Eines von elf Toren: Im Halbfinale schossen Mimoun Attanin (rechts) und seine Teamkollegen den Vogel ab. Gegen Roßdorf gewann Germania Dörnigheim mit 11:0. Foto: Patrick Scheiber

Fußball

Hallenmasters: Kurioses und Wissenswertes zum Turnier

Fußball. Das 22. Hallenmasters in der August-Schärttner-Halle bot wieder allerhand Kurioses und Wissenswertes. Wir haben die interessantesten Fakten in unserem Hallen-Splitter zusammengefasst.

Torwart-Oldies: Eigentlich könnten sie schon bei den Alten Herren (Ü35) kicken, für ihre Vereine sind sie aber gefragte Leistungsträger. Die Rede ist von den Torwart-Oldies. Den Vogel schoss diesmal Roberto Rodriguez vom VfB Großauheim mit 38 Lenzen ab. Nur ein Jahr jünger ist Germania Dörnigheims Keeper Christian Marggraf (37), dicht gefolgt von Turgay Dikmen (36) von Türk Gücü Hanau.

Verlässliches Trio: Stephan Haberkorn, Martin Dormann und Stephan Mühl kümmern sich schon seit sechs Jahren um die Moderation in der August-Schärttner-Halle, stets in professioneller Manier. Wie wichtig für Haberkorn die Veranstaltung ist, zeigte sich am Freitag. Obwohl er just an diesem Tag 50 Jahre alt wurde, beteiligte er sich am Aufbau. „Den runden Geburtstag hole ich im Sommer bei wärmeren Temperaturen nach“, war sein lapidarer Kommentar.

Aufruf verhallt: Teams müssen in Leibchen ran

Bande strahlt in neuem Glanz: Ein Lob von Masters-Chef Walter Heßler heimsten die Verantwortlichen der Stadt Hanau ein. Sie unterzogen die Bande einer gründlichen Reinigung. Jetzt strahlt sie wieder in neuem Glanz.

Leibchen sehr gefragt: Nicht gerade glanzvoll war dagegen die technische Vorbereitung mancher Vereine auf das Turnier. Obwohl Heßler bei der Auslosung des Masters darauf hinwies, dass jeder Verein zwei Satz Trikots mitbringen soll, verhallte der Appell bei manchem Vereinsvertreter ungehört. Mit der Folge, dass bei drei Gruppenspielen die vorsorglich vom Kreisfußballausschuss bereitgehaltenen Leibchen übergestreift wurden, um die beiden Mannschaften optisch besser unterscheiden zu können. Die Teams des VfR Kesselstadt, Eintracht Oberissigheim und SC 1960 Hanau mussten davon Gebrauch machen. Glück hatte Germania Niederrodenbach. Gegner Germania Großkrotzenburg half den Spargel-Germanen aus der Patsche und wechselte das Trikot.

Neuberg und Großauheim stark, Marköbel enttäuscht

Überraschungen und Enttäuschungen: Der FSV Neuberg zählte zweifelsohne zu den Überraschungen. Der A-Liga-Spitzenreiter kegelte den VfR Kesselstadt mit einem sensationellen 5:0 aus dem Wettbewerb. Entsprechend sauer war Thorsten Wolter. „Auch wenn wir einige kurzfristige Ausfälle zu verkraften hatten, dürfen wir uns so nicht präsentieren“, ärgerte sich der Sportliche Leiter des VfR.

Auch der VfB Großauheim konnte trotz des Ausscheidens nach der Gruppenphase zufrieden sein. Der A-Ligist besiegte überraschend Eintracht Oberissigheim 4:2. Im entscheidenden letzten Spiel bezog der VfB eine 3:6-Niederlage gegen 1960 Hanau, wodurch der HSC sich noch auf den letzten Drücker für die Zwischenrunde qualifizierte. Mehr als enttäuschend war auch der Auftritt des dreimaligen Masters-Sieger SG Marköbel. Am Ende der Gruppenspiele hatten in der Sparkasse-Hanau-Gruppe drei Vereine drei Punkte auf dem Konto. Aufgrund der schlechteren Tordifferenz gegenüber Türk Gücü Hanau und Kewa Wachenbuchen schieden die Hammersbacher aus.

Bundesliga sorgt für Zuschauerschwund

Bundesliga-Konkurrenz: Am Samstag zeigte sich deutlich, wie sehr sich die Bundesligaspiele auf den Besuch in der August-Schärttner-Halle auswirken. Die Spiele der Autohaus-Brass- und der Sparkasse-Hanau-Gruppe verfolgten 180 zahlende Gäste, ab 15 Uhr zu den Spielen der Stadtwerke Hanau- und der Karstadt-sports-Gruppe pilgerten nur 112 Besucher in die Halle.

Spieler ausgezeichnet: Als bester Torschütze wurde Lukas Barfuß (Germania Dörnigheim) ausgezeichnet, zum besten Spieler wählte die Turnierleitung den Erlenseer Tim Zimpel und als besten Torwart Daniel Ziegler von Kewa Wachenbuchen.

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