Traf in den letzten beiden Auswärtsspielen: Feta Suljic will seine Treffsicherheit nun auch zu Hause gegen Hadamar unter Beweis stellen. Archivfoto: Hendrik Urbin

Fußball

Hessenliga: Heimspiel der 93er stand lange auf der Kippe

Fußball. Premiere an der Kastanienallee. Erstmals kreuzt der FC Hanau 93 am Samstag (14.30 Uhr) mit Rot-Weiß Hadamar in einem Punktspiel die Klingen. Am Freitagmittag gab es grünes Licht für die Partie, die aufgrund der PLatzverhältnisse vor der Absage stand.

Von Gert Bechert„Die Stadt hat in den vergangenen Tagen viel Sand auf das Spielfeld gebracht und es abgezogen, trotzdem ist der Untergrund weiterhin sehr tief“, sagt der Abteilungsleiter Giovanni Fallacara.

Hadamar kann sich auf Tormaschine verlassen

Hans Jung bezeichnet Hadamar als Hessenliga-Schwergewicht. „Wer in der vergangenen Saison Vierter wurde und derzeit Rang fünf belegt, ist ein dicker Brocken“, meint der Pressesprecher der 93er. Mit Hadamar gastiert eine athletische Mannschaft in Hanau, die einen schnörkellosen Fußball bevorzugt. In vorderster Reihe lauert mit Leon Burggraf der augenblicklich torgefährlichste Angreifer der Liga. Der 22-Jährige, Rückkehrer vom West-Regionalligisten Borussia Dortmund II, hat es in zwölf Einsätzen auf bereits 14 Tore gebracht. Ihn auszuschalten, dürfte der Schlüssel zum Erfolg sein.

Aber auch auf Mittelfeldregisseur Jonas Herdering muss geachtet werden. Er gilt als „Herr des ruhenden Balles“, ein Experte bei Standardsituationen. Die Gäste haben besonders in der Fremde bislang auf sich aufmerksam gemacht. Vier Siegen und zwei Unentschieden steht nur eine Niederlage gegenüber.

Heimbilanz lässt weiter zu wünschen übrig

Für die heimschwachen 93er eine echte Herkulesaufgabe. „Wir wissen um die Schwere der Aufgabe, gehen aber zuversichtlich in die Partie“, hofft Fallacara endlich wieder auf einen Heimsieg. Die Erfolge in der Fremde hätten das Selbstbewusstsein der Spieler gestärkt, „wir brauchen uns vor Keinem zu verstecken“.

Bis auf Mittelfeldspieler Patrick Gischewski und die länger ausfallenden Betim Mezini und Kevin Effiong kann Spielertrainer Michael Fink aus dem Vollen schöpfen.

Bedenkliche Zuschauerzahlen bei den 93ern

Fallacara plagen ganz andere Sorgen. Die unbefriedigende Zuschauerresonanz und die nach seinen Worten unzureichende Unterstützung durch die Hanauer Wirtschaft bereiten dem umtriebigen Funktionär Kopfzerbrechen. „Wenn die Hessenliga vom Hanauer Publikum nicht angenommen wird, müssen wir uns schon Gedanken machen. Ewig machen wir das nicht mit“, droht Fallacara mit Konsequenzen.

Rund 200 Zuschauer verfolgten im Normalfall bislang die Heimspiele – nur gegen Hessen Kassel (650) und zum Auftakt gegen Bad Vilbel (390) waren mehr vor Ort –, nach den Worten Fallacaras keine Basis für ein Bestehen in der Hessenliga.

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