Auf solche emotionalen Duelle muss Hanaus Björn Christoffel bis voraussichtlich 9. Januar verzichten.
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Auf solche emotionalen Duelle muss Hanaus Björn Christoffel bis voraussichtlich 9. Januar verzichten.

2020 kein Spiel mehr

HSG Hanau: Drittligaspieler und A-Jugendliche dürfen als Leistungssportler trainieren

  • vonRobert Giese
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Einige wichtige Weichenstellungen gab es dieser Tage für die Handballer der HSG Hanau, die nun auch für ihre Drittliga-Mannschaft und ihre in der Bundesliga spielende A-Jugend Planungssicherheit hat: So pausiert zwar der Spielbetrieb in der A-Jugend-Bundesliga ebenso wie in der 3. Liga Mitte bis zum Jahresende, aber zumindest können beide Teams in dieser Zeit weiterhin trainieren. „Über dieses Privileg sind wir sehr froh“, betonte HSG-Coach Oliver Lücke.

Hanaus Drittliga-Handballer wurden unlängst ebenso wie die A-Jugendlichen der HSG als Leistungssportler eingestuft, wodurch es ihnen möglich ist, auch unter den verschärften Einschränkungen durch die Corona-Pandemie weiterhin zu trainieren. Das sei einerseits „eine große Wertschätzung unserer Arbeit“, freute sich Hannes Geist, der als Coach der A-Jugend und Co-Trainer der ersten Mannschaft unmittelbar involviert ist, andererseits gebe die Entscheidung den Hanauern aber auch „die Möglichkeit, unsere Talente weiter zu fördern“.

3. Liga: HSG Hanau trainiert dreimal pro Woche

Bei der ersten Mannschaft findet bis Mitte Dezember dreimal pro Woche ein Mannschaftstraining statt, eine weitere Einheit pro Woche absolvieren die Spieler individuell. „Für uns ist das eine Herausforderung, denn eigentlich wollen wir unsere Spieler so gut wie möglich weiterentwickeln, und dazu sind Spiele gegen andere Mannschaften sehr wichtig. Wir versuchen nun“, so beschreibt Lücke den Plan der Hanauer für die kommenden Wochen, „unsere Spieler bestmöglich darauf vorzubereiten, wenn die Saison fortgesetzt wird.“

Das wird nach aktuellen Planungen am 9. und 10. Januar des neuen Jahres der Fall sein – falls die Corona-Pandemie nicht weitere Einschränkungen nötig macht. Dass die ursprünglich anvisierte Wiederaufnahme des Spielbetriebs Mitte November nicht zu halten war, hatte sich in den vergangenen Wochen bereits angedeutet: Viele Vereine können derzeit weder trainieren noch Spiele austragen, auf Hessenebene waren bereits sämtliche Partien in diesem Jahr abgesagt worden.

Handball: Weiter Unklarheit über die laufenden Saison

Wie genau es im neuen Jahr weitergehen soll, darüber herrscht noch Unklarheit. Der Deutsche Handballbund (DHB) und die weiteren Gremien wollen in den kommenden Wochen eingehend beraten, ob es in 3. Liga und A-Jugend-Bundesliga künftig ein Testkonzept geben soll, ob Zuschauer bei Spielen erlaubt sein werden und ob der Spielmodus angepasst werden muss.

Gerade der letzte Punkt ist wohl unausweichlich, schließlich wird das Drittliga-Team der Hanauer bis zum Jahresende lediglich zwei Spiele absolviert haben – und nicht rund ein Dutzend, wie es ursprünglich geplant war.

Handballer der HSG Hanau hoffen auf reguläre Saison 2021/22

„In meinen Augen ist nur eine einfache Runde ohne Absteiger sinnvoll“, wirft Lücke einen Blick voraus, „aber ich bin da kein Entscheidungsträger.“ Der jüngst angekündigte Impfstoff dürfte den Handballern übrigens vorerst nicht weiterhelfen: „Damit müssen erst einmal die Risikogruppen geschützt werden“, prognostiziert der HSG-Coach, der aber die Hoffnung noch nicht aufgegeben hat, 2021/22 eine reguläre Saison spielen zu können.

„Wir würden natürlich gerne spielen“, fasst Lücke die zwiespältige Gefühlslage zusammen, „aber wir wissen auch, dass wir uns sehr glücklich schätzen dürfen, überhaupt in der Halle stehen und trainieren zu können.“

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