Die Seiten gewechselt: Kristina Lorenz (Mitte) geht nach der Auflösung des Hanauer Teams für Bruchköbel auf Torejagd.   
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Die Seiten gewechselt: Kristina Lorenz (Mitte) geht nach der Auflösung des Hanauer Teams für Bruchköbel auf Torejagd.

Handball

Bezirksoberliga der Frauen: Das sind die vier Teams aus der Region

  • vonPer Bergmann
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Die Bezirksoberliga der Frauen startet am Samstag mit vier Teams aus der Hanauer Region. Die HSG Hanau, die die Liga über Jahre dominierte, hinterlässt eine Lücke an der Tabellenspitze. Mehrere Mannschaften schicken sich an, diese Chance zu nutzen.

Handball – Für die „Thekenelfen“, die sich als Klassenprimus der BOL vom Spielbetrieb abmeldeten, kommt Aufsteiger HSG Maintal als viertes Team aus der Region in die Liga. Für die Maintalerinnen sowie das Team des TV Langenselbold II geht zunächst darum, den Klassenerhalt frühzeitig zu sichern. Die HSG Preagberg und die SG Bruchköbel hingegen wollen in der kommenden Spielzeit das obere Tabellendrittel angreifen.

SG Bruchköbel

Die SG Bruchköbel landete in der vergangenen Saison mit 21:15 Punkten auf dem sechsten Platz. Trainer Benjamin Gast sieht sein Team „gut gerüstet für den Saisonstart“. Seine Mannschaft sei voller „Vorfreude, dass es am Wochenende endlich losgeht“. Ein Wermutstropfen sei dabei die Verletzung von Chiara Strohl (Kreuzbandriss) im ersten Testspiel der Vorbereitung. Trotz dieses Rückschlags peilen die Bruchköblerinnen einen „Platz im oberen Tabellendrittel“ an. Der Kader konnte zusammen gehalten und punktuell verstärkt werden. Mit Kristina Lorenz von der HSG Hanau kommt eine der BOL-Toptorschützinnen der vergangenen Jahre nach Bruchköbel.

Zuletzt erzielte sie 96 Tore in 14 Spielen für die „Thekenelfen“. Lorenz werde für „mehr Durchschlagskraft im Rückraum“ sorgen, ist sich Gast sicher. Zum Saisonstart trifft die SG Bruchköbel am Sonntag, um 14.45 Uhr auswärts auf die HSG Obertshausen/Heusenstamm.

HSG Preagberg

Die HSG Preagberg zählt mittlerweile zu den etablierten Teams in der Bezirksoberliga. In ihrem vorletzten Spiel vor dem vorzeitigen Saisonende bezwangen die Preagbergerinnen den späteren Meister Hanau. Nicht nur die Trainer der anderen Mannschaften sehen in Preagberg eines der Spitzenteams der Liga. HSG-Coach Dennis Weih gibt als Saisonziel „Platz eins bis drei“ aus.

Die HSG Preagberg um Alina Lindner (am Ball) könnte in dieser Saison oben angreifen. Der TV Langenselbold II dagegen peilt den Klassenerhalt an.

„Wir wollen uns stetig verbessern“, stellt Weih klar. Die Lücke, die die HSG Hanau hinterlassen habe, biete Chancen „für Teams wie Oberhessen, Bruchköbel und auch für uns“. Mit Co- und Torwarttrainer Stefan Menge habe Weih zur Vorbereitung einen wichtigen Neuzugang für sein Team gewinnen können, der ihn an der Seitenlinie entlaste. „Wir haben eine ausgeglichene, eingespielte Mannschaft und wollen von Anfang an Gas geben“, so Weih. „Schließlich weiß niemand, wie lange die Saison überhaupt geht.“ Die HSG Preagberg muss am Samstag, um 19 Uhr zum Derby beim TV Langenselbold II antreten.

TV Langenselbold II

Die Verantwortlichen des TV Langenselbold II erwarten eine schwere Saison, in der es „zunächst nur um den Klassenerhalt“ gehen könne, sagt Ilse Ruhlandt, die die zweite Mannschaft der Selbolderinnen zusammen mit Marius Neukamp betreut. Mit 13:23 Punkten belegte der TVL in der abgelaufenen Spielzeit Platz neun.

Ruhlandt ist seit 40 Jahren Jugendtrainerin und kümmert sich mit ihrem Trainerkollegen parallel um die Langenselbolder A-Jugend. Punktuell, „wenn es der Spielplan zulässt“, soll deshalb auch der Nachwuchs an die zweite Mannschaft herangeführt werden. „Der Kern der Mannschaft spielt nun schon zwei bis drei Jahre zusammen“, blickt Ruhlandt auf einen erfahrenen Kader um Spielerinnen wie Svenja Marquard und Jennifer Naidzinavicius. Auf der Position der Torhüterin konnte sich der TVL mit Patricia Neubauer von der HSG Hanau verstärken. In seinem ersten Saisonspiel trifft der TV Langenselbold II am Samstag, um 19 Uhr in eigener Halle auf die HSG Preagberg.

HSG Maintal

Mit Arno Lang sicherte sich Aufsteiger Maintal vor einigen Wochen die Dienste des Trainers, der die „Thekenelfen“ in ihrem letzten Jahr zum Meistertitel führte. Mit seinem neuen Team gehe es für Lang zunächst darum, „möglichst früh nichts mehr mit dem Abstieg zu tun zu haben“.

Für das Ziel Klassenerhalt steht dem 52-Jährigen eine ausgeglichene Mannschaft zur Verfügung, in der „jede Position doppelt besetzt“ ist. „Eine gute Mischung aus erfahrenen und jungen Spielerinnen“, die sich in den vergangenen Wochen „hochmotiviert“ gezeigt habe. „Die Mädels sind heiß auf den Saisonstart.“ Lang erwartet „eine schwere Saison“ mit „drei bis vier Teams, die etwa auf unserem Niveau sind“.

Los geht es für die HSG Maintal am Sonntag, 18. Oktober, um 16 Uhr mit einem Auswärtsspiel beim TV Altenhaßlau.

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