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Hanau: 80:61 gegen Oberhaching hält White Wings auf Play-off-Kurs

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Von: Jörn Polzin

Fingerspitzengefühl gefragt: White-Wings-Center Victor Demetrio (links) im Duell mit dem Ex-Hanauer Omari Knox, der trotz seiner 16 Punkte die Niederlage der Oberhachinger nicht abwenden konnte.
Fingerspitzengefühl gefragt: White-Wings-Center Victor Demetrio (links) im Duell mit dem Ex-Hanauer Omari Knox, der trotz seiner 16 Punkte die Niederlage der Oberhachinger nicht abwenden konnte. © scheiber

Die Zuschauer in der Main-Kinzig-Halle hielt es nicht mehr auf ihren Sitzen. Ausgelassen zählten sie die letzten Sekunden herunter und feierten ihre entfesselnd aufspielenden Hanau White Wings, denen gegen den TSV Oberhaching plötzlich alles gelingen wollte. Spektakuläre Dunkings von Dewrell „JD“ Tisdale und Victor Demtrio wechselten mit Dreiern im Akkord. Zwei davon verwandelte Scharfschütze Dion Braimoh, der aus der Distanz auch den Schlusspunkt zum 80:61 (33:38) setzte.

Hanau – Mit dem wichtigen Sieg halten die Hanauer den Anschluss auf die acht Play-off-Ränge. Am Sonntag (18 Uhr) kommt es zum Showdown des Neunten beim zwei Punkte besser platzierten Tabellensechsten, den Skyliners Juniors Frankfurt, die erst nach Verlängerung in Karlsruhe gewannen. Auch Oberhaching (7.) und Coburg (8.) sind in Reichweite.

„Ich habe bestimmt 20 Kilo an Erleichterung abgenommen“, sagte White-Wings-Geschäftsführer Sebastian Lübeck. Einen Sieg hatte er als Minimalziel für den Doppelspieltag ausgegeben. Entsprechend groß war der Druck nach der bitteren 69:73-Niederlage am Freitag in Speyer, die Lübeck an „mehr als fragwürdige Entscheidungen“ festgemacht hatte.

Nicht mal 48 Stunden später sollte gegen Oberhaching der Knoten platzen und der angestaute Frust auf dem Feld in die richtigen Bahnen gelenkt werden. Kurzum: Ein Befreiungsschlag musste her. Zumal die White Wings nach der 52:78-Klatsche in Oberhaching noch einiges gutzumachen hatten. Mit fünf Punkten von Victor Demetrio legten die Gastgeber gut los, doch gerade aus der Distanz wollte zunächst nichts klappen: sieben Versuche, sieben Fahrkarten. Die Gäste um den Ex-Hanauer Omari Knox (16 Punkte), Distanzschütze Moritz Noeres (15) und den agilen Center Fynn Fischer (10) setzten sich auf 28:21 ab.

Erst ein Dreier von Braimoh beendete Hanaus Durststrecke von außen. Doch als die Gastgeber drauf und dran waren, den Rückstand aufzuholen, machten sie sich einmal mehr das Leben schwer. Vorne agierten sie zu kopflos und verstrickten sich in Einzelaktionen, in der Defensive gab es zu viele Lücken. Immerhin blieben die White Wings bis zur Pause (33:38) dran, bewiesen wie schon gegen Speyer viel Moral.

Der Einsatz sollte sich nach der Pause auszahlen. Beide Mannschaften beharkten sich weiterhin und lieferten sich ein Duell der Marke: nicht schön, aber intensiv. Im Schlussviertel verpassten es die Hanauer mehrfach, ihren knappen Vorsprung auszubauen, was auch an Knox lag, der immer wieder seine Finger im Spiel hatte.

Doch nach dem 62:59 ging plötzlich ein Ruck durch die White Wings, die nun alles trafen, während Oberhaching die Gegenwehr einstellte. Ein 18:3-Lauf sorgte für den klaren Sieg und einen versöhnlichen Wochenendabschluss. „Die erste Hälfte war sicherlich nicht gut. Aber endlich haben wir es mal geschafft, einen Vorsprung souverän über die Zeit zu bringen. Wenn man sieht wie unsere Youngster Niklas Krause und Philip Hecker das dann verwaltet haben, macht uns das stolz“, sagte Lübeck und sprach nochmals von einer „Riesenerleichterung“.

Hanau: Braimoh (22), Tisdale (16), Krause (11), Fichtner (9), Demetrio (8), Hecker (5), Walz (4), Vasovic (3)

Von Jörn Polzin

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