Dynamisch in die neue Liga: Sebastian Siegmund und die HSG Hanau II sind fit für die Oberliga. 
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Dynamisch in die neue Liga: Sebastian Siegmund und die HSG Hanau II sind fit für die Oberliga. Archiv

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Athletisch auf einem neuen Level: HSG Hanau II startet in die Handball-Oberliga

  • vonRobert Giese
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Endlich darf die HSG Hanau II in das Unterfangen Handball-Oberliga starten. Nach einer langen Spielpause und der Verlegung des Saisonstarts in den Oktober scharrt der Aufsteiger mit den Hufen und ist sich sicher, dass er in Hessens höchster Liga mithalten kann.

Hanau – Nach mehreren Anläufen haben die Handballer der HSG Hanau II in der vergangenen Saison den Aufstieg in die Oberliga unter Dach und Fach gebracht, und dort wollen sich die Hanauer festsetzen. Mit einem eingespielten Kader setzt Trainer Norbert Wess dabei vor allem auf die Weiterentwicklung seiner Mannschaft und seiner Spielsysteme, um den neuen Herausforderungen gewappnet zu sein.

Die diesmal „schier endlose“ Saisonvorbereitung hat Wess vor allem genutzt, um seine Mannschaft athletisch auf ein neues Level zu heben. „Spielerisch können wir in der Oberliga mithalten“, erklärt der HSG-Coach den Gedanken dahinter, „aber wir brauchen eine größere Robustheit und mehr Durchsetzungsvermögen.“ In Hessens höchster Liga werde seine Mannschaft häufiger in den Positionsangriff müssen, wo es auf die Athletik ankomme – diese helfe letzten Endes auch in der Defensive, wo die Hanauer „geschlossener und stabiler“ auftreten müssten, um zu bestehen.

HSG Hanau hat nur einen externen Neuzugang

Dies gilt umso mehr, da die HSG in Linkshänder Markus Kirchherr nur einen externen Neuzugang hat, die restlichen „Neuen“ kommen entweder aus der eigenen Jugend oder sind alte Bekannte wie Routinier Andreas Neumann oder Rekonvaleszent Janik Kegelmann, der nach mehreren schweren Verletzungen wieder angreifen will. Andere Spieler wie Nicolai Mehlitz oder Julian Niederhüfner werden hingegen aus beruflichen oder gesundheitlichen Gründen nur noch eingeschränkt zur Verfügung stehen, der HSG-Kader ist dennoch breiter aufgestellt als in der Vorsaison.

„Unsere Grundstruktur steht“, so Wess, „aber am Feintuning haben wir intensiv gearbeitet.“ Das Timing, die Abläufe, eine höhere Schnelligkeit – überall hat der HSG-Coach reichlich Feinschliff betrieben und betreibt ihn weiterhin. Wertvolle Unterstützung bekommt Wess dabei von seinem neuen Co-Trainer Jan Kukla, der sehr engagiert arbeite.

Team der HSG Hanau hat an der Fitness gearbeitet

Mittlerweile haben die Hanauer zwei verschiedene Abwehrsysteme verinnerlicht und beherrschen neben der 6:0-Deckung auch die 3:2:1-Variante, mit der sich Gegner besser unter Druck setzen lassen. Gefeilt hat die HSG außerdem am eigenen Rückzugsverhalten: „In der Oberliga ist jede Mannschaft in der Lage, Fehler sofort zu bestrafen“, weiß Wess, deswegen müsse sein Team nicht nur nach vorne, sondern auch nach hinten mit Tempo arbeiten. Tempospiel und damit verbunden leichte Tore über die Erste und Zweite Welle, bleibt auch in der neuen Spielzeit ein Grundpfeiler des Spielstils der HSG. Und das Team habe so gut an der Fitness gearbeitet, dass es „von der ersten bis zur letzten Minute“ hohes Tempo gehen könne. In den Testspielen hat sich der Aufsteiger auch bei Gegnern gut verkauft, gegen die es in der Vergangenheit Probleme hatte. „Wo wir stehen, werden wir aber erst nach ein paar Spieltagen sehen“, gibt der HSG-Coach zu bedenken, und da es am Ende der Runde mehr Absteiger als üblich gebe, müsse sein Team „schon so früh wie möglich Punkte sammeln“.

Zu den vielen neuen Herausforderungen werde sich in der Oberliga eine weitere, mentale dazugesellen: „Wir werden lernen müssen, mit Rückschlägen umzugehen“, stellt Wess klar, also sowohl mit Rückständen innerhalb eines Spiels als auch mit mehr Niederlagen als in den vergangenen Jahren.

Norbert Wess ist aber vor Rundenstart optimistisch: „Ich bin guter Dinge, dass wir uns durchsetzen können, und es wird höchste Zeit, dass es wieder losgeht.“

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