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Hanauer Basketballer unterliegen im Derby bei Frankfurt Skyliners Juniors mit 77:82

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Von: Jörg Moll

Erfolgreich gegen den Ex-Club: Marco Völler (links) bearbeitet hier Hanaus Topscorer Dewrell Tisdale Jr., dessen 25 Zähler nicht für Zählbares reichten.
Erfolgreich gegen den Ex-Club: Marco Völler (links) bearbeitet hier Hanaus Topscorer Dewrell Tisdale Jr., dessen 25 Zähler nicht für Zählbares reichten. © Scheiber

Der Wiedereinstieg nach der Corona-Zwangspause ist den Basketballern der Hanau White Wings missglückt. Das Team von Cheftrainer Kamil Piechucki unterlag im Hessenderby bei den Frankfurt Skyliners Juniors mit 77:82 und muss als Tabellenneunter mit vier Zählern Rückstand auf Platz acht mehr denn je um die Play-off-Teilnahme in der 3. Basketball-Liga ProB bangen.

Frankfurt – „Wir werden schon drei der letzten fünf Spiele gewinnen müssen, um in der Verlosung dabei zu sein“, hatte Hanaus Geschäftsführer Sebastian Lübeck vor dem Gastspiel in Frankfurt vermutet. In Spiel eins nach der coronabedingten Pause war für die Hanauer durchaus mehr drin. Die Frankfurter, in deren Reihen neben dem Bruchköbeler Calvin Schaum Ex-Profi Marco Völler (12 Punkte) sowie die zum Bundesliga-Kader zählenden Jordan Samare (11) und vor allem Matthew Meredith (27) mitwirkten, hatten den besseren Start.

Dann aber hielten die White Wings die Partie offen, lagen nach dem ersten Viertel mit 26:27 knapp hinten. Ganz anders verlief das zweite Viertel, in dem die Gastgeber den Brüder-Grimm-Städtern kaum Zählbares gestatteten. Dazu häuften sich Fehler und eine ausbaufähige Wurfquote. Lediglich neun Zähler gelangen den White Wings in diesem Durchgang. Zur Halbzeit gingen sie mit einem 35:47-Rückstand vom Feld. Dann aber drehten Matthias Fichtner und Dion Mohammed Braimoh auf, brachten ihr Team mit je zwei Dreiern und einer verbesserten Wurfausbeute wieder heran. Kurz vor dem Ende des dritten Viertels stand es 52:52. Doch die Juniors befreiten sich immer wieder aus den Fängen der Hanauer, legten wieder eine knappe Führung vor.

Daran änderte sich auch im Schlussabschnitt wenig, der am Ende immer zerfahrener und hektischer verlief. Die White Wings versuchten ihr Heil mit schnellen Abschlüssen, was aber zu selten gelang. Zudem erlaubten sie sich einige leichte Ballverluste und weiterhin zu viele Fehlwürfe, vor allem jenseits der Drei-Punkte-Linie gelang so gut wie nichts mehr. Und weil die Frankfurter in Matthew Meredith, der am Ende auf 27 Zähler kam, immer eine Antwort parat hatten, wurde es nichts mit dem so ersehnten Erfolg beim hessischen Rivalen. Daran änderten auch zwei Auszeiten nichts mehr. Die Frankfurter schaukelten den Erfolg letztlich sicher über die Bühne.

Die Hanauer traten mit hängenden Köpfen die kurze Heimreise an. Die Enttäuschung über die knappe Niederlage machte allen schwer zu schaffen. „Ich bin leer, daher kein Kommentar von mir“, sagte Lübeck. Die vielen unnötigen Fehler hatten auch ihm zugesetzt und natürlich die nunmehr stark eingetrübten Aussichten auf as Erreichen der Play-offs.  jm

Hanau White Wings: Tisdale jr (25), Braimoh (16), Hecker (7), Krause (2), Stenger, Vasovic (5), Walz (8), Demetrio (2), Eibelshäuser, Loh (3), Fichtner (9)

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