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Hanau White Wings müssen sich nach 69:83 in Erfurt auf Abstiegsrunde einstellen

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Von: Jörn Polzin

„JD“ Tisdale konnte sich in Erfurt nur selten in Szene setzen. Er uns seine Teamkollegen der Hanau White Wings enttäuschten.
„JD“ Tisdale konnte sich in Erfurt nur selten in Szene setzen. Er uns seine Teamkollegen der Hanau White Wings enttäuschten. © Duehse

Der Play-off-Zug ist für die Hanau White Wings abgefahren. Zwar besteht rechnerisch bei vier Punkten Rückstand auf den Tabellensiebten BBC Coburg und den Achten TSV Oberhaching noch eine Minimalchance, doch ist der Basketball-Drittligist nach der 69:83-Niederlage in Erfurt gut beraten, den Fokus auf die Abstiegsrunde zu richten. Für die White Wings in dieser Form – so viel ist klar – geht es nur um den Klassenerhalt.

Hanau – Das musste auch der bediente Geschäftsführer Sebastian Lübeck einräumen. „Das war in der ersten Hälfte gar nichts. So wohl was die Einstellung als auch die Spielweise angeht“, zürnte er mit Blick auf den 25:45-Pausenstand. „Gelinde gesagt war es sehr, sehr verbesserungswürdig.“ Die bessere zweite Hälfte seiner Mannschaft konnte ihn nur leicht besänftigen. „Da ist durch Niklas Krause und Dion Braimoh etwas mehr Zug drin gewesen. Insgesamt war es aber traurig und enttäuschend.“

Unter der Woche hatte der Geschäftsführer noch auf die Bedeutung der Begegnung hingewiesen, um die Außenseiterchance auf die Play-offs zu wahren, zumindest aber wichtige Punkte für die Play-downs zu sammeln und Gießen auf Distanz zu halten. Doch während die Mittelhessen nach hartem Kampf gegen Oberhaching gewannen und die nun punktgleichen White Wings von Platz neun verdrängten, lieferten diese zunächst eine ähnlich matte Vorstellung ab wie im ersten Viertel bei der 77:82-Niederlage in Frankfurt.

Nach zwei Minuten stand bereits ein 0:11 auf der Anzeigetafel und der wie Lübeck konsterniert wirkende Trainer Kamil Piechucki sah sich gezwungen, die erste Auszeit zu nehmen. Während der Tabellenvierte aus Erfurt gut im Spiel war und fleißig traf, brauchten die Hanauer zwei Freiwürfe von Niklas Krause, um offensiv erstmals positiv in Erscheinung zu treten.

Überhaupt war der junge Spielmacher einer der wenigen, der sich wehrte, etwas zutraute, zum Korb zog und seine Würfe verwandelte. Am Ende standen für ihn 19 Punkte zu Buche – eine Marke, die er schon zwei Mal zuvor erreicht hatte.

Die meisten Hanauer Angriffsbemühungen endeten jedoch mit Fahrkarten, Fehlpässen oder geblockten Würfen. Hinzu kam die deutliche Unterlegenheit bei den Rebounds (30:41), die der Favorit mit einfachen Punkten bestrafte und auf 29:10 (10.) davonzog. Die ernüchternde Bilanz bis zu dem Zeitpunkt auf Seiten der White Wings: drei Treffer bei 15 Versuchen aus dem freien Spiel.

Angeführt von Krause fanden die Gäste im zweiten Viertel etwas besser in ihren Rhythmus und schafften es, auf 23:33 zu verkürzen. Doch es blieb ein Aufflackern. Die Gastgeber um die starken Tyseem Lyles (24 Punkte) und Noah Kamden (23) konterten per 10:0-Lauf und erarbeiteten sich einen sicheren 20-Punkte-Vorsprung zur Pause.

Eine zu große Hypothek für die Hanauer an einem enttäuschenden Abend. Immerhin bäumten sie sich im Schlussviertel noch mal auf und hielten mit bissigerer Verteidigung, dem Mut der Verzweiflung und erfolgreichen Distanzwürfen von Braimoh den Abstand wieder etwas kleiner. Als „JD“ Tisdale auf 69:78 (37.) stellte, keimte sogar noch mal leise Hoffnung auf, doch für die Wende reichte es nicht mehr.

Hanau: Krause (19), Braimoh (17), Fichtner (11), Tisdale (8), Loh (4), Demetrio (3), Walz (3), Hecker (2), Vasovic (2)

Von Jörn Polzin

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