Expertenrat: Andreas Möller, übrigens ein gern gesehener Golfer in Wilhelmsbad, hat Hanau 93 Mut für die Hessenliga-Saison gemacht. Archivfoto: TAP

Fußball

Hessenliga: Weltmeister Möller bei Sponsorengala von Hanau 93

Fußball. Für den FC Hanau 93 ist der jüngste Aufstieg in die Hessenliga eine besondere Geschichte, ein Eckpunkt in der nunmehr über 125-jährigen Vereinshistorie. Der Stellenwert, den die Rückkehr nach 33 Jahren in die höchste hessische Spielklasse genießt, wurde auch auf der Sponsorengala des Traditionsvereins deutlich.

Von Frank SchneiderIm Autohaus Milinski in Bruchköbel waren neben der aktuellen Mannschaft des Hessenligisten auch zahlreiche Gönner des Vereins vertreten. Stargast der Veranstaltung war Welt- und Europameister Andreas Möller. Der 51-jährige frühere Weltstar genießt nach seinem Ausscheiden als Co-Trainer der ungarischen Nationalmannschaft vor drei Jahren aktuell die Zeit als Privatier, verfolgt den Fußball aber noch intensiv. Und nicht nur den Profibereich. „Mir liegt der Amateurfußball sehr am Herzen, ich komme schließlich selbst aus einem kleinen Verein und kenne im Raum Frankfurt viele Sportplätze“, sagt der frühere Bundesliga-Profi und Nationalspieler, dessen fußballerische Laufbahn als Knirps einst in der Jugendabteilung des BSC Schwarz-Weiß Frankfurt begann.

Die Hessenliga, in der der FC Hanau 93 nun mitspielt, ist für Andreas Möller ebenfalls kein unbekanntes Terrain. In der Saison 2007/08 betreute er in dieser Spielklasse Viktoria Aschaffenburg als Trainer, bevor er kurz darauf als Sportlicher Leiter an den Bieberer Berg zu Kickers Offenbach wechselte. „In Waldgirmes ist es nicht einfach zu bestehen“, sagte der in seiner Karriere weit gereiste Fußballstar und drückte damit seine Anerkennung für das respektable 1:1-Unentschieden der 93er zum Saisonauftakt aus.

Er bleibt den Kickers verbunden

Er empfahl, das Unternehmen Klassenerhalt auch mit einer Brise Lockerheit anzugehen, auch mal munter draufloszuspielen. „Es geht darum, Niederlagen gut zu verarbeiten und nach Siegen nicht abzuheben“, betonte der frühere Bundesligaspieler von Eintracht Frankfurt, Borussia Dortmund und Schalke 04. Seinen Hauptbezug zu Hanau verdankt Andreas Möller übrigens einem seiner größten Hobbys. Auf dem Golfplatz Wilhelmsbad locht er regelmäßig kleine weiße Bälle ein.

Mit am Interview-Tisch saß mit Barbara Klein die Ehren-Repräsentantin der Offenbacher Kickers. Die Witwe von OFC-Legende Waldemar Klein trägt nach ihrem kürzlich erfolgten freiwilligen Ausscheiden aus dem Präsidium des Regionalligisten diesen Titel. „Ich hätte ihn nicht gebraucht, ich bleibe den Kickers sowieso verbunden und bin auch ohne offizielle Funktion noch mit dabei.“ Klein war der Einladung gerne gefolgt. Zum wiederholten Mal, wie sie betonte. HFC-Abteilungsleiter Giovanni Fallacara moderierte das Gespräch mit Möller und Klein auf launige Art und Weise.

Hessenliga als tolle Plattform

Nach den prominenten Gästen rückte dann das Hessenliga-Team in den Fokus. Trainer Michael Fink, dessen Vorgänger Christoph Prümm mit warmen Worten und einem Präsent an diesem Abend offiziell verabschiedet wurde, analysierte den Saisonstart und gab einen kleinen Ausblick auf das am Samstag an der Kastanienallee anstehende Heimspiel gegen den FV Bad Vilbel. Apropos Verabschiedungen: Gerne hätte der FC Hanau 93 auch Ex-Trainer Slavisa Dacic und die beiden ehemaligen Akteure Daniyel Cimen und Ervin Skela verabschiedet, das Trio war an diesem Abend aber terminlich verhindert.

Allesamt in den neuen Trikots gekleidet, deren Brustteil in den nächsten zwei Jahren das Logo der Sonnenstudiokette No. 1 zieren wird, stellten sich die Neuzugänge kurz vor. Mit drei unterschied‧lichen Farbkombinationen wird der FC Hanau 93 in der Hessenliga an den Start gehen. Für die Heimspiele stehen die Vereinsfarben Schwarz und Weiß zur Verfügung, als Ausweichfarbe wird vornehmlich in Auswärtspartien, wie zuletzt schon in Waldgirmes, Weinrot zum Tragen kommen.

„Da wir im gesamten Bundesland verteilt Studios betreiben, ist die Hessenliga für uns natürlich eine tolle Plattform“, erzählte Firmen-Repräsentant Marco Schwarzkopf. Der FC Hanau 93 hofft, dass weitere Unternehmen das ähnlich sehen und das von Fallacara vorgestellte Sponsorenkonzept in der heimischen Wirtschaft großen Anklang finden wird. Die Strategie sieht vor, einen breit aufgestellten Sponsorenpool aufzubauen, anstatt von einzelnen Großsponsoren abhängig zu sein. Getreu dem Motto „Zwölf Teile sind ein Ganzes“ sollen die Unterstützungen nach Wunsch des Vereins in flexibler Höhe künftig monatlich fließen.

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