Die Fließ-Brüder spielten schon gemeinsam für Hessen Dreieich und RW Frankfurt. Tim (rechts) fehlt den 93ern heute im Spiel bei der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz, für die Bruder Andre (Zweiter von links) kickt. Archivfoto: TAP

Fußball

Hessenliga: Tim Fließ fehlt dem FC Hanau 93 in Fulda

Fußball. Neben dem FV Bad Vilbel ist der FC Hanau 93 als einziges Team der Hessenliga in dieser Saison auswärts noch ungeschlagen. Die Tatsache, dass die Mannschaft von Trainer Michael Fink erst vier Punktspiele in der Fremde bestritten hat, relativiert jedoch den Sachverhalt.

Von Frank SchneiderOhnehin droht die kleine Erfolgsserie am heutigen Samstag zu reißen, denn der nach der 2:3-Heimniederlage gegen Viktoria Griesheim auf Tabellenplatz zwölf abgerutschte Aufsteiger muss beim Titelanwärter SG Barockstadt Fulda-Lehnerz antreten. Spielbeginn im städtischen Stadion in Fulda ist bereits um 14 Uhr. Die Gastgeber sind nach der jüngsten Niederlage beim SC Hessen Dreieich auf Rang drei abgerutscht und jagen jetzt den neuen Spitzenreiter FC Eddersheim.

„Vielleicht ist es ganz gut für uns, dass wir auswärts antreten können, denn zu Hause machen wir derzeit extrem viele individuelle Fehler. Auswärts war das bislang nicht so“, erzählt Fink mit einem Schmunzeln. Die Gründe dafür liegen im Verborgenen. „Vielleicht setzten sich die Jungs in den Heimspielen zu sehr unter Druck, weil sie alles besonders gut machen wollen“, rätselt der Ex-Profi. Was Fink besonders wurmt, waren die vielen Gegentreffer zuletzt. „Wir müssen die Fehler und die Zahl der Gegentore reduzieren, nur dann können wir in dieser Liga bestehen“, verdeutlicht der Coach.

Wenige Alternativen in der Defensive

In der Defensive sind derzeit die Alternativen bei den Grimmstädtern dünn gesät. Neuzugang Kevin Effiong zog sich am Einheitstag in der Partie gegen Türk Gücü Friedberg einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zu und muss erst einmal pausieren. Enis Muratoglu ist ebenfalls verletzt. Da Tim Fließ am Wochenende verhindert ist, werden wohl Fink und Kapitän Ljubisa Gavric im Stadion in der Johannisau die Innenverteidigung der 93er bilden. Apropos Fließ: Durch das Fehlen des Hanauers platzt am Samstag auch das Bruderduell, denn Andre Fließ ist zu Saisonbeginn von Regionalligaabsteiger Eintracht Stadtallendorf in die Domstadt gewechselt und spielt dort im offensiven Mittelfeld eine gute Rolle. Zuvor beim SC Hessen Dreieich spielten die Fließ-Brüder in einem Team.

Vor dem Spiel ist für Fink die Ausgangslage klar. „Wir brauchen uns nichts vormachen, wir sind in Fulda in der Rolle des Underdogs. Wir treffen auf eine Mannschaft, die in den vergangenen Jahren immer vorne dabei war und der ich in dieser Saison den Aufstieg zutraue.“ Im Umkehrschluss habe seine Mannschaft auch nichts zu verlieren. In der Offensive war der HFC zuletzt in Auswärtsspielen auch bei Favoriten für ‧Nadelstiche gut und personell gibt es auf den vorderen Po‧sitionen bei den Gästen auch keine Engpässe. Fink hat die Qual der Wahl, lediglich hinter dem Einsatz von Engin Arslan steht ein Fragezeichen.

Dass die Gastgeber aufgrund ihres Hessenpokal-Auftritts am Mittwochabend gegen den FSV Frankfurt (1:3) einen Kräfteverschleiß verzeichnen, glaubt Fink eher nicht. „Allenfalls könnte es in einem engen und intensiven Spiel in den letzten zehn Minuten ein kleiner Vorteil für uns sein.“ Zunächst sind seine Hanauer gefordert, mit einer stabilen Leistung dafür zu sorgen, dass es überhaupt ein enges Spiel geben wird.

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