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Steht ihm richtig gut: Dominik Klein, Weltmeister von 2007, läuft beim Mindderby für die HSG Hanau auf und unterstützt damit die Aktion.

Fiktives Handballspiel zwischen HSG Hanau und TV Gelnhausen

Transferhammer vor dem Mindderby: Weltmeister Dominik Klein spielt für die HSG Hanau

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Der HSG Hanau ist einerseits vor dem Mindderby gegen den TV Gelnhausen ein echter Transferhammer gelungen, andererseits fällt Kapitän und Stammkeeper Sebastian Schermuly verletzt aus.

Dafür läuft mit Dominik Klein ein Weltmeister von 2007, achtfacher deutscher Meister und dreifacher Champions-League-Sieger mit dem THW Kiel für die HSG Hanau auf. Bereits am 11. April im Mindderby gegen den TV Gelnhausen wird der Linksaußen für die Grimmstädter auflaufenn.

Karriere war eigentlich schon beendet

Eigentlich hatte der mittlerweile 36-Jährige vor zwei Jahren seine Handball-Karriere beendet. Spiele gegen den TV Gelnhausen sind für Klein aber nichts Neues. „Als Eigengewächs des Tuspo Obernburg haben wir uns früher einige hitzige Duelle mit Gelnhausen geliefert. Ich weiß also, was auf mich im Mindderby zukommt“, sagt Klein, der gerne mit seiner Lieblingsnummer 33 aufgelaufen wäre.

Die jedoch ist aktuell von HSG-Keeper Fabian Tomm belegt, der den an der Hand verletzten Schermuly ersetzen muss. „Um das Derby spielen zu können, nehme ich aber auch gerne die Nummer 14“, sagt Dominik Klein. HSG-Coach Oliver Lücke freut sich auf die Zusammenarbeit. „Die Verpflichtung von Dominik ist natürlich eine Riesengeschichte für uns. Mit ihm sind wir im Angriff deutlich variantenreicher. Ich freue mich sehr auf die virtuelle Zusammenarbeit mit einem solchen Ausnahmehandballer.“

Weltmeister unterstützt HA-Aktion während der Corona-Pandemie

Natürlich wird Klein, der 2018 seine glanzvolle Karriere beendet hatte, nicht wirklich auf dem Parkett stehen und für die HSG Hanau auf Torejagd gehen. Schließlich sind während der Corona-Pandemie sämtliche sportliche Aktivitäten dieser Form nicht möglich. Doch mit seiner fiktiven Vertragsunterzeichnung unterstützt Klein eine besondere Aktion der HSG Hanau.

Gemeinsam mit dem HANAUER ANZEIGER ruft der Drittligist alle kreativen Köpfe auf, einen fiktiven Spielbericht zum Derby der HSG Hanau gegen den TV Gelnhausen zu schreiben und an den HA (sport@hanauer.de) zu schicken. Einsendeschluss ist der 11. April. Der kreativste Beitrag gewinnt und wird im HA veröffentlicht. Einzige Vorgabe: Das Ergebnis sollte für ein Handballspiel realistisch sein. Ausgeschlossen von dem Wettbewerb sind Mitarbeiter einer Zeitung und deren Angehörige. Als Jury fungiert die Sportredaktion des HANAUER ANZEIGER. Der Sieger gewinnt das von Dominik Klein handsignierte Trikot der HSG Hanau mit der Nummer 14. Auch der Zweit- und Drittplatzierte gehen nicht leer aus und erhalten jeweils einen Einkaufsgutschein des HSG-Partners Sport Jung. 

Klein lobt kreative Idee - Corona-Pandemie verhindert reguläres Derby

Eigentlich hätte das Spiel regulär am 22. März stattfinden sollen, doch die Corona-Pandemie machte nicht nur die Austragung dieses Spiels zunichte, sondern hält derzeit den gesamten Sport weltweit im Würgegriff. „Kreative Ideen sind aktuell mehr denn je gefragt, um mit dieser Situation umzugehen. Daher unterstütze ich die Aktion der HSG Hanau sehr gerne. Zumal alle Einnahmen für die Hinterbliebenen der Anschlagsopfer vom 19. Februar gehen“, sagt Klein.

Sponsor und HSG-Partner Terramag hat angekündigt, pro erzieltem Treffer aus dem fiktiven Sieger-Spielbericht fünf Euro zu spenden. Pro Zuschauer legt das Hanauer Unternehmen noch einmal einen Euro drauf. Um die Zuschauerzahl zu ermitteln, gibt es daher einen offiziellen Ticketverkauf. Unter www.hsghanau.de/tickets können alle Interessierten für drei Euro Karten für das Mindderby erwerben – aktuell sind über 100 Karten verkauft. Auch sämtliche Einnahmen aus dem Ticketverkauf werden zugunsten der Hinterbliebenen der Anschlagsopfer gespendet.

Einnahmen werden an Hinterbliebene des Anschlags von Hanau gespendet

„Wir wollen einfach nicht hinnehmen, dass die Corona-Pandemie dazu führt, dass der feige Terroranschlag in Vergessenheit gerät und die Hilfe für die Opferfamilien darunter leidet“, sagt Teramag-Geschäftsführer Thomas Müller, der auch die Idee zu dem fiktiven Mindderby hatte. Und auch für die Beteiligten ist das Mindderby eine willkommene Abwechslung in Zeiten der Corona-Pandemie. HSG-Kapitän Sebastian Schermuly hat trotz seines Ausfalls keine Zweifel, wer das fiktive Spiel gewinnt: „Fabian wird die Hütte vernageln. Wir werden wahrscheinlich wenig Gegentore kassieren."

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