Voll fokussiert: Philipp Ahouansou steht mit den A-Junioren der Rhein-Neckar Löwen im Finale um die deutsche Meisterschaft. Archivfoto: Rene Weiss

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Hanauer Unterstützung für Philipp Ahouansou für die Meisterschaft

Handball. Philipp Ahouansou ist mit den A-Junioren der Rhein-Neckar Löwen nach dem 34:29-Sieg gegen den TSV Burgdorf ins Finale um die deutsche Meisterschaft eingezogen.

Von Julia MeissDer gebürtige Kesselstädter, der erst kürzlich bei den Löwen einen Profivertrag unterschrieben hat, trifft nun in Hin- und Rückspiel mit den Junglöwen auf den Bundesliga-Nachwuchs der SG Flensburg-Handewitt. Das Team um Ahouansou genießt am heutigen Samstag Heimrecht (19 Uhr, Stadthalle Östringen) und will sich für das Rückspiel am Samstag, 1. Juni (20 Uhr), in Flensburg in eine gute Ausgangsposition bringen. Die SG Flensburg-Handewitt hat sich mit zwei Siegen im Halbfinale gegen die Hessen der JSG Melsungen/Körle/Guxhagen durchgesetzt.

Die Löwen haben zuletzt 2008 den deutschen Meistertitel der A-Junioren geholt. Damals gehörten die heutigen Profis Patrick Groetzki und Michel Abt der Meistermannschaft an. Aber auch der Gegner wird bis in die Haarspitzen motiviert sein, denn es wäre der erste deutsche Meistertitel für den Nachwuchs des Bundesligisten SG Flensburg/Handewitt.

Ahouansou räumt seinem Team gute Chancen ein

„Wir haben ziemlich gute Chancen, auch wenn Flensburg von der Videoanalyse her ein harter Gegner ist“, rechnet Philipp Ahounasou seinem Team gute Chancen aus. „Wir haben die besten Voraussetzungen. Zwar sind einige Spieler leicht angeschlagen, aber keiner fällt aus“, sagt der Modellathlet, der auf der Königsposition im linken Rückraum zuhause ist und gerne wieder den Titel nach Östringen und Kronau – die Stammvereine der Rhein-Neckar Löwen – holen möchte.

Philipp Ahouansou kann dabei auf Unterstützung aus der Heimat setzen. Seitdem der Rückraumspieler von der HSG Hanau zu den Rhein-Neckar Löwen wechselte, reisen immer wieder Hanauer Schlachtenbummler zu den Spielen an. Auch diesmal wird eine Hanauer Delegation den Weg nach Baden-Württemberg antreten und für lautstarke Unterstützung sorgen. Beim Hinspiel dabei sind auf jeden Fall Philipp Ahouansous Familie und sein bester Kumpel Tarek Marschall, der auch die Viertelfinalpartie gegen Berlin live in der Halle verfolgt hat. Was eine enge Kiste war, denn gegen den Bundesliga-Nachwuchs der Füchse Berlin setzten sich die Löwen aufgrund des besseren Torverhältnisses durch. Dank des 26:23-Hinspielsieges in Berlin kamen die Löwen trotz der 27:28-Rückspielniederlage weiter.

Glückwünsche aus Hanau

Youngster Tarek Marschall, der mittlerweile fest zum Stammpersonal des Drittligisten HSG Hanau gehört, wäre auch gerne beim entscheidenden Final-Rückspiel in Flensburg dabei gewesen. „Das hätte ich gerne gemacht, denn ich habe Familie in Bremen und hätte das mit einem Besuch verknüpft. Aber an dem Wochenende bin ich auf Abschlussfahrt mit der Mannschaft“, erzählt der Rückraumspieler von seinen eigenen handballerischen „Pflichten“.

In jedem Fall drückt er seinem früheren Mitspieler Ahouansou, auf den der ebenfalls talentierte Tarek Marschall große Stücke hält, die Daumen: „Die Chancen stehen gut, wenn sie als Team zusammen spielen. Philipp hat im Halbfinale nicht gespielt und die Mannschaft hat es trotzdem geschafft, weil sie als Team funktioniert hat.“

Zweites Finalspiel fürPhilipp Ahouansou

Dass Ahouansou nicht gespielt hat, war eine reine Vorsichtmaßnahme wie er selbst sagt: „Ich hatte eine leichte Muskelzerrung im Bauch. Ich hätte spielen können, wurde aber geschont, um fürs Finale fit zu sein.“ Mit Finalspielen um die deutsche Meisterschaft kennt er sich außerdem schon aus.

Bereits in der vergangenen Saison, damals aber mit den B-Junioren der Rhein-Neckar Löwen, zog Philipp Ahouansou bereits ins Finale um die deutsche Meisterschaft ein, holte aber „nur“ den Vizetitel. Diesmal soll es besser laufen – mit Unterstützung aus der Heimat.

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