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Heldenbergen hat alles im Griff / Torwart Koch rettet Erlensee II einen Punkt

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Die abstiegsgefährdeten Niederissgheimer um Loris Mulas hatten gegen Marcio Jose Pires Faria (rechts) und den SV Victoria Heldenbergen nichts zu bestellen.
Die abstiegsgefährdeten Niederissgheimer um Loris Mulas hatten gegen Marcio Jose Pires Faria (rechts) und den SV Victoria Heldenbergen nichts zu bestellen. © Scheiber

Während in den Profiligen abgesehen von der Relegation alles geklärt ist, geht es in der Fußball-Kreisoberliga Hanau insbesondere im Abstiegskampf und auch in der Meisterfrage noch um Zählbares. An der Spitze könnte es vielleicht doch noch spannend werden, einen ersten Wackler zeigte der 1. FC Erlensee II jedenfalls in Langen-Bergheim, wo sich der immer noch ungeschlagene Tabellenführer bei seinem Torwart Kolin Koch bedanken konnte, dass immerhin ein Punkt gesichert werden konnte.

KSV Langen-Bergheim - 1. FC Erlensee II 1:1 (0:1): „Wir haben Erlensee das Leben schwer gemacht“, freute sich KSV-Sprecher Sebastian Rau, trauerte gleichzeitig aber den vielen nicht genutzten Chancen seiner im Abstiegskampf auf jeden Punkt angewiesenen Mannschaft nach. Bereits im ersten Durchgang scheiterte die Heimelf wiederholt an FCE-Keeper Kolin Koch. Der hatte einzig nach einer halben Stunde das Nachsehen, als Stürmer Matteo Stenger der Erlenseer Defensive enteilte und nur per Foul gestoppt werden konnte. Den fälligen Freistoß vom Strafraumeck verwandelte Sascha Seitz mit einem Flachschuss. Wie Rau berichtete, erhöhten die Gäste nach der Pause den Druck und kamen nach einem Eckball zum Ausgleich, David Nene köpfte ein (71.). Dennoch: „Dass es nicht drei Punkte geworden sind, lag vor allem am weltklasse-parierenden Kolin Koch“, so der KSV-Sprecher. Unter anderem Lukas Schmidt und Matteo Stenger scheiterten nach dem 1:1 am glänzend aufgelegten Schlussmann der Gäste. „Ich denke, dass wir die Form der letzten Wochen bestätigt haben und heute mit eine der besten Saisonleistungen gezeigt haben“, ordnete Rau das so nicht unbedingt erwartete Spielergebnis ein.

Tore: 1:0 Seitz (30.), 1:1 Nene (71.) - Zuschauer: 150 - Beste Spieler: geschlossene Mannschaftsleistung / Koch

Spvgg. Roßdorf - VfR Kesselstadt 2:5 (0:2): Ohne große Mühe konnte Erlensee-Verfolger Kesselstadt den Abstand zum Platz an der Sonne wieder etwas verkürzen. Almir Derdemez brachte den VfR früh in Führung (5.) und baute diese noch vor der Pause per verwandeltem Foulelfmeter aus (41.). „Nach dem Anschlusstreffer durch Luke Kulcsar waren wir ein bisschen am Drücker, aber der VfR hat uns dann klug ausgekontert“, fasste Spvgg.-Sprecher Dirk Schier die entscheidende Phase der Partie zusammen. Ismail Türkyilmaz (57.), Semir Agovic (65.) und der sich nach langer Verletzungspause wieder auf dem Feld ausprobierende Emir Omerovic (85.) vollendeten jene Konter zum souveränen Sieg. „Es war zu keiner Zeit so, dass wir es noch hätten drehen können“, gestand Schier, der sich über eine Wiederholung der starken Leistung der Roßdorfer gegen Erlensee II vor drei Wochen gefreut hätte.

Tore: 0:1 und 0:2 Derdemez (5. und 41./FE.), 1:2 Kulcsar (52.), 1:3 Türkyilmaz (57.), 1:4 Agovic (65.), 1:5 Omerovic (85.), 2:5 Neufeld (90.+3) - Zuschauer: 120 - Beste Spieler: Männchen / geschlossene Mannschaftsleistung

SV Kilianstädten - SV Wolfgang 6:2 (2:0): Dass die Gäste aus Hanau mitten im Abstiegskampf stecken, war zumindest für SVK-Trainer Frank Wehr nicht ersichtlich. „Es war mehr oder weniger ein Sommerkick“, empfand er. Moritz Kessler (5.) und ein Eigentor von Wolfgangs Tim Dauster (8.) brachten die frühe Führung der Hausherren, die nach der Pause erneut durch Kessler sogar auf 3:0 erhöhten. Nach Wehrs Einschätzung wurde es dann nur auf dem Papier, aber nicht wirklich auf dem Platz nochmal spannend: SVW-Torjäger Vittorio Mancari traf doppelt, darunter einmal sehenswert in den Winkel (64.). Außer einer kniffligen Elfmeter-Situation, in der Schiedsrichter Jonathan Ritter aber nicht auf den Punkt zeigte, hatten die Gäste keine nennenswerten Möglichkeiten zum Ausgleich. „Wir haben es versäumt, unsere Führung früh auszubauen und es so unnötig spannend gemacht“, analysierte der SVK-Trainer. Letzte Zweifel an einem Heimsieg zerstreute in den letzten zehn Minuten Gianluca Strollo, der das Spiel mit einem lupenreinen Hattrick beendete.

