Sind gut drauf: Dennis Gogol (links) wurde für seinen Trainingsfleiß mit einem Startelfeinsatz gegen Dreieich belohnt und bedankte sich mit einem Treffer. Diesen feierte er gemeinsam mit Julian Purcell. Archivfoto: TAP

Fußball

Hessenliga: Hanau 93 hat gute Laune vorm Ginsheim-Doppelpack

Fußball. Vor dem letzten Heimspiel des Jahres ist beim Hessenligisten FC Hanau 93 die Zuversicht groß. Sieben Punkte aus drei Spielen haben beim Aufsteiger für eine Menge Selbstvertrauen gesorgt, welches nun auch gegen den VfB Ginsheim in Zählbares umgemünzt werden soll.

Von Frank Schneider

Wie schon beim 3:1-Erfolg gegen den SC Hessen Dreieich weicht der HFC am Samstag auf den Kunstrasenplatz nach Steinheim aus. Der Anpfiff am Pfaffenbrunnen ertönt um 14.30 Uhr.

Insgesamt 25 Punkten stehen bislang für die Hanauer zu Buche. Eine gute Grundlage für einen erfolgreichen Kampf um den Klassenerhalt. In den verbleibenden Partien gegen den Tabellensechsten möchte der HFC weitere Zähler dazugewinnen.

Rückspiel am 8. Dezember

Komisch findet derweil Trainer Michael Fink – und wohl nicht nur er – die Konstellation im Hessenligaspielplan, wonach jetzt Hin- und Rückspiel gegen die gleichen Gegner binnen einer Woche folgen. Ändern können es die Vereine freilich nicht. Also nun zwei Mal Ginsheim, heißt zwei Mal gegen einen Gegner, der seine Stärken eindeutig in der Offensive hat. Mit Can Özer und Nils Fischer hat der Gegner aus dem Kreis Groß-Gerau gleich zwei Toptorjäger der Hessenliga in seinen Reihen.

„Wir wollen wieder aus einer guten Ordnung heraus verteidigen“, sagt Fink, der aktuell mit Ljubisa Gavric ein routiniertes Innenverteidiger-Pärchen bei den 93ern bildet. Da kaum Ausfälle zu verzeichnen sind, nutzte Fink in den vergangenen Wochen die Gelegenheit, auf den offensiveren Positionen zu rotieren.

Gogol sammelt Fleißpunkte

So bekam unter anderem Mittelfeldakteur Betim Mezini nach langer Verletzungspause wichtige Spielzeit und auch Dennis Gogol wurde für seinen Trainingsfleiß belohnt. Dass der kleine, vielseitig verwendbare Offensivspieler gegen Dreieich das wichtige 1:0 per Kopf erzielte, hat Fink besonders gefreut. „Das hat sich Dennis verdient“, sagt der Ex-Profi.

Ein Extralob von Fink erhielt auch Engin Arslan als Vertreter des gegen Dreieich zunächst geschonten Torjägers Salvatore Bari. „Er hat das 70 Minuten sehr gut gemacht und die Abwehrspieler müde gelaufen, wovon ein Spieler wie Bari natürlich dann profitieren kann.

Erwartungshaltung ist gestiegen

Der HFC-Trainer weiß jedoch, dass seine Jungs mit den zuletzt guten Ergebnissen die Erwartungshaltung gesteigert haben. „Die Siege in Walldorf und gegen Dreieich sind die Maßstäbe, an denen die Jungs jetzt gemessen werden“, sagt Fink, der aber wiederum glaubt, dass sein Team die Herausforderungen in den beiden schweren Partien gegen Ginsheim gerne annehmen will.

„Wir haben uns, was die Tabelle betrifft, etwas freispielen können, jetzt wollen wir weiter punkten, um den Abstand nach unten weiter vergrößern zu können“, so Fink.

Unberechenbarer Abstiegskampf

Dass auch andere Vereine im Ringen um den Ligaverbleib in Hessens höchster Spielklasse nicht locker lassen werden, zeigte das Wetterau-Derby am Mittwochabend, in dem der auf einem Abstiegsplatz rangierende FV Bad Vilbel einen überzeugenden 4:0-Erfolg beim besser platzierten Nachbarn Türk Gücü Friedberg feierte.

Hinsichtlich des Kaders sieht es beim FC Hanau 93 auch am kommenden Wochenende gut aus. Lediglich hinter den Einsätzen von Tim Franz und Dennis Gogol (beide krank) standen gestern noch Fragezeichen.

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