Hindernisspezialist glänzt auch ohne Hürden: Julius Hild vom SSC Hanau-Rodenbach lief in den USA persönliche Bestzeit über 3000 Meter. Archivfoto: os
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Hindernisspezialist glänzt auch ohne Hürden: Julius Hild vom SSC Hanau-Rodenbach lief in den USA persönliche Bestzeit über 3000 Meter. Archivfoto: os

Starke 3000-Meter-Zeiten der Rodenbacher US-Studenten

Hild und Bienenfeld in den USA schnell unterwegs

Julius Hild vom SSC Hanau-Rodenbach hat eine persönliche 3000-Meter-Bestzeit aufgestellt und dabei ein neues Leistungsniveau erreicht. Der 21-jährige Rodenbacher lief in seiner Studienheimat USA beim McCravy Green Invitational der Universität Kentucky mit 8:23,74 Minuten um zehn Sekunden schneller als sein bisheriger Hausrekord, den er vor drei Jahren als Vierter der deutschen Jugendmeisterschaften aufgestellt hatte.

Rodenbach – Entsprechend groß fiel der Jubel des Psychologiestudenten aus, der konstatierte: „Jetzt ist der Knoten geplatzt!“ Beeindruckend war auch seine Renngestaltung. Zwei Kilometerabschnitten von jeweils 2:50 Minuten ließ er den Schlusskilometer in 2:43 Minuten folgen und spurtete auf der Schlussrunde der 287-Meter-Hallenbahn an mehreren Konkurrenten vorbei. Während seine in Deutschland verbliebenen Vereinskameraden wettkampfmäßig aufgrund mangelnder Rennen in der Corona-Krise auf Eis gelegt sind, startet Hild in den USA durch. Wöchentliche Infektionskontrollen und Hygienebestimmungen machen es möglich, was der Deutsche Leichtathletik-Verband lediglich für Profi- und Berufssportler sowie Kaderathleten ins Auge gefasst hat, aber kaum im Sinne eines geregelten Wettkampfsports umsetzt.

Hild hingegen kann schon für die weitere Saison planen. Nach einem Fünf-Kilometer-Crosslauf soll ein weiterer Halleneinsatz folgen. „Am liebsten über die 5000 Meter, denn da müssten dann auch Zeiten um 14:35 Minuten drin sein. Und dann wird es spannend hinsichtlich der 3000-Meter-Hindernisstrecke, auf der ich dieses Jahr unter 9:00 Minuten bleiben möchte“, so Hild, der als ältester U23-Juniorenjahrgang auch bei den deutschen Meisterschaften auf einen Rang in der nationalen U23-Spitzengruppe spekulieren kann.

In der Spitze angekommen ist bereits sein Uni- und Vereinskamerad Aaron Bienenfeld. Nach seinen 28:31 Minuten über zehn Kilometer zum Abschied aus Deutschland Ende Dezember eröffnete Bienenfeld nun die Hallensaison mit einem 3000-Meter-Lauf in 8:02,56 Minuten – nicht einmal eine Sekunde über seiner Bestzeit von 8:01,89 Minuten aus dem Vorjahr. Dennoch war der ehrgeizige Langstrecken-Spezialist unzufrieden mit seinem Auftritt. „Die zweiten 400 Meter waren mit 68 Sekunden viel zu langsam und deutlich über dem 64-Sekunden-Durchschnitt. Ich muss mich noch besser an das hohe Tempo gewöhnen.“

Weitere Chancen dürfte er in den kommenden Wochen bei den nächsten Hallenrennen erhalten, für die es über die 3000 Meter ein klares Ziel gibt: „Da muss eine sieben ganz vorne stehen - die 8:00 Minuten sollen fallen!“  os

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