Tore: 1:0 Kessler (5.), 2:0 Dauster (8./ET.), 3:0 Kessler (59.), 3:1, 3:2 Mancari (64., 67.), 4:2, 5:2 und 6:2 Strollo (84., 88. und 90.+3) - Zuschauer: 80 - Beste Spieler: Gibaldi, Strollo, Blachutzik / Nuri

Eintracht Oberissigheim - SV Oberdorfelden 11:3 (5:1): „Der Spielstand sagt eigentlich alles aus“, beließ es Eintracht-Sprecher Michael Bellack bei einer knappen, aber eben aussagekräftigen Analyse. In der ersten halben Stunde machte Torjäger Alexander Schunck aus vier Chancen zwei Tore (4. und 27.). Den Anschlusstreffer vom insgesamt einzigen Oberdorfeldener Torschützen Anas Alafaghani (35.) beantwortete die Eintracht noch vor der Pause mit Toren von Patrick Gischewski und Konstantin Büdinger (2). Der Spielverlauf in Halbzeit zwei ähnelte dem der ersten, außer dass beide Teams jeweils noch ein Tor mehr erzielten. So schnörkellos, wie die meisten Eintracht-Treffer erzielt wurden, ergänzte Bellack seine Spielanalyse: „Oberdorfelden hat sich nach Kräften gewehrt. Die Eintracht hat guten Fußball gespielt und dementsprechend hoch gewonnen.“

Tore: 1:0 und 2:0 Schunck (4. und 27.), 2:1 Alafaghani (35.), 3:1 Gischewski (38.), 4:1 und 5:1 Büdinger (45. und 45.+2), 5:2 Alafaghani (54.), 6:2 Dritsos (57.), 7:2 Maisch (65.), 8:2 Schunck (67.), 9:2 Schwarzer (71.), 10:2 Kolodziej (75.), 11:2 Büdinger (79.), 11:3 Alafaghani (89.) - Zuschauer: 50 - Beste Spieler: beide geschlossene Mannschaftsleistung

FSV Bischofsheim - 1. FC Hochstadt 2:2 (2:1): „Wir müssen am Ende akzeptieren, dass wir den Ausgleich kriegen, weil wir zu schnell in den Verwaltungsmodus umgeschaltet haben“, ärgerte sich FSV-Sprecher Klaus Pawlytko. Der FSV war gleich voll im Spiel drin und ging durch Andre Rosenberger (7.) und Eldin Fazli (14.) früh mit 2:0 in Führung. „Wie fast schon befürchtet, haben wir danach den Spielfluss verloren“, deutet der Sprecher auf ein dem Verein wohl schon bekanntes Problem hin. „Oft stand Hochstadts Torwart Michael Waldert oder unsere eigene Unentschlossenheit im Weg“, so Pawlytko. Der FCH nutzte dies und kam durch einen Kopfball von Cihan Deger (38.) und mit einer die FSV-Defensive überraschenden Freistoßvariante, vollendet von Jürgen Bufi (78.), zum Ausgleich. Danach hatten beide Maintaler Teams keine Chance mehr, das Derby für sich zu entscheiden.

Tore: 1:0 Rosenberger (7.), 2:0 Fazli (14.), 2:1 Deger (38.), 2:2 Bufi (78.) - Zuschauer: 100 - Beste Spieler: beide geschlossene Mannschaftsleistung

Kewa Wachenbuchen - Germania Niederrodenbach 2:0 (1:0): „Das Spiel einen Sommerkick zu nennen, wäre übertrieben, aber man hat gesehen, dass es für beide Teams um nichts mehr geht“, beobachtete Kewa-Sprecher Dennis Holderried. Wachenbuchens Stürmer Elias Zafar hatte jedoch eine Mission: Sich selbst an seinem Geburtstag ein Geschenk zu machen, was ihm in doppelter Ausführung gelang. Seine Tore brachten der Kewa den ungefährdeten Heimsieg. Beide Treffer schön verpackt, beziehungsweise vorbereitet hatte der spielstarke Cedric Schmidt. Die Gäste kamen nur einmal halbwegs gefährlich zum Abschluss (75.), ansonsten bilanzierte Holderried: „An dem verdienten Sieg gab es nichts zu rütteln.“

Tore: 1:0 und 2:0 Zafar (19. und 57.) - Zuschauer: 50 - Beste Spieler: C. Schmidt, Zafar / geschlossene Mannschaftsleistung

SV Victoria Heldenbergen - TSV Niederissigheim 5:1 (2:0): Kurz nach Justin Pollaks Führungstreffer (14.) hatte TSV-Knipser Dominic Bernard die dicke Chance auf den Ausgleich, scheiterte jedoch an Torwart Kevin Christiansen. Da die Victoria „weitaus mehr vom Spiel hatte“, wie Spielausschussvorsitzender Herbert Appel berichtete, folgte noch vor der Pause das 2:0 durch Alexander Deutschmann (26.) und kurz nach Wiederanpfiff das 3:0 erneut durch Pollak (46.). Zwar traf Bernard nach starkem Dribbling doch noch (55.), aber „wir haben direkt nachgelegt und da war der Käse gegessen“, kommentierte Appel die Antwort der Heimelf. Einen langen Pass von Deutschmann veredelte Janik Nicolaus mit einem Heber über TSV-Keeper Florian Reim zum 4:1 (57.), Marcio Jose Pires Faria steuerte mit dem 5:1 das den Endstand definierende letzte Tor bei (62.).

Tore: 1:0 Pollak (14.), 2:0 Deutschmann (26.), 3:0 Pollak (46.), 3:1 Bernard (55.), 4:1 Nicolaus (57.), 5:1 Pires Faria (62.) - Zuschauer: 50 - Beste Spieler: beide geschlossene Mannschaftsleistung

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