Hanau

Hallenmasters: Spannung in „Todesgruppe“

Fußball. Das Hanauer Hallenmasters feiert Jubiläum. Zum 20. Mal wird das traditionelle Hallenspektakel am 20. und 21. Januar (jeweils ab 11 Uhr) in der August-Schärttner-Halle ausgetragen. Als Veranstalter fungiert der Kreisfußballausschuss. Seit 1999 nehmen jeweils 16 Kreisvereine daran teil.

Von Gert Bechert

Insgesamt acht Klubs haben sich bislang in die Siegerliste eingetragen. Rekordtitelträger ist die SG Bruchköbel, die fünfmal gewann, zuletzt 2012. Auf den Fersen des Verbandsligisten ist der

FSV Bischofsheim. 2013 lösten die „Frösche“ die SGB ab und brachten das Kunststück fertig, viermal hintereinander den Pott zu holen. Erst im letzten Jahr gab es eine Wachablösung, als der SC 1960 Hanau gewann. Dreimal trug sich die SG Marköbel in die Siegerliste ein, der FC Hochstadt und der VfR Kesselstadt je zweimal. Neben dem HSC waren der FC Hanau 93 und der TSV 1860 Hanau je einmal erfolgreich. Kesselstadt und die Sechziger haben sich heuer nicht qualifiziert, die große Zeit der „Gallier“ aus Hammersbach gehört schon eine geraume Zeit der Vergangenheit an.

FavoritenbürdeHeuer sind technische Fertigkeiten gefragt. Die demonstrierte Bischofsheim von 2013 bis 2016 in Reinkultur. Das Wunderteam ist mittlerweile auseinandergefallen. Fünf Akteure tragen seit dem Sommer das Trikot des SV Altwiedermus, darunter auch der Torschützenkönig der beiden letzten Turniere Michael Kohnke. Hicham Abdessadki, Torschützenkönig 2014 und 2015, hat sich Germania Dörnigheim angeschlossen. Obwohl die Germania beim Masters dabei ist, wird Abdessadki verletzungsbedingt fehlen. Die Favoritenbürde tragen andere. Neben Titelverteidiger HSC auch die beiden anderen Verbandsligisten FC Hanau 93 und SG Bruchköbel.

Obwohl Bruchköbel im Feld abgeschlagen Vorletzter ist, ist in der Halle mit dem Team von Albert Repp zu rechnen. „Wir wollen wie bei unserem Opel-Brass-Cup, wo wir Zweiter wurden, mit guten Leistungen überzeugen und so weit wie möglich vorne landen“, glaubt Repp an einen gelungenen Auftritt.

Geheimfavoritenundamp; AußenseiterDer HSC unterzog sich am vergangenen Wochenende bei einem gut besetzten Turnier einem letzten Härtetest. Die 93er empfahlen sich mit dem Turniersieg in Wächtersbach für das Masters.

Als Geheimfavoriten werden die beiden Rodenbacher Klubs gehandelt. Die „Spargel-Germanen“ gelten nach dem Gewinn der Futsal-Kreismeisterschaft und dem Sieg beim eigenen Silvesterpokal als Indoorspezialisten.

Als krasse Außenseiter gelten die drei A-Ligisten RW Großauheim, Sportfreunde Ostheim und der SV Oberdorfelden. Die Rot-Weißen und Ostheim wurden in die Opel-Brass-Gruppe gelost, womit feststeht, dass zumindest ein A-Ligist die Zwischenrunde erreicht. Oberdorfelden ist der einzige Neuling im 16erFeld. Obwohl der Tabellenführer der Kreisliga A in der Halle bislang noch nichts gerissen hat, sieht Dietmar Böhmert sein Team nicht chancenlos. „Wir werden in Bestbesetzung antreten, vielleicht gelingt uns gegen Nachbar SV Kilianstädten ein Sieg“, meint der SVO-Sportchef. Auch gegen die 93er und den FCH traut er seinen Kickern eine Überraschung zu.

TodesgruppeAm spannendsten dürfte es in der Sparkasse-Hanau-Gruppe zugehen. Mit Bischofsheim, Niederrodenbach, dem HSC und Germania Großkrotzenburg treffen vier Schwergewichte aufeinander. Die „Frösche“, die schon bei der Maintaler Stadtmeisterschaft nicht überzeugten, scheinen die schlechtesten Karten in dieser „Todesgruppe“ zu haben.

Am Turniermodus hat sich nichts geändert. Für die Zwischenrunde qualifizieren sich die drei Gruppenersten. Am Sonntag geht es mit vier Dreiergruppen weiter. Die jeweiligen Sieger ziehen in das Halbfinale ab 17 Uhr ein. Das Endspiel wird um 18.45 Uhr angepfiffen. Samstags beträgt die Spielzeit einmal 15 Minuten, sonntags zweimal zehn Minuten.

Motto „Fußballer spielen für Behinderte“Der Sieger des Turniers erhält 600 Euro, der Zweite 400 Euro, der Dritte 200 Euro und der Vierte 100 Euro. Zudem erhält jeder der 16 teilnehmenden Vereine einen Ball. Der beste Spieler, der Torschützenkönig und der beste Torwart bekommen einen Warengutschein im Wert von 50 Euro.

Der Zuschauerzuspruch war in den vergangenen Jahren sprunghaft gestiegen. 2014 verfolgten 732 Zahlende die Spiele, 2015 waren es sogar 816. Im vergangenen Jahr gab es wegen der Bundesligakonkurrenz einen leichten Einbruch, nur noch 680 Zahlende passierten die Kassenhäuschen. Da auch heuer die Bundesliga spielt, ist Organisationschef Walter Heßler etwas skeptisch. „Wenn wir die Zahlen des Vorjahres erreichen, wäre ich zufrieden“, meint der 74-Jährige.

Auch das Jubiläumsturnier steht unter dem Motto „Fußballer spielen für Behinderte.“ Bislang kamen 63 200 Euro zusammen. Heßler hofft, erneut rund 5000 Euro an die Lebenshilfe Hanau und die Edy-Petri-Stiftung überweisen zu können.

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