Zumindest Zuhause hatten die 93-Fans in der Hessenliga bisher selten Grund zum Jubeln. Das wird sich am Samstag auch nicht ändern, schließlich müssen die Hanauer aufgrund der Platzverhältnisse in Steinheim ran. Archivfoto: TAP

Fußball

Hessenliga: Hanau 93 will Heimbilanz in der Fremde aufpolieren

Fußball. Der FC Hanau 93 steht vor einem schweren Heimspiel. Die 93er empfangen am Samstag um 14.30 Uhr den SC Hessen Dreieich. Gespielt wird wegen der schlechten Platzverhältnisse an der Kastanienallee auf dem Kunstrasenplatz am Pfaffenbrunnen in Steinheim.

Von Gert Bechert

„Jetzt muss endlich auch bei den Heimspielen der Knoten platzen“, hofft Pressesprecher Hans Jung auf einen Sieg gegen den Regionalliga-Absteiger. Genügend Selbstvertrauen müsste das Team von Spielertrainer Michael Fink nach dem 2:1-Sieg am Mittwochabend bei RW Walldorf getankt haben.

Auswärts Spitzenklub, Zuhause Absteiger

Die Diskrepanz zwischen der Heim- und der Auswärtsbilanz ist frappierend. In der Fremde haben die 93er in neun Spielen bereits 18 Punkte geholt, genauso viel wie die Führenden SG Barockstadt Fulda und Hessen Kassel. Dafür klemmt es vor eigenem Publikum. Von ebenfalls neun Partien wurde nur eine gegen den KSV Baunatal gewonnen, zwei endeten unentschieden, sechs gingen verloren.

Von den fünf erzielten Punkten wurde noch ein Zähler wegen Unterschreitung des Schiedsrichtersolls abgezogen. Mit vier Punkten ist der HFC Schlusslicht in der Heimtabelle.

Dreieich nach verpatztem Start auf Erfolgskurs

Dass sich dies ausgerechnet gegen Dreieich ändert, bleibt abzuwarten. Nach einem total misslungenen Start hat sich das Team von Trainer Lars Schmidt in den vergangenen Wochen erheblich gesteigert. Von den letzten neun Begegnungen ging nur die Partie bei Türk Gücü Friedberg 3:4 verloren, sechsmal verließ der SCD als Sieger den Platz, zwei Spiele endeten remis.

Seit Anfang Oktober wurden 20 Punkte eingefahren, mit jetzt 30 Zählern hat der Ex-Regionalligist die Tabellenspitze noch nicht aus den Augen verloren. Die interne Torjägerliste führt Toni Reljic mit acht Treffern an. Weitere bekannte Namen sind die Offensivkräfte Enis Bunjaki und Zubayr Amiri.

Ex-Eintracht Profi und ehemaliger Alzenauer

Der 22-jährige Bunjaki gehörte 2016/17 ein Jahr dem Profikader der Frankfurter Eintracht an und kam im Sommer von Eintracht Stadtallendorf. Amiri ist in der Region kein Unbekannter. Vor seinem Engagement in Dreieich (seit 2014) schnürte der 29 Jahre alte Afghane ein Jahr bei Bayern Alzenau die Kickstiefel.

Michael Fink weiß, welch ein Kaliber am Samstag auf seine Mannschaft wartet. „Dreieich hat eine Superserie hingelegt, das wird ein hartes Stück Arbeit. Wir müssen hinten gut stehen, vorne sind wir immer für ein Tor gut.“ Auf den erkrankten Armend Brao wird Fink weiter verzichten müssen, erneut dürfte Torwarttrainer Ioannis Takidis zwischen den Pfosten stehen. Noch fraglich ist der Einsatz von Torjäger Salvatore Bari, der leicht angeschlagen ist.

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