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Hanau White Wings beim 106:86 in Karlsruhe in allen Belangen überlegen

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Von: Jörn Polzin

Fehlerfrei aus dem Feld: White-Wings-Center Bubba Furlong (beim Wurf) zeigte in Karlsruhe ein starkes Spiel mit 21 Punkten und zehn Rebounds.
Fehlerfrei aus dem Feld: White-Wings-Center Bubba Furlong (beim Wurf) zeigte in Karlsruhe ein starkes Spiel mit 21 Punkten und zehn Rebounds. © scheiber

Sechster Saisonsieg, vierter Auswärtserfolg und das zweite Mal die 100-Punkte-Marke übertroffen: Besser hätte der Sonntagabend für Basketball-Drittligist Hanau White Wings kaum verlaufen können. Beim 106:86 (59:42) in Karlsruhe war der weiter ungeschlagene Tabellenzweite dem Gegner in allen Kategorien überlegen. „Ich habe, glaube ich, noch nie in meiner Zeit bei den White Wings so entspannt ein Spiel verfolgen können“, freute sich Teammanager Sebastian Köhnert.

Hanau – „Wir waren auf jeder Position und in jedem Bereich besser als der Gegner.“ Da wäre die überragende Trefferquote aus dem Zwei-Punkte-Bereich von fast 80 Prozent, die klare Rebound-Dominanz (54/36) und die Freiwurfanzahl. Während sich die Gäste 37 Versuche erarbeiteten, durfte das Kellerkind nur zehn Mal an die Linie. Neben den Teamwerten stachen auch einzelne Akteure heraus. Bruno Albrecht, mit 33 Punkten erfolgreichster Werfer des Abends, Bubba Furlong, der fehlerfrei aus dem Feld blieb und auf 21 Punkte kam. Tim Martinez (18) und Philip Hecker (16), die häufig nur durch Fouls zu stoppen waren. Oder Sören-Eyke Urbansky, der nach längerer Verletzungspause bei seinem Saisondebüt gleich in der Startformation stand und bei makelloser Trefferquote zehn Punkte erzielte.

„Es war Sörens erstes Spiel, daher wurde er noch dosiert eingesetzt. Man hat aber gesehen, dass er uns mit seiner Präsenz am Korb ein weiteres Element im Spiel gibt und einiges abgreift“, lobte Köhnert den 2,14 Meter großen Center, der auch die ersten Punkte der Begegnung erzielte. Bereits beim 4:2 beschlich den Teammanager das Gefühl, „dass hier nichts anbrennen wird“. Zu spielfreudig und treffsicher traten die Gäste auf, konnten so auch den kurzfristigen Ausfall der erkrankten Sebastian Brach und Gabriel Kuku kompensieren. Beide sollen bis zur Wochenmitte wieder ins Training zurückkehren. Köhnert: „Ihre bisherigen Corona-Tests sind negativ und wir hoffen natürlich, dass es auch so bleibt.“

Hanaus Coach Marti Zamora kann personell rotieren und ausprobieren

White-Wings-Coach Marti Zamora nutzte dafür seine Optionen am Brett, probierte verschiedene Formationen durch, ohne dass es zu einem Leistungsabfall kam. Kapitän Hecker, mit seiner Körperlänge von 1,93 Meter nicht gerade ein Riese, bot sich immer wieder geschickt am Korb an und war mit seiner Wucht kaum zu stoppen. Die Gastgeber hielten nur mit gelegentlichen Dreipunktewürfen dagegen. „Karlsruhe hat im Angriff sehr eindimensional gespielt. Wenn man sie so gesehen hat, verwundert es schon, dass sie zuletzt gegen Leitershofen gewonnen haben“, meinte Köhnert. „Bei uns haben auch die Bankspieler gezeigt, dass sie es mit den Startern von Karlsruhe aufnehmen können.“

Nach dem 25:21 (10.) sorgte ein 11:0-Lauf für ein beruhigendes Punktepolster. Furlong, Hecker oder Marco Dordevic – sie alle setzten sich unter den Körben durch. Zur Pause stand eine 59:42-Führung bei einer Ausbeute von 18/21 aus der Nahdistanz und doppelt soviel erzielten Rebounds wie der Gegner. Spätestens als Furlong und Albrecht mit zwei schnellen Dreiern auf 66:44 stellten, bis dato die kleine Schwachstelle der White Wings, war die Vorentscheidung gefallen.

„Am Ende hat die Intensität etwas gelitten. Insgesamt war die Offensive top, da konnten wir machen, was wir wollen. Die Verteidigung ist sicher noch ausbaufähig“, resümierte Köhnert. „Aber alles in allem macht es einfach Spaß, den Jungs zuzusehen.“ Wenn es dann noch so entspannt wie am Sonntag in Karlsruhe zugeht, allemal. (Von Jörn Polzin)

Hanau White Wings: Albrecht (33), Furlong (21), Martinez (18), Hecker (16), Urbansky (10), Dordevic (6), Baumgarten (2), Walz, Franke

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