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Hanau 93 setzt im Saisonendspurt auf den Skela-Effekt

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Ervin Skela im Trikot des FC Hanau 1893. Archivfoto: TAP
Ervin Skela im Trikot des FC Hanau 1893. Archivfoto: TAP

Fußball. Die Verbandsliga Süd biegt in die Zielgerade ein. Noch fünf Spieltage stehen auf dem Programm, Spitzenreiter RW Walldorf und der einen Punkt zurückliegende Verfolger FC Hanau 93 haben die besten Chancen im Kampf um die beiden ersten Plätze.

Von Gert Bechert

Nur noch Außenseiterchancen besitzt der SC 1960 Hanau, der am Sonntag kampflos zu drei Punkten kommt, da Gegner Eintracht Altwiedermus sich vom Spielbetrieb zurückgezogen hat. Das gleiche trifft auch auf Walldorf zu, da auch der FC Sandzak Frankfurt seit der Winterpause sein Team zurückgezogen hat. Bleibt von den drei Aufstiegsaspiranten nur noch der FC Hanau 93, der bereits am morgigen Samstag um 16 Uhr die Usinger TSG an der Kastanienallee empfängt.

„Wir dürfen nicht mehr patzen, wenn wir Walldorf noch von der Spitze verdrängen wollen“, betont Slavisa Dacic. Für den 93er-Coach zählt nach den unnötig verschenkten Punkten gegen die SG Bornheim/GW (1:2) nur ein Sieg. Der 3:0-Pokalsieg am Dienstag bei Germania Dörnigheim habe der Mannschaft gut getan. „Das war Balsam für das angeknackte Selbstvertrauen“, hofft der Übungsleiter auf einen positiven Schub.

"Verbundenheit mit dem Verein"

Ervin Skela war am Dienstag an der Dicken Buche das Gesprächsthema Nummer eins. Eigentlich hatte keiner mehr mit einer Rückkehr des Ex-Profis, der im August letzten Jahres gegen Altwiedermus sein einziges Punktspiel in der laufenden Saison bestritten hatte, gerechnet. „Ervin war beim Spiel gegen Bornheim/GW vor Ort und bot seine Dienste an“, berichtet Dacic. Was die Verantwortlichen gerne annahmen.

„Jetzt ist mentale Stärke gefragt, da hilft er uns mit seiner Erfahrung weiter. Allein seine Präsenz auf dem Platz ist viel wert. Wir sind wirklich sehr froh, dass er uns in den verbleibenden fünf Spielen unterstützt“, freut sich Dacic über die unerwartete Hilfe. Es spreche für den tollen Charakter Skelas, sich in dieser entscheidenden Phase nochmals reinzuknien. „Da zeigt sich die Verbundenheit Ervins mit dem Verein ganz deutlich.“

Gegen Usingen in der Startelf

Worauf Giovanni Fallacara baut. Wie berichtet, ist der Sportchef der 93er seit geraumer Zeit im Gespräch mit dem 75-fachen albanischen Nationalspieler in puncto Nachfolge des scheidenden Trainerduos Christoph Prümm/Dacic. Am Rande des Pokalspiels in Dörnigheim hielt sich Fallacara gegenüber unserer Zeitung bedeckt. „Momentan gibt es nichts Neues. Wir konzentrieren uns auf die restlichen Punktspiele, alles andere wurde zurückgestellt.“

Gegen Usingen gehört Skela erneut der Anfangsformation an. Enis Muratoglu ist aus dem Kurzurlaub zurück, wird aber zunächst auf der Bank Platz nehmen. Ob Feta Suljic, der gegen Dörnigheim eingewechselt wurde, in die Anfangself zurückkehren wird, ließ Dacic offen. „Unser gemeinsames Ziel ist der Aufstieg in die Hessenliga. Da spielt es keine Rolle, wer spielt oder zunächst auf der Bank sitzt, das wissen die Spieler,“ betont Dacic.

Kein Ausrutscher erlaubt

Das Hinspiel gewannen die 93er klar mit 7:3. Dacic lässt sich davon nicht täuschen: „Damals war der Gegner noch in der Findungsphase, mittlerweile sind sie auf einem guten Weg, die Liga zu halten. Wir müssen besonders auf die beiden Angreifer Tim Pelka und Spielertrainer Marcel Kopp achten.“ Einen weiteren Ausrutscher kann sich der älteste hessische Fußballverein nicht mehr erlauben, schon gar nicht gegen eine abstiegsgefährdete Mannschaft.

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