Die SG Bruchköbel (Leonel David Vargas Vicente, links) steht gegen den FSV Bad Orb unter Zugzwang. Mirko Djordjevic und die SG Marköbel fahren dagegen ganz entspannt nach Oberndorf. Archivfoto: TAP

Fußball

Gruppenliga: SGB will gegen Bad Orb Lebenszeichen senden

Fußball. Bei der SG Bruchköbel, dem Tabellenviertletzten der Gruppenliga Frankfurt Ost, fiebert Claus Schäfer seinem ersten Spiel auf der Trainerbank entgegen. Von einem Debüt kann man nicht sprechen, denn der Coach war bereits um die Jahrtausendwende einige Jahre für die SGB tätig, damals als Spielertrainer.

Von Frank Schneider

Auf dem Platz müssen es gegen den FSV Bad Orb freilich andere richten, das Heimspiel ist für die SG Bruchköbel nach den beiden Punkteteilungen gegen Nieder-Roden und Bayern Alzenau II enorm wichtig. Ein Sieg wäre der erhoffte Befreiungsschlag und das Signal an die Konkurrenz, dass der langjährige Verbandsligist keineswegs dauerhaft im Tabellenkeller verweilen will.

Schäfer: SG Bruchköbel gehört in die Gruppenliga

Claus Schäfer wiederum warnt vor dem Glauben, dass nur allein durch seine Verpflichtung nun am Sportplatz am Wald alles schlagartig besser wird. „Ich muss die Mannschaft ja erstmal kennenlernen und dann an den Stellschrauben drehen.“ Das Ziel ist natürlich der Klassenerhalt. „Ein Verein wie die SG Bruchköbel gehört einfach mindestens in die Gruppenliga“, spricht der neue Coach klare Worte.

„Wichtig ist, dass die Jungs die Köpfe hochkriegen. Gegen Nieder-Roden und Alzenau II waren ja schon gute Reaktionen zu sehen“, sagt Schäfer, der das jüngste 3:3 in Alzenau als Zuschauer an der Bande mitverfolgt hat. „Mir ist gleich aufgefallen, dass viele gute Fußballer im Kader sind. Auch vom Charakter her sind das gute Typen“, spricht der Niddaer von einem ersten guten Eindruck. „Wir müssen stabil durch die nächsten Punktspiele kommen und ich möchte mit dem Team inhaltlich eine klare Strategie entwickeln“, benennt Claus Schäfer seine Minimalziele. Armin Kuc ist angeschlagen, Francis Ennin ist verletzt. Ob Dorian Ahouandjinou gegen die Kurstädter schon über die volle Distanz gehen kann, erscheint äußerst fraglich. Wegen eines Auslandsaufenthalts steht Marius Dickerhoff erstmal nicht zur Verfügung.

Marköbel ohne Druck zum Tabellendritten

Als fleißiger Punktesammler ist zuletzt die SG Marköbel aufgetreten. Es ist schon ein Phänomen: Gerade wenn es in Spielen gegen direkte Konkurrenten drauf ankommt, ist die SGM meist da. So stehen aktuell 22 Punkte für die Hammersbacher zu Buche, eine Ausbeute von der andere Teams nur träumen können. Da lässt sich auch die schwere Auswärtsreise zum aktuellen Tabellendritten VfB Oberndorf einigermaßen entspannt antreten.

„Wir treffen auf ein heimstarkes Spitzenteam und sind da sicher nicht in der Favoritenrolle“, meint Marköbels Trainer Wolfram Rohleder gelassen. Er weiß: Im Jossgrund geht es für sein Team um Bonuspunkte. „Wir haben unsere Hausaufgaben zuletzt gemacht, was uns ein wenig den Druck nimmt“, ergänzt der Coach. Mit Benjamin Marx kehrt einer der erfahrensten Akteure ins Aufgebot zurück.

Rotsünder zurück bei Türk Gücü Hanau

Die 0:1-Niederlage am Mittwochabend gegen Germania Dörnigheim hat die Lage bei Türk Gücü Hanau nicht verbessert. „Wir werden wieder in die Spur kommen“, versichert TG-Trainer Tim Müller vor dem Heimspiel gegen die SG Nieder-Roden. Mohamad Aalaoui und Samet Ünal sind nach abgelaufenen Rotsperren wieder mit von der Partie. Murat Selcuk und Ali Karan fehlen dagegen sicher.“

Auswärts lieferte der SVG Steinheim zuletzt in Dörnigheim und Nieder-Roden klasse Leistungen ab, doch die hohen Heimpleiten gegen Seligenstadt und Marköbel sind ebenso noch im Gedächtnis. „Wir schauen nicht rückwärts, sondern nach vorne und wollen unser Heimspiel gegen Alzenau II gewinnen“, spricht SVG-Coach Jürgen Baier Klartext. Einfach wird es laut dem Trainer nicht, da er beim Gegner viele junge und gute Kicker erwartet. „Wir müssen mit der gleichen Gier und Lust auf den Platz gehen wie zuletzt gegen Nieder-Roden“, so der Ex-Profi. Die Rückkehr von Abwehr-Routinier Alexander Blocher soll der Steinheimer Defensive zusätzlichen Halt geben.

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