Handball

HSG Hanau eröffnet ersten Fanshop und stellt neuen Kader vor

Handball. Wo die Hanauer normalerweise shoppen oder einen Kaffee trinken gehen, stand am Donnerstagabend alles im Zeichen des Handballs, denn die Drittliga-Handballer der HSG Hanau rückten mit voller Kapelle ins Forum Hanau ein. Rund drei Wochen vor ihrem Pflichtspielauftakt feierte der Drittligist gleich eine doppelte Premiere.

Von Robert GieseDie Hanauer Handballer stellten im Schatten der Stadtbibliothek nämlich nicht nur ihren Kader für die kommende Drittliga-Saison vor, sondern feierten mit rund hundert Gästen auch die Eröffnung ihres ersten Shops – mitten im Forum Hanau.

Nur einen Steinwurf vom Heimspielort der HSG in der Main-Kinzig-Halle entfernt können die Handballfans der Region künftig alles erstehen, was das Fan-Herz begehrt: Ob Dauerkarten, Fan-Schals oder Tickets für die erste Runde des DHB-Pokals am Samstag, 17. August – im Shop der Handballer ist alles rund um die HSG erhältlich. Das Geschäft hat bis Ende August donnerstags und freitags von 14 bis 18 Uhr und samstags von 10 bis 15 Uhr geöffnet.

Bühne und Tor aufgebaut

Die mit Spannung erwartete Teamvorstellung fand anschließend an der Y-Gasse des Forums statt, wo die Handballer nicht nur eine Bühne, sondern auch ein Tor aufgebaut hatten. Rund 100 Zuschauer ließen sich auch von der tropischen Hitze nicht abschrecken und tummelten sich vor der Bühne, um alle Neuigkeiten über den Drittligisten zu erfahren.

Die Hanauer starten nämlich mit einigen Veränderungen in ihre vierte Saison in der 3. Liga, wo sie künftig in der Mitte-Staffel spielen werden. Nach zwei dritten Plätzen in den beiden Vorjahren betreibt die HSG allerdings weiterhin Understatement, was die künftige Zielsetzung anbelangt.

„Den Aufstieg als Ziel auszugeben, wäre zu vermessen“, stellte Uwe Just klar, der Vorsitzende der HSG. Allerdings verfüge der Verein auch durch die Neuzugänge über eine gute Qualität, dem Team traue er daher viel zu. „Es wäre toll, wenn wir mehr Punkte holen als in der Vorsaison und wieder mindestens Dritter werden, denn dann qualifizieren wir uns erneut für den DHB-Pokal“, legte Just das Saisonziel fest.

Größte Veränderung auf der Trainerbank

Die größte personelle Veränderung gibt es bei den Hanauern zur neuen Saison auf der Trainerbank, wo Olli Schulz den langjährigen Coach Patrick Beer abgelöst hat. Dieser freute sich, bei der HSG eine „über Jahre gewachsene Mannschaft“ zur Verfügung zu haben, bei der „die Neuzugänge teilweise direkt Führungspersönlichkeiten sind und das Team nun endlich wieder über Linkshänder im rechten Rückraum verfügt.“ Unter dem Applaus der Anwesenden versprach Schulz den Hanauer Fans einen Handball, „der auf einer guten Abwehr und Emotionen“ aufbaut, um die gesamte „HSG-Familie“ mitzunehmen.

Neu in dieser Familie sind neben Schulz in der kommenden Saison Daniel Wernig, Michael Malik und Matthias Schwalbe. Während Schwalbe der langersehnte Linkshänder für den rechten Rückraum ist und sich schon darauf freut, „bei einem ambitionierten Team vor ausverkaufter Halle“ zu spielen, stoßen in Malik und Wernig zwei Spieler mit höherklassiger Erfahrung zur HSG. Malik ist den meisten Hanauer Fans bereits ein Begriff, denn er war in der vergangenen Saison nicht nur Torschützenkönig der 3. Liga Ost, sondern schenkte der HSG beim Ligaspiel im vergangenen Herbst gleich 13 Treffer ein.

Diese Torgefahr soll der Rückraumspieler künftig auch im Dress der Hanauer zeigen, Malik selbst kann kaum erwarten, dass es bald losgeht: „Ich hatte schon früh das Gefühl, dass Hanau genau der richtige Verein für mich ist und fühle mich nach ein paar Wochen mit den Jungs bereits sehr wohl hier.“

"Schönes Ziel einer neuen Etappe"

Wernig, der mit dem TV Hüttenberg von der dritten bis zur ersten Liga bereits alles miterlebt hat, hat sich Hanau als „schönes Ziel einer neuen Etappe“ ausgesucht – nicht zuletzt, weil ihn die Stimmung, für die der „Blaue Block“ bei den Heimspielen stets sorgt, so beeindruckt hat. Mit seiner Erfahrung will der 31-jährige Linkshänder dem Team weiterhelfen, auch wenn er mit seiner Größe von 1,77 Metern nicht unbedingt ein gefährlicher Distanzschütze ist: „Ich versuche es zwar immer wieder mal, aber es klappt selten“, so Wernig mit einem Augenzwinkern.

Dass die Stimmung im Team prächtig ist, bewies anschließend auch Kapitän Sebastian Schermuly, der seine Mannschaftskollegen dem Publikum in einer launigen Ansprache vorstellte. Ob Rückraumspieler Jannik Ruppert, der unbedingt sechsmal die Woche trainieren muss, Kreisläufer Yannik Woiwod als überzeugter Vegetarier oder HSG-Urgestein Marius Brüggemann – trotz vieler unterschiedlicher Charaktere strahlte das Team bei der Vorstellung große Einheit aus.

Einig waren sich die Spieler bei allem Lob für ihren neuen Trainer übrigens auch beim einzigen Kritikpunkt am neuen Coach: „Beim Aufwärmen“, so Schermuly und Co. unisono, „spielen wir viel zu wenig Fußball.“

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