Kein Befreiungsschlag: Hanau 93 und Spielertrainer Michael Fink bleiben durch das 0:0 in Bad Vilbel im Tabellenkeller der Hessenliga. Archivfoto: TAP

Fußball

Hessenliga: Hanau 93 belohnt sich in Bad Vilbel nicht

Fußball. Eine Nullnummer der besseren Sorte sahen rund 200 Zuschauer beim Hessenliga-Flutlichtspiel des FC Hanau 93 beim FV Bad Vilbel. Für die 93er zwei verschenkte Punkte, sie hatten die besseren Chancen auf das goldene Tor. So war das Highlight eher ein musikalisches.

Von Thorsten Jung

Für den gelb-rot-gesperrten Tolga Ünal und den beruflich verhinderten Tim Fließ bot Spielertrainer Michael Fink Betim Mezini und Oktay Bulut auf. Torjäger Salvatore Bari nahm nach überstandener Krankheit auf der Bank platz.

Gänsehaut bei der Vereinshymne

Das erste Highlight auf dem Niddasportfeld gab es zum Einlauf der beiden Mannschaften. Aus den Boxen dröhnte die Vereinshymne des FV Bad Vilbel. Zur Melodie von „Marmor, Stein und Eisen bricht“ schmetterten einige Herren in bestem Hessisch: „Fußball-Fest am Nidderstrand, jeder kennt’s im Hesseland. Der FV Bad Vilbel in weiß und grün, der wird nie untergehen.“ Mit dem Anpfiff übernahmen dann die Fans der 93er das musikalische Kommando und gaben über die kompletten 90 Minuten ihr ganzes Repertoire zum Besten.

Auch für das Auge wurde einiges geboten. Von wegen Abstiegskampf. Beide Teams versuchten mit schnellem Kurzpassspiel zu Torchancen zu kommen. Die drei größten im ersten Abschnitt spielte sich Hanau heraus. Kahraman Damar, der diesmal an vorderster Front agierte, kam zweimal frei vor Sadra Sememy zum Abschluss, Oktay Bulut einmal. Der FV-Schlussmann musste jeweils sein ganzes Können aufbieten, um den Führungstreffer der Gäste zu verhindern.

93 das aktivere Team

Auch nach der Pause waren die Hanauer das aktivere Team, Damar zwang Sememy mit einem 25-Meter-Freistoß zu einer spektakulären Flugeinlage (52.). Auch Bulut und Feta Suljic schnupperten in der Folge am Gäste-Führungstreffer, der längst in der Luft lag. Was Bad Vilbel in der Offensive zustande brachte, war lange nicht so gefährlich.

Mit der Einwechslung von Torjäger Bari und dem Vorziehen von Fink aus der Innenverteidigung ins Mittelfeld läutete Hanau die Schlussphase ein. Gefahr kam vor dem Tor der Bad Vilbeler aber keine mehr auf, auch wenn die Gäste bis zum Schluss dem Siegtreffer deutlich näher waren. So kam das Highlight nach Abpfiff noch einmal aus den Boxen, als ein zweites Mal die Vereinshymne gespielt wurde.

Viererkette macht sich defensiv bezahlt

HFC-Spielführer Ljubisa Gavric, Hanaus Bester, sprach von einem gerechten Unentschieden: „Hinten war es okay, wir haben wieder mit Vierkette gespielt. In der zweiten Halbzeit wurde es nur einmal brenzlig. Vorne hat etwas die Durchschlagskraft gefehlt.“

Bereits am kommenden Mittwoch steht für die 93er die nächste Auswärtsfahrt an. Um 20 Uhr sind die Brüder-Grimm-Städter bei RW Walldorf zu Gast. Am kommenden Samstag gastiert dann Regionalligaabsteiger SC Hessen Dreieich in Hanau (14.30 Uhr, Kunstrasenplatz Steinheim).

FV Bad Vilbel: Sememy – Babic, Dogan, Biehrer (83. Zampach), Tochihara, Knauer, Saso, Alik, Affo (55. Tiago), Bauscher, Brauburger (88. Maksumic)FC Hanau 93: Brao, Ries, Fink, Gavric, Purcell, Mezini, Bulut (72. Bari), Franz, Gogol (79. Muratoglu), Suljic, DamarTore:keine – Schiedsrichter:Glaser (Wiesbaden) – Zuschauer: 200 – Beste Spieler: Sememy / Gavric

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