Mit langen Bällen wollen die Hanauer jetzt für mehr Torgefahr sorgen (hier: Salvatore Bari). Archivfoto: Patrick Scheiber

Fußball

Hessenliga: FC Hanau 93 sucht Heil in langen Bällen

Fußball. Mit einer veränderten Taktik will Michael Fink die eklatante Heimschwäche des FC Hanau 93 am Sonntag (15 Uhr, Kastanienallee) gegen SC Viktoria Griesheim beenden. „Wir müssen den Schalter umlegen“, fordert der Spielertrainer und das heißt für den 37-Jährigen, dass ab sofort Kampfgeist Trumpf ist.

Von Gert Bechert„Mit spielerischen Mitteln sind wir leider nicht zum Erfolg gekommen, jetzt ist Einsatzbereitschaft gefordert.“ Back to the roots – zurück zu den Wurzeln, heißt sein Motto. 19 Gegentore in den vergangenen sechs Pflichtspielen – einschließlich dem Pokalspiel gegen 1960 Hanau – sind für den Ex-Profi entschieden zu viel. „Wir können nicht in jedem Spiel drei oder vier Tore schießen“, will Fink den Hebel in der Defensive ansetzen. Auf den zunehmend tieferen Böden soll mehr mit langen Bällen operiert werden, um unnötige Ballverluste im Mittelfeld zu vermeiden.

Unverständlich ist für ihn, dass die Mannschaft nach einem Gegentor die Linie verliert. „Das ist so, als wenn einem der Stecker gezogen wird.“ Nicht nur zuletzt gegen Türk Gücü Friedberg verlor die Mannschaft nach dem Ausgleich ihre Souveränität, auch schon gegen Eddersheim ging nach dem 0:1 alle Anfangsherrlichkeit verloren. „Wir müssen und werden in den nächsten Partien anders auftreten“, verspricht der Coach. Auf welchem Platz gegen Griesheim gespielt wird, ließ Fink noch offen. Der Wechsel am Donnerstag gegen Türk Gücü Friedberg (1:4) auf den kleinen Nebenplatz war letztlich auch nicht der Weisheit letzter Schluss. „Das kleine Geläuf spielt eher dem Gegner in die Karten“, meint Fink, der trotz des weichen Untergrunds des Hauptfeldes dazu tendiert, wieder darauf zu spielen.

Muskelfaserriss für Kevin Bassey Effiong

Dabei muss er auf Kevin Bassey Effiong verzichten. Der Neuzugang zog sich bei seinem ersten Einsatz einen Muskelfaserriss zu und wird drei bis vier Wochen ausfallen. Auch hinter Kristijan Bejic, der erstmals auf der ungewohnten linken Seite der Viererabwehrkette spielte, steht ein Fragezeichen. „Ihn zwickte es in der Leiste“, begründet Fink die Auswechslung des früheren Alzenauers nach 54 Minuten. Auch Dennis Gogol muss verletzungsbedingt passen. Dafür stehen Tim Fließ und Engin Arslan, dessen Rot-sperre abgelaufen ist, wieder zur Verfügung.

Fink spricht von einem unangenehmen Gegner am Sonntag. „Griesheim hat nach seinen beiden Siegen gegen SC Hessen Dreieich und beim SV Steinbach Rückenwind.“ Beide Mannschaften haben 13 Punkte auf dem Konto, nur wegen der besseren Tordifferenz rangieren die 93er vor den Gästen auf Platz zwölf. Für beide steht viel auf dem Spiel. „Gefühlt zehn Vereine spielen gegen den Abstieg, da wäre ein Dreier gegen einen Mitkonkurrenten sehr wichtig“, betont Fink.

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