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Heimsieg nach Anlaufschwierigkeiten: HSG Hanau drückt gegen Budenheim auf das Tempo

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Von: Robert Giese

Etwas holprig verlief der Start in den Pflichtspielbetrieb des neuen Jahres für David Rivic (am Ball) und die HSG Hanau. Letztlich feierte die HSG einen Sieg gegen die Sportfreunde Budenheim.
Etwas holprig verlief der Start in den Pflichtspielbetrieb des neuen Jahres für David Rivic (am Ball) und die HSG Hanau. Letztlich feierte die HSG einen Sieg gegen die Sportfreunde Budenheim. © Scheiber

Nach sechswöchiger Winterpause hat Handball-Drittligist HSG Hanau am Freitagabend das erste Pflichtspiel des neuen Jahres bestritten. Den Tabellenneunten DJK Sportfreunde Budenheim zwang das Team von Hannes Geist dabei am Ende zwar klar mit 35:22 (15:8) nieder, die fehlende Spielpraxis war dem Tabellenführer aber vor allem in der Anfangsviertelstunde anzumerken.

Hanau – Dabei hatte die Partie eigentlich genau so begonnen, wie sich HSG-Coach Hannes Geist das im Vorfeld vorgestellt haben dürfte: Nach einem erfolglosen Angriff der Gäste schalteten die Hanauer schnell um und setzten Linkshänder Luca Braun in Szene, der sich energisch durch die noch ungeordnete DJK-Abwehr wühlte und zur frühen Führung traf. Das sollte für einige Minuten allerdings das einzige Erfolgserlebnis der Hanauer bleiben, die sich gerade im Tempospiel ungewöhnlich viele Fehler leisteten und dadurch einige Ballverluste hatten.

In der Defensive hingegen hatte die HSG offensichtlich nichts verlernt, denn die 6:0-Abwehr der Hausherren stand sehr stabil und hatte in Sebastian Schermuly einen aufmerksamen Schlussmann hinter sich, der zunächst alle Torchancen der Budenheimer vereitelte. Nachdem sich am Spielstand einige Minuten lang nichts geändert hatte, zogen die Grimmstädter - gestützt auf ihre gute Deckung - nach zehn Minuten auf 5:2 davon.

Da die Hanauer in der Folge aber aus aussichtsreicher Position in Gäste-Torwart Felix Kadow mehrmals ihren Meister fanden, holte Budenheim rasch wieder auf. Im Angriff versuchte es der Tabellenneunte, nachdem die Rückraumspieler immer wieder am starken Block der HSG gescheitert waren, verstärkt über die Außenspieler und konnte Schermuly dadurch überwinden. Geist nahm nach einer Viertelstunde eine Auszeit, doch den Budenheimern gelang kurz darauf dennoch der Treffer zur 6:5-Führung für die DJK. „Wir haben anfangs“, kommentierte der Hanauer Trainer die durchwachsene Leistung seiner Mannschaft in der Anfangsviertelstunde, „einfach zu viele Bälle liegen gelassen.“

Hanauer Tempospiel entscheidet die Begegnung

In der verbleibenden Zeit bis zum Seitenwechsel machten es die Gastgeber dann aber besser, agierten deutlich konzentrierter und ließen Budenheim damit keine Chance. Beim Pausenpfiff hatte sich die HSG folglich schon eine Sieben-Tore-Führung herausgespielt, die nach Wiederanpfiff innerhalb von fünf Minuten auf elf Treffer anwuchs - der Tabellenneunte hatte es da mit einer offensiven Deckung versucht, die aber fürchterlich in die Hose ging, weil Hanau seine Kreisläufer immer wieder geschickt in Szene setzte und voll aufs Tempo drückte. „Dass wir versucht haben, beim Tempospiel mitzugehen, hat uns das Genick gebrochen“, meinte DJK-Coach Volker Schuster nach dem Abpfiff, „da hat die HSG uns überrannt.“

Ab diesem Zeitpunkt war die Partie entschieden, weshalb Geist kräftig durchwechselte, unter anderem konnte sich Henrik Naß im Tor beweisen. Auch taktisch konnte der HSG-Coach einige Umstellungen vornehmen und stellte von einer 6:0-Deckung auf eine 5:1-Abwehr mit Lucas Lorenz als Vorgezogen um - der Kreisläufer sollte mit sechs Treffern am Ende erfolgreichster Torschütze der Partie werden.

Durch die zahlreichen Umstellungen verloren die Hausherren ein bisschen den Faden, was angesichts des deutlichen Vorsprungs aber nicht weiter ins Gewicht fiel, der 35:22 (15:8)-Sieg geriet nicht mehr in Gefahr und war nach Ansicht des Gästetrainers „auch in der Höhe verdient.“ Geist freute sich derweil über einen am Ende souveränen Auftakt, auch wenn seinem Team anzumerken gewesen sei, „dass wir im Dezember unser letztes Pflichtspiel hatten und deshalb etwas Zeit gebraucht haben.“

Durch den Kantersieg festigt Hanau seinen Platz an der Tabellenspitze der Staffel E, und auch Maximilian Bergold kann sich weiter über den Platz an der Sonne freuen: Der Hanauer kam am Freitag auf vier weitere Treffer von der Siebenmeterlinie und baute seinen Vorsprung in dieser Kategorie auf Maximilian Grethen, der HSG-Schlussmann Schermuly nicht überwinden konnte, auf sechs Tore aus. (Von Robert Giese)

HSG Hanau: Naß, Schermuly (1); Bergold (5/4), Braun (5), Brüggemann (2), Christoffel (1), Gerst, Horn (1), Lorenz (6), Marquardt (3), Pillmann (3), Ritter (1), Rivic (1), Ruppert (1), Strohl (2) - Schiedsrichter: Becker / Nickel - Siebenmeter: HSG 4/4, DJK 2/0 - Zeitstrafen: HSG 1, DJK 4 - Zuschauer: 143.

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