In der Defensive sind die 93er wieder gut aufgestellt, jetzt ist die Offensive in Gefahr. Fink setzt auf ein Innenverteidigerduo mit Tim Fließ. Archivfoto: TAP

Fußball

Hessenliga: Hanau 93 will ungeschlagen bleiben

Fußball. Auswärts hui, zu Hause pfui – auf diese Kurzformel kann man den bisherigen Saisonverlauf des FC Hanau 93 in der Hessenliga bringe

Von Gert Bechert

Die 93er sind als einziges Team in der Fremde noch ungeschlagen. Von fünf Spielen gewannen sie drei, zwei endeten unentschieden. Nach der Zwangspause am vergangenen Wochenende – die Stadt Hanau sperrte bekanntlich alle Rasen- und Hartplätze – geht die Reise am Samstag(16 Uhr, Jahnstraße) zum Mitaufsteiger SV Neuhof.

Gegen die Osthessen hat der HFC noch eine Rechnung offen. Am 8. Juni unterlagen die 93er in der Glückaufkampfbahn in der Aufstiegsrunde zur Hessenliga 0:1, alle Aufstiegsträume schienen geplatzt zu sein. Dass der Rückzug des FSC Lohfelden dann doch noch die Tür zur höchsten hessischen Amateurklasse öffnete, ahnte am 8. Juni niemand.

Neuhof als unangenehmer Gegner

Schon damals offenbarte sich Neuhof als unangenehmer Gegner. Radek Görner erzielte das „goldene Tor“. Auch heuer zählt er zu den treffsichersten Schützen des SVN. Neben Baris Özdemir und Ne-ven Vujica führt er die interne Torschützenliste mit je vier Buden an. Özdemir ist in Hanau kein Unbekannter.

Die vergangene Saison kickte er für den SC 1960 Hanau und war mit 16 Toren bester HSC-Angreifer. Davor brachte er es bei Türk Gücü Friedberg sogar auf 26 Treffer. Bei der 0:3-Niederlage zuletzt bei Hessen Dreieich drückte Özdemir nur die Bank. Neuhof spielt aus einer stabilen Defensive und lauert auf Fehler des Gegners.

Fink erwartet einen Sieg

Die 93er haben zuletzt beim sensationellen 2:1-Sieg in Fulda ihre Auswärtsqualitäten unter Beweis gestellt. Und das mit einer stark ersatzgeschwächten Mannschaft. „Schade, dass das Spiel gegen Walldorf ausgefallen ist. Wir hätten gerne die Euphorie aus dem Fulda-Spiel mitgenommen“, bedauert Michael Fink die unfreiwillige Zwangspause.

Der Spielertrainer erwartet einen ähnlich leidenschaftlichen Auftritt seiner Mannschaft wie gegen Fulda-Lehnerz. „Wir müssen gegen Neuhof alles abrufen, um weiter auswärts ungeschlagen zu bleiben.“ Ein Sieg beim Mitaufsteiger wäre Gold wert. „Das wäre ein wichtiges Zeichen. Wir würden uns von einem Mitkonkurrenten im Abstiegskampf deutlich absetzen“, sagt Fink.

Ausfall der Offensivkräfte droht

Personell deutet sich im Abwehrbereich eine Entspannung an, dafür drohen Offensivkräfte auszufallen. Fink rechnet wieder mit dem Einsatz der Innenverteidiger Ljubisa Gavric, Tim Fließ und Enis Muratoglu. „Vielleicht bilden zwei von ihnen wieder das Innenverteidigerpaar“, deutet Fink an. Dann würden er und Tolga Ünal wieder auf die Doppelsechs vorrücken. Nicht dabei ist Patrick Gischewski, der sich in Fulda eine Sprunggelenksverletzung zuzog.

Fragezeichen stehen hinter Sascha Ries, Dennis Gogol (beide erkältet), Salvatore Bari (Oberschenkelprobleme) und Kristijan Bejic (leichte Entzündung des Schambeins). Egal wer spielt, für HFC-Pressesprecher Hans Jung gilt wie immer die Parole: „Auf geht’s Hanau, kämpfen und siegen!“

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