Hat gekränkelt: Salvatore Bari und auch Sascha Ries sind krank, ein Einsatz für den FC Hanau 93 am Samstag beim Spitzenreiter Eintracht Stadtallendorf ist fraglich. Dafür ist Patrick Gischewski wieder fit. Archivfoto: TAP

Fußball

Hessenliga: Auswärtsstarke Hanauer zu Gast in Stadtallendorf

Fußball. Die Serie der auswärts noch ungeschlagenen Hessenliga-Fußballer des FC Hanau 93 steht am Samstag vor einer harten Probe. Der Aufsteiger aus der Grimmstadt gibt seine Visitenkarte beim aktuellen Tabellenzweiten und Regionalliga-Absteiger Eintracht Stadtallendorf ab. Spielbeginn im Herrenwaldstadion ist um 14 Uhr.

Von Frank Schneider

„Die Voraussetzungen sind klar: Stadtallendorf ist der klare Favorit. Für mich nicht nur in diesem Spiel, sondern auch auf die Meisterschaft“, meint Hanaus Trainer Michael Fink. Dass das Team von Trainer Dragan Sicaja zuletzt beim wiedererstarkten SC Hessen Dreieich eine 0:4-Niederlage kassierte, ficht Fink nicht an. „Das ändert ja nichts an der Qualität, die unser Gegner im Kader hat“, ergänzt der 37-jährige Spielertrainer. Sein Team könne demnach befreit aufspielen. „Vor dem Spiel in Fulda war die Situation ja ähnlich“, erinnert sich Fink gerne an den 2:1-Sieg im Sportpark Johannisau zurück. Am vergangenen Samstag lief es für die aktuell auf dem 13. Tabellenplatz notierten Hanauer dagegen weniger wunschgemäß.

Keine Geschenke mehr verteilen

„Wir machen in den Heimspielen zu viele einfache Fehler, die drei Gegentore waren allesamt Geschenke“, blickt Michael Fink auf das 1:3 gegen Rot-Weiß Hadamar zurück. Nach einer ausführlichen Videoanalyse am Montag gemeinsam mit der Mannschaft verstärkte sich beim Ex-Profi aber auch die Erkenntnis, dass sein Team gegen die Mittelhessen unter dem Strich kein schlechtes Spiel abgeliefert hat. „Wir hatten nach dem Anschlusstreffer weitere Chancen und wäre uns der Ausgleich gelungen, dann hätten wir womöglich noch gewonnen“, meint der HFC-Trainer. Die positiven Ansätze machen ihm für das schwierige Match in Stadtallendorf Mut.

Zur Personalsituation: Mit Sascha Ries und Salvatore Bari waren zwei Leistungsträger unter der Woche krank, ihre Einsätze sind folglich fraglich. „Sollte Sascha ausfallen, wird Dennis Gogol rechts hinten spielen“, legt sich Fink fest. Im Spiel gegen Hadamar verdiente sich der junge Gogol als Vertreter von Linksverteidiger Julian Purcell gute Noten. Ein Ausfall von Bari träfe den Aufsteiger freilich hart, zumal mit Kristijan Bejic ein weiterer Offensivspieler fehlen wird. Bejic laboriert an einer Schambeinentzündung. „Möglicherweise kommt er in diesem Jahr gar nicht mehr zum Einsatz“, erzählt Fink. Wieder in den Kader rückt dagegen Patrick Gischewski.

Stadtallendorf langt ordentlich hin

Es überrascht nach Ansicht von Hanaus Pressesprecher Hans Jung sehr, dass eine so spielstarke Mannschaft wie Eintracht Stadtallendorf bislang in der Hessenliga die mit Abstand meisten Karten (51 mal gelb, siebenmal gelb-rot und dazu eine rote Karte) kassiert und damit in der Fairnesstabelle auf dem letzten Platz rangiert.

Hier gilt, so Jung, für die 93er: Keine Provokationen zulassen, kämpferisch dagegen halten und darauf zu vertrauen, dass die FIFA-Schiedsrichterin Katrin Rafalski, die schon internationale Begegnungen im Jugendbereich gepfiffen hat, aber auch Spiele der Frauen-Bundesliga und der 3. Liga der Männer geleitet hat und bereits in der 2. Bundesliga an der Seitenlinie stand, übergroße Härten kategorisch unterbinden wird.

Info:Für seine treue Anhängerschaft bietet der HFC eine Mitfahrt im Fanbus an. Dieser startet am Samstag um 11.30 Uhr an der Heinrich-Sonnrein-Sportanlage in Hanau. Nähere Auskünfte sind unter der Rufnummer 0163/7731180 zu erfahren.

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