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Hanau 93 will „das Ding klarmachen“: Klassenerhalt bei Sieg in Bad Vilbel perfekt

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Ein Sieg für den Klassenerhalt: Wessam Abdel-Ghani und Hanau 93 sind gegen Bad Vilbel (im Bild Taiyo Ushiyama) im Vorteil. Das Hinspiel wurmt HFC-Coach Kreso Ljubicic noch: „Mit Abstand unser schwächstes Spiel.“
Ein Sieg für den Klassenerhalt: Wessam Abdel-Ghani und Hanau 93 sind gegen Bad Vilbel (im Bild Taiyo Ushiyama) im Vorteil. Das Hinspiel wurmt HFC-Coach Kreso Ljubicic noch: „Mit Abstand unser schwächstes Spiel.“ © Scheiber/Göbel

Die Fußballer des FC Hanau 93 können am drittletzten Spieltag der Abstiegsrunde den Hessenliga-Klassenerhalt eintüten. Voraussetzung ist am Freitagabend (20 Uhr) ein Auswärtssieg beim FV Bad Vilbel. Drei Spieltage vor Schluss beträgt der Vorsprung der Hanauer auf den nächsten Gegner sechs Punkte. Auch mit einem Unentschieden könnten die Hanauer gut leben, sie müssten dann in den verbleibenden Spielen gegen Rot-Weiß Walldorf und beim VfB Ginsheim nur noch einen weiteren Punkt ergattern.

Hanau – HFC-Spielertrainer Kreso Ljubicic will von solchen Rechenspielen jedoch nichts wissen: Wir sind keine Truppe, die auf Unentschieden spielt. Unser Matchplan wird so ausgelegt sein, dass wir auf Sieg spielen. Ich will am Freitag das Ding klarmachen und außerdem Wiedergutmachung für die unnötige Niederlage im Hinspiel.

Mit 0:2 verloren die 93er vor wenigen Wochen an der Kastanienallee. „Das war mit Abstand unser schwächstes Spiel in der Abstiegsrunde. Wir haben da die Punkte verschenkt, das ärgert mich heute noch“, sagt Ljubicic.

Den FV Bad Vilbel stuft er unterdessen als unangenehme Mannschaft ein. „Das wird am Freitag richtig schwer, zumal es für Bad Vilbel im Abstiegskampf um die wohl letzte Chance gehen wird.“ Am vergangenen Sonntag verloren die Badestädter beim SV Steinbach kurz vor Schluss durch einen verwandelten Foulelfmeter unglücklich mit 1:2. Ein ganz bitterer Spieltag für die Elf von Amir Mustafic. Der FV-Coach rechnet mit dem Abstieg, denn er selbst sei „Realist“ und betonte nach der Niederlage, „dass es verdient ist, wenn es so kommt. Wir spielen besseren Fußball als viele Mannschaften, aber holen die Punkte nicht. Den Jungs ist kämpferisch und im Willensbereich nichts vorzuwerfen, aber wir schlagen uns zum x-ten Mal selbst“.

Bad Vilbel hat den Klassenerhalt selbst bei neun Punkten aus den ausbleibenden drei Spielen nicht mehr in der eigenen Hand und ist auf Ausrutscher der Konkurrenz angewiesen. Ljubicic: „Das Spiel hat absoluten Endspielcharakter. Bad Vilbel will nach dem letzten Strohhalm greifen, wir wollen den Klassenerhalt feiern.“

Die Zuschauer dürfen sich also auf ein interessantes Match freuen, das zudem durch die nahe geografische Distanz auch Derbykolorit besitzt.

Der FV Bad Vilbel muss auf Abwehrspieler Adnan Alik verzichten, der nach dem von ihm verursachten Foulelfmeter in Steinbach mit Gelb-Rot vom Platz gestellt worden ist. Auf dem Spielberichtsbogen der 93er wird es zumindest eine Änderung geben. Rico Kaiser fällt wegen einer Schulterverletzung aus. Dennis Gogol gilt als erste Alternative für den freien Platz hinten rechts. „Er hat das sehr gut gemacht, als er gegen Zeilsheim zur Halbzeit reinkam“, begründet Ljubicic. Für Kaiser dürfte derweil nach den derzeitigen ärztlichen Erkenntnissen die Saison gelaufen sein. Selbst das Pokalfinale gegen den 1. FC Erlensee am Pfingstmontag (6. Juni) dürfte für ihn zu früh kommen. Ljubicic rechnet nicht mehr mit einem Comeback in dieser Saison. Kaiser wäre nach Kapitän Tolga Ünal und Cem Kara bereits der dritte Spieler, den verletzungsbedingt das Saison-Aus ereilt.

Auch Deniz Topcu darf sich Hoffnung auf einen Startelfeinsatz machen. Gegen Zeilsheim saß der flexibel einsetzbare Akteur zunächst auf der Bank. „Mir war wichtig, dass die Mannschaft nach der zu hoch ausgefallen Niederlage bei Türk Gücü Friedberg eine Reaktion gezeigt hat. Eine solche habe ich sowohl im Pokalhalbfinale in Bruchköbel als auch gegen Zeilsheim gesehen“, berichtet Ljubicic. Die aktuelle Form seiner Truppe stimmt ihn zuversichtlich, dass sich das Thema Abstiegskampf für den ältesten Fußballverein Hessens bereits am Freitagabend auf dem Nidda-Sportfeld erledigen wird.  fs

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