jungs sind Joggen gegangen oder haben mit der Mannschaft per Videokonferenz im Wohnzimmer trainiert“, erzählt Tanja. „Es war schon etwas langweilig“, gibt Frank zu, der in dieser Zeit ein neues Hobby für sich entdeckt hat: Fahrradfahren. Seitdem stehen längere Touren etwa nach Aschaffenburg, Ortenberg oder über den Vulkanradweg an. Aber natürlich nur in Abstimmung mit den diversen Handballaktivitäten.

Packen in der Dreispitzhalle an: Frank und Tanja Broßmann.
Packen in der Dreispitzhalle an: Frank und Tanja Broßmann. © Privat

Und da steht noch ein großes Vorhaben an, wie der Betriebswirt beim Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen erzählt: „Ich will einmal bei einem Punktspiel zusammen mit meinem Sohn spielen.“ Dafür bieten sich noch einige Gelegenheiten an, bei denen in der zweiten Mannschaft der SG Bruchköbel der Name Broßmann gleich mehrfach auf dem Spielberichtsbogen auftaucht: Frank im Tor, Fabian auf der Trainerbank sowie Fynn im Rückraum - und mit Sicherheit mit Tanja auf der Zuschauertribüne. (Von Julia Meiss)

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