Zweimal ist die HSG Hanau um Marc Strohl (links) im Einsatz gewesen. Wann es, in welchem Modus weitergeht, ist unklar.
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Zweimal ist die HSG Hanau um Marc Strohl (links) im Einsatz gewesen. Wann es, in welchem Modus weitergeht, ist unklar.

Handball: Spielbetrieb in 3. Liga und A-Jugend-Bundesliga ruht weiter

HSG Hanau muss weiter warten: DHB verlängert Spielpause erneut

  • Julia Meiss
    vonJulia Meiss
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Update von Dienstag, 12.01.2021: Der Spielbetrieb in der kompletten 3. Handball-Bundesliga und der A-Jugend-Bundesliga wird vorerst nicht wieder aufgenommen. Präsidium und Vorstand des Deutschen Handballbundes haben beschlossen, dass der Spielbetrieb bis 28. Februar 2021 ausgesetzt bleibt. Betroffen sind davon auch die erste Männermannschaft und die A-Jugend der HSG Hanau. Damit wird der erste Beschluss aus dem Oktober 2020 zur Aussetzung des Spielbetriebs in diesen Spielklassen aufgrund der Corona-Pandemie und der weiterhin hohen Infektionszahlen bereits zum zweiten Mal verlängert. Trotz der Aussetzung des Spielbetriebs wurden die hessischen Teilnehmer der genannten Ligen dem Leistungssport zugeordnet, so dass die HSG Hanau weiterhin – unter Einhaltung der Hygieneregeln – trainieren darf.

Erstmeldung von 3.12.2020: Für die HSG Hanau kommt die Entscheidung nicht überraschend: Aufgrund der weiterhin hohen Corona-Infektionszahlen hat der Deutsche Handballbund (DHB) Nägel mit Köpfen gemacht und die Spielpause für die 3. Liga der Männer und Frauen sowie die männliche und weibliche A-Jugend-Bundesliga bis zum 31. Januar 2021 ausgeweitet. Damit verlängert sich die spielfreie Zeit für die HSG Hanau, die mit der ersten Mannschaft in der 3. Liga Mitte und der A-Jugend in der Bundesliga West spielt, um einen weiteren Monat bis mindesten Februar.

Hanau – Laut eines Beschlusses aus dem Oktober war der Spielbetrieb in den entsprechenden Klassen bereits bis 31. Dezember ausgesetzt und wurde nun verlängert. „Aufgrund der Corona-Pandemie und weiterhin hoher Infektionszahlen muss die Wiederaufnahme des Spielbetriebs weiter warten. Das Präsidium und der Vorstand des Deutschen Handballbundes haben am Dienstag gemeinsam und einstimmig beschlossen, dass das Wettkampfgeschehen in der 3. Liga der Männer und Frauen sowie in der Jugendbundesliga männlich und weiblich bis zum 31. Januar 2021 ausgesetzt bleibt“, lautet die Erklärung des DHB.

Re-Start im Januar undenkbar

Der zunächst für das Wochenende des 9. und 10. Januar geplante Neustart der 3. Liga sei laut DHB nicht umsetzbar. Das sieht Hannes Geist, Geschäftsstellenleiter, Co-Trainer des Drittliga-Teams und Trainer der A-Jugend der HSG Hanau, genauso: „Wenn man sich die Zahlen anschaut, die bisher das Infektionsgeschehen nur stabilisieren, aber nicht senken, dann war die Entscheidung des DHB abzusehen.“ Außerdem verweist Geist auf die unterschiedlichen Regelungen in den Bundesländern. So dürfen etwa in Bayern die Drittligisten nach wie vor nicht trainieren, womit innerhalb einer Staffel ungleiche Voraussetzungen gelten. Von daher sieht Geist die Aussetzung bis 31. Januar 2021 als „beste Variante, um eine gewisse Planbarkeit zu schaffen“.

Hannes Geist, Geschäftsstellenleiter der HSG Hanau

Die beiden betroffenen Mannschaften der HSG Hanau – alle anderen Mannschaften sind Amateure und dürfen sowieso nicht trainieren – bekommen somit eine etwas längere Weihnachtspause. Am 22. Dezember steht das letzte Training samt einer Leistungsdiagnostik an, weiter geht es dann erst am 18. Januar. „Das gilt für beide Mannschaften. Sie nutzen die Halle mit zeitlichem Abstand nacheinander“, gibt der ehemalige Kreisläufer einen Einblick in die interne Regelung.

Ab 18. Januar bereiten sich die beiden Teams also auf den Re-Start vor. „Wann auch immer der sein wird. Flexibilität wird im Moment großgeschrieben“, weiß Geist, dass sich bis dahin noch einiges ändern kann.

Änderung am Spielmodus?

Zum Beispiel der Spielmodus. „Ehrlich gesagt ist es utopisch, den normalen Modus aufrecht zu erhalten“, sagt Geist mit Blick auf die 15 noch ausstehenden Hinrundenspiele der HSG Hanau in der 3. Liga Mitte. Selbst wenn durch Doppelspieltage nicht die kompletten 15 Wochenenden benötigt werden, „wird das schwierig“, sagt Geist vorsichtig. Wahrscheinlich sei, dass lediglich eine Hinrunde gespielt werde. Immerhin muss die Saison bis zum 30. Juni abgeschlossen sein. Und dann müssen auch die Aufsteiger in die 2. Liga feststehen, dazu gibt es keine Alternative. Das bedeutet aber auch, dass Zeit für eine mögliche Relegation eingeplant werden muss. „Anfang Januar wird sich die Spielkommission 3. Liga erneut in Videokonferenzen mit den Vereinen der Männer und Frauen austauschen“, werden sich die zuständigen Gremien beim DHB damit im neuen Jahr gezielt auseinandersetzen.

Auch für die A-Jugend-Bundesligen scheint eine Anpassung des Spielmodus wahrscheinlich. Wie diese bei der Aufteilung in Pokal- und Meisterrunde aussehen kann, damit beschäftigt sich der Jugendspielausschuss des Deutschen Handballbundes.

Terminprobleme in der Rückrunde

Priorität habe für die Verantwortlichen des DHB zunächst die Wiederaufnahme des Trainings, wo dies mit Blick auf das Infektionsgeschehen verantwortbar sei. „Dies ist die Basis für die Wiederaufnahme des Spielbetriebes“, heißt es in einer Mitteilung. Um dies zu ermöglichen, feile der DHB auch weiterhin an dem Hygienekonzept.

Hannes Geist sieht es daher als Privileg, dass die Drittliga- und A-Jugend-Bundesliga-Mannschaft der HSG Hanau aktuell trainieren können. Wann wieder um Punkte gekämpft werden kann, ist unklar.

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