1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

HSG Hanau schlägt ukrainische U20-Nationalmannschaft mit 33:21

Erstellt:

Von: Robert Giese

Die Hanauer Abwehr um Jonas Ahrensmeier, Neuzugang Dziugas Jusys und Jannik Ruppert (weiße Trikots von rechts) machte es den ukrainischen Talenten in der Main-Kinzig-Halle schwer.
Neuer Block besteht ersten Test: Die Hanauer Abwehr um Jonas Ahrensmeier, Neuzugang Dziugas Jusys und Jannik Ruppert (weiße Trikots von rechts) machte es den ukrainischen Talenten in der Main-Kinzig-Halle schwer. © Scheiber

Handball-Drittligist HSG Hanau hat den ersten Test während der Vorbereitung auf die kommende Saison mit Bravour gemeistert: Gegen die U20-Nationalmannschaft der Ukraine, die sich aktuell auf ein internationales Turnier vorbereitet, gelang der Mannschaft von Hannes Geist am Freitagabend ein ungefährdeter 33:21 (16:7)-Sieg, bei dem sich insbesondere der neue Kapitän in Torlaune zeigte.

Hanau – Dabei musste sich HSG-Coach Hannes Geist im ersten Test mit einem arg dezimierten Kader begnügen: Weil etliche Spieler wegen Verletzungen, Krankheit oder aus anderen Gründen fehlten, traten die Hanauer mit lediglich zehn Feldspielern und einem Torwart an. Von den meisten Neuzugängen konnten sich die Zuschauer in der Main-Kinzig-Halle deshalb noch kein Bild machen, denn von den Zugängen feierten lediglich Kreisläufer Dziugas Jusys und Spielmacher Max Moock, der aus der eigenen Jugend der HSG stammt, am Freitagabend ihr Debüt.

Das hielt die Hanauer aber nicht davon ab, der Partie schon früh den Stempel aufzudrücken: „Wir kamen sehr gut ins Spiel und haben schnell mit 5:1 geführt“, freute sich Geist, auch wenn die Ukrainer kurze Zeit später wieder auf zwei Tore herankamen. Gerade auf ihre Defensive konnten sich die Gastgeber aber verlassen und zogen dadurch noch im ersten Durchgang mit großen Schritten davon - nach einem 7:1-Lauf vor der Halbzeitpause führte die HSG beim Seitenwechsel mit 16:7.

Für die Vorentscheidung hatten die Hausherren damit gesorgt, wechselten munter durch und verteidigten den Vorsprung nicht nur, sondern bauten ihn auch aus, zwischenzeitlich führte Hanau mit 16 Toren. „Wir haben viel rotiert, das insgesamt aber schon sehr gut gemacht“, so Geist mit Hinweis darauf, dass der Drittligist erst vor Kurzem in die Saisonvorbereitung gestartet ist. „Vor allem unsere Abwehr stand gut, aber selbstverständlich gab es auch Phasen, die verbesserungswürdig waren.“

Die Ukrainer, die sich aktuell auf die EHF Championship vorbereiten, welche Ende der Woche in Bulgarien beginnt, stemmten sich trotz des hohen Rückstandes tapfer gegen die Niederlage und betrieben noch reichlich Ergebniskosmetik: Beim Abpfiff stand es 33:21 aus Sicht der Hanauer, die U20 des vom Krieg gebeutelten Landes holte also zumindest noch vier Treffer auf. „Sie haben ihre Chancen gesucht und alles reingeworfen, hatten am Vorabend aber bereits ein Testspiel in Kirchzell, dem sie bei uns ein bisschen Tribut zollen mussten“, so Geist. In Kirchzell hatten die Ukrainer mit 29:32 verloren.

Der Trainer der Hanauer war insgesamt mit der Leistung seines Teams zufrieden, auch wenn die HSG zu dieser Phase der Saisonvorbereitung noch nicht viele taktische Spielereien ausprobieren konnte. Angeführt wurde die Mannschaft dabei vom neuen Kapitän Jannik Ruppert, der auch auf dem Spielfeld voranging und mit acht Treffern bester Torschütze seines Teams war.

Das junge Team aus der Ukraine musste in Hanau zwar eine sportliche Niederlage hinnehmen, konnte sich aber über einen ordentlichen Zuschuss zu seinem Trainingslager in Großwallstadt freuen, denn die Einnahmen aus den Eintrittsgeldern gingen direkt an die U20-Nationalmannschaft.

Einen Wermutstropfen gab es an dem sonst für alle Beteiligten so erfolgreichen Abend allerdings doch, denn Linkshänder Luca Braun verletzte sich und musste mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden. „Er ist unglücklich aus der Luft geholt worden, jetzt müssen wir die Diagnose abwarten“, sorgte sich Geist um den Rückraumspieler.

Auch interessant