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Hanau 93 verzweifelt an Dietkirchens Keeper: Nur Makengo trifft beim 1:1

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Von: Gert Bechert

Enges Duell: Der Hanauer Marco Ferukoski (rechts) versucht Moses Nickmann (Dietkirchen) vom Ball zu trennen. Am Ende gab es eine Punkteteilung.
Enges Duell: Der Hanauer Marco Ferukoski (rechts) versucht Moses Nickmann (Dietkirchen) vom Ball zu trennen. Am Ende gab es eine Punkteteilung. © scheiber

TuS Dietkirchen bleibt für den Fußball-Hessenligisten FC Hanau 93 ein Angstgegner. Auch im dritten Aufeinandertreffen gab es keinen Dreier für die 93er, nachdem die ersten beiden Spiele 2019 vor heimischem Publikum verloren wurden.

Hanau – Durch den Ausgleich des in der Halbzeit eingewechselten Jean-Bosco Makengo (67.) blieb wenigstens ein Punkt an der Kastanienallee. Aufgrund des Spielverlaufs viel zu wenig. Während die harmlosen Gäste den einen Zähler wie einen Sieg feierten, schlichen die Gastgeber wie ein Verlierer vom Platz.

„Wir haben nicht schlecht gespielt, hatten den Gegner stets im Griff, aber vorne nicht getroffen“, brachte es Zamir Daudi auf den Punkt. Der Sportliche Leiter der 93er trauerte wie die HFC-Anhänger den vielen vergebenen Chancen nach. „Wenn man vorne nicht trifft, wird man meistens dafür bestraft“, dachte er an die 28. Minute, als Semih Sentürk im Zweikampf gegen Steffen Klöckner ungeschickt zu Werke ging und Schiedsrichter Timo Hager (Ginsheim) auf Strafstoß entschied. Robin Dankof (29.) ließ sich die Chance zum 0:1 nicht nehmen. Es sollte die einzige klare Möglichkeit der Gäste während der 90 Minuten bleiben.

Bis zum 0:1 hatte Hanau die Partie klar bestimmt. Schon nach neun Minuten bot sich Kristijan Bejic die erste Gelegenheit. Sein Kopfball stellte Raphael Laux im Gästetor vor keine Probleme. Anschließend scheiterte Rico Kaiser (16.) an Laux, den Nachschuss platzierte Bejic genau auf den gegnerischen Torwart. Nur eine Zeigerumdrehung später wurde Bejic (22.) noch geblockt. Es war einfach nicht der Tag des Torjägers, der zur Halbzeit gegen Makengo ausgetauscht wurde. Nach dem Rückstand verloren die 93er den Faden, während Dietkirchen sich in der Abwehr zusehends stabilisierte. Nur noch Cem Kara (35.) bot sich vor dem Seitenwechsel eine Ausgleichschance, erneut war Teufels-kerl Laux auf dem Posten. „Das sieht zwar alles recht schön aus, letztlich fehlt uns vor dem gegnerischen Gehäuse aber die Durchschlagskraft“, brachte es 93er Vorstand Frank Feuerriegel in der Halbzeitpause auf den Punkt.

Makengo (48.) ließ sofort nach Wiederbeginn seine Gefährlichkeit aufblitzen. Von Kara geschickt in Szene gesetzt, war für den von 1960 Hanau gekommenen Angreifer bei Laux erneut Endstation. Im zweiten Anlauf klappte es endlich. Semih Sentürk passte in die Schnittstelle, Laux kam um den Bruchteil einer Sekunde zu spät, der Rest war für Makengo (67.) ein Kinderspiel.

„Eigentlich glaubte ich, dass wir das Spiel noch drehen würden, da nach dem Ausgleich noch 25 Minuten zu spielen waren“, meinte Daudi. Alle Anstrengungen verpufften jedoch, auch weitere vier Einwechslungen brachten nicht den erhofften Erfolg. Ioannis Vassiliou (78.) zielte genau auf Laux und auch der eingewechselte Terry Danso (80.) konnte Laux nach tollem Pass von Kreso Ljubicic nicht überwinden.

Es blieb beim 1:1, was einen faden Beigeschmack hinterließ. Letztlich belohnte sich die Hanauer Mannschaft für ein überlegen geführtes Spiel nicht. Am kommenden Samstag (15 Uhr) gastiert mit der U21 der Frankfurter Eintracht ein anderes Kaliber an der Kastanienallee. Die Adlerträger kanzelten gestern Abend bei ihrer Heimpremiere Viktoria Griesheim mit 5:0 ab und sind Favorit.

Erlensee erkämpft 2:2 in Friedberg

Zu einem letztlich gerechten 2:2-Remis kam der 1. FC Erlensee im Hessenliga-Gastspiel bei Türk Gücü Friedberg. In einer gutklassigen Partie erwischten die Gastgeber bei ihrer Heimpremiere im Burgfeldstadion vor 300 Zuschauern den besseren Start und erzielten in der fünften Minute durch Neuzugang Toni Reljic das 1:0. In der Folge kamen die offensivstarken Friedberger zu weiteren guten Chancen. Der FCE überstand diese starke Phase des Gegners und glich in der 30. Minute etwas überraschend durch einen starken Abschluss von Tom Niegisch aus. In der ausgeglichenen zweiten Hälfte legten die Gastgeber erneut vor: Ein Latten-Knaller von Patrick Schorr verwertete Alit Usic (67.) Doch quasi im Gegenzug markierte Tim Zimpel (68.) den Endstand. fs

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