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Hessenpokal: Türk Gücü sieht Chancen

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Mit dem 3:1-Sieg über Ex-Hessenligist Sportfreunde Seligenstadt hat Adrian Saletnik (links) mit Türk Gücü Hanau den ersten Platz in der Gruppenliga Frankfurt Ost verteidigt. Heute steht das Achtelfinale im Hessenpokal gegen den Regionalligisten Steinbach an. (Archivfoto: TAP)
Mit dem 3:1-Sieg über Ex-Hessenligist Sportfreunde Seligenstadt hat Adrian Saletnik (links) mit Türk Gücü Hanau den ersten Platz in der Gruppenliga Frankfurt Ost verteidigt. Heute steht das Achtelfinale im Hessenpokal gegen den Regionalligisten Steinbach an. (Archivfoto: TAP)

Fußball. Ein Traum wird für den FC Türk Gücü Hanau wahr. Im Achtelfinale des Hessenpokals empfängt der Tabellenführer der Gruppenliga Frankfurt Ost heute Abend (19.30 Uhr, Herbert-Dröse-Stadion) den Regionalligisten TSV Steinbach.

Von Gert Bechert

„Ich werde auf keinen Fall sagen, dass wir chancenlos sind, auch wenn der Gast haushoher Favorit ist“, hofft Blerim Petrovci auf ein Fußballwunder auf dem Nebenplatz des Herbert-Dröse-Stadions. Der Türk-Gücü-Coach hat sich am Samstag den Gegner bei dessen 1:0-Heimspielsieg gegen den SC Freiburg II angeschaut. „Das ist eine sehr athletische Mannschaft, die mit vielen Diagonalpässen operiert“, berichtet der 38-Jährige, der aber auch einige Schwächen ausgemacht hat. Eines steht für Petrovci fest: „Wir müssen schon über unsere Grenzen gehen, um überhaupt eine Minimalchance zu haben.“

Ärger über Rote Karte

Verärgert zeigte er sich über die Rote Karte für seinen Mittelfeldspieler Ali Karan am Sonntag im Spiel gegen Sportfreunde Seligenstadt (3:1). „Das war überzogen. Selbst die Gäste räumten ein, dass eine Gelbe Karte genügt hätte“, kritisierte Petrovci. Der Ausfall des sehr ‧laufstarken Neuzugangs schmerzt ihn sehr. Für Karan wird entweder Abdullahan Acikel oder Michele Moscelli in die Startelf rücken, die beide gegen Seligenstadt eingewechselt wurden. Okan Tastan fällt dagegen weiter aus. Seine im Pokalspiel gegen den FC Kalbach ausgekugelte Schulter bereitet dem Flügelflitzer weiter Schmerzen.

TSV mit starker Entwicklung

Der TSV Steinbach hat eine phänomenale Entwicklung im letzten Jahrzehnt genommen. 2009 kickte der Dorfverein vor den Toren Haigers noch in der B-Liga. Dank des Engagements des Unternehmers Roland Kring, der im Vorstand für den Bereich Wirtschaft- und Baumanagement verantwortlich ist, ging es seitdem steil bergauf. Seit der Saison 2015/16 gehört der TSV der Regionalliga Südwest an. Im ersten Jahr wurde man Zwölfter, die vergangene Saison schloss das Team von Matthias Mink als Fünfter ab. Derzeit ist Steinbach Achter. Nach dem Ausbau des Sibre-Sportparks soll die Regionalliga noch nicht das Ende der Fahnenstange sein. Der von Viktoria Köln gekommene Angreifer Fatih Candan führt die interne Torjägerliste mit vier Treffern an.

Viel Werbung für das Spiel

Organisatorisch kommt auf die Türk-Gücü-Verantwortlichen eine Menge Arbeit zu. Das Spielfeld hat nur zur Tribüne hin eine Zuschauerbarriere. „Wir werden die anderen drei Seiten mit einem Band vom Spielfeld abtrennen und mehr Platzordner einteilen“, betont Alim Katilmis, der mit maximal 500 Zuschauern rechnet. Nach den Worten des sportlichen Leiters hat Türk Gücü in den letzten Wochen viel Reklame bei den anderen Hanauer Fußballklubs für das Spiel betrieben.

Eine Sorge treibt ihn jedoch um. Ab 20.45 Uhr wird das Champions-League-Spiel zwischen Besiktas Istanbul und RB Leipzig auf Sky übertragen. „Das könnte uns Zuschauer kosten“, vermutet Katilmis.

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