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„Damals haben sie uns überhaupt nicht gelegen“, sagt Hanaus Maximilian Bergold über das Hinspiel, das die HSG gegen Baunatal (Fynn Reinhardt , rechts) mit 25:29 verloren hatte.

Handball 3. Liga

HSG Hanau gegen "abgezockten Gegner" GSV Baunatal

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Gegen einen extrem abgezockten Gegner muss die HSG Hanau am Samstagabend antreten, wenn sie zum GSV Eintracht Baunatal reist, denn der Kader der Nordhessen ist mit erfahrenen Spielern gespickt, die mit allen Wassern gewaschen sind.

Die Hanauer wollen daher den Schwung und das Selbstvertrauen aus der Partie gegen den TV Großwallstadt in der Vorwoche mitnehmen auf die nächste Auswärtsfahrt, denn beim Tabellenführer der 3. Liga Mitte hatte die HSG am vergangenen Spieltag eine starke Leistung gezeigt, auch wenn die Hanauer am Ende leer ausgingen. 

Trotz Niederlage gutes Spiel in der letzten Woche gegen den TV Großwallstadt

„In Großwallstadt hat der Einsatz gestimmt, und auch spielerisch waren wir viel besser als in den Spielen zuvor“, zieht der Hanauer Rückraumschütze Maximilian Bergold daher trotz der 22:26-Niederlage beim Tabellenführer ein positives Fazit. „Auf dieser Leistung können wir sicherlich aufbauen, auch wenn wir nach der Pause in Überzahl einige Fehler gemacht haben – das müssen wir abstellen“, so die Analyse des wurfgewaltigen Halblinken. 

In Baunatal rechnet sich die HSG nach dieser Leistung jedenfalls durchaus etwas aus, denn die Partie gegen Großwallstadt in der Vorwoche sei ein „Schritt in die richtige Richtung gewesen“, wie Bergold betont. Die Hanauer haben zudem noch eine Rechnung offen mit den Nordhessen, die aktuell auf dem zehnten Tabellenplatz stehen, schließlich setzte es im Hinspiel eine etwas überraschende 25:29-Pleite. 

„Damals haben sie uns überhaupt nicht gelegen“, erinnert sich Bergold ungern an die Niederlage in der Hinrunde. Allerdings sind die Hanauer nicht das einzige Team der Liga, das gegen Baunatal unerwartet Federn gelassen hat, denn auch der Tabellenführer aus Großwallstadt kam auswärts nicht über ein Remis beim GSV hinaus. „Das ist eine sehr abgezockte Mannschaft, die jeden Gegner schlagen kann“, so Bergolds Erklärung, „und das haben sie in dieser Saison ja auch schon mehrmals bewiesen.“ 

Starke Spieler im Team der Nordhessen bieten Herausforderung für die HSG Hanau

Gefährlich ist bei den Nordhessen vor allem ihre Flügelzange mit Felix Geßner auf Linksaußen und Sven Vogel auf Rechtsaußen, die zusammen schon knapp 200 Treffer erzielt haben. Zudem verfügt Baunatal auf der Spielmacherposition in Marvin Gabriel über einen Ausnahmekönner, der nicht nur seine Nebenleute stark in Szene setzt, sondern mit 91 Saisontoren auch selbst extrem torgefährlich ist. 

„Er ist sicherlich einer der besten Mittelmänner der Liga“, weiß auch Bergold um die Qualität von Baunatals Nummer 39. Gegen eine derart torgefährliche Offensive wird es am Samstag umso mehr auf eine gute Abwehrleistung der HSG ankommen – und gerade die hatte am vergangenen Wochenende wieder gestimmt, als die Hanauer gegen Großwallstadt in der Anfangsviertelstunde nur vier Gegentreffer zuließen. 

Morgen Abend wäre eine ähnlich stabile Defensive Gold wert, denn in den vergangenen drei Partien erzielte Baunatal jeweils mindestens 30 Tore und fuhr dabei zwei Siege ein, nur am vergangenen Wochenende gab es eine knappe 31:32-Niederlage beim SC DHfK Leipzig II. Die Hanauer haben derweil in diesem Jahr immer dann gewonnen, wenn sie selbst mindestens 30 Tore erzielt haben – das allerdings war seit der Winterpause erst zweimal der Fall. 

Viele Verletzte in den letzten Wochen bei der HSG Hanau

Dass den Hanauern in den vergangenen Wochen offensiv zuweilen die Durchschlagskraft fehlte, lag unter anderem an den vielen Verletzten – zu denen auch Bergold gehörte, der wegen einer Knöchelverletzung einige Partien verpasste. Die Verletzung schränkte den Rückraumshooter merklich ein, „aber zuletzt bin ich immer besser ins Rollen gekommen“, so Bergold. „So ganz auskuriert ist der Knöchel zwar noch nicht, aber da ich im Training immer mehr machen kann und in den Spielen immer mehr Einsatzzeiten bekomme, wird es immer besser.“ 

In den beiden vergangenen Partien reichte es für Bergold schon wieder für zusammen sieben Treffer, und sein Trainer Oliver Lücke hätte sicher nichts dagegen, wenn der Rückraumspieler auch morgen Abend in Baunatal seine Abschlussstärke wieder unter Beweis stellt.

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