Er ist in Obertshausen dabei: Mohamed Aalaoui (am Ball) muss sich angesichts der Personalnot bei Türk Gücü Hanau keine Sorgen um seinen Stammplatz machen. Zumal der Stürmer in den ersten beiden Spielen jeweils schon getroffen hat. Archivfoto: TAP

Hanau

Gruppenliga: Türk Gücü plagen Personalsorgen - SGB unter Druck

Fußball. Zwei Spieltage sind in der Gruppenliga Frankfurt Ost gespielt und mit den zwei Mal siegreichen Teams des VfB Oberndorf und der SG Nieder-Roden sowie dem unter der Woche spielfreien Neuling FC Bayern Alzenau II weisen gerade mal drei Teams die maximal mögliche Punktzahl auf.

Von Frank Schneider

Die ersten Spiele haben gezeigt: Die Liga ist womöglich noch ausgeglichener als in den vergangenen Jahren, was wieder auf ein packendes Meisterrennen und einen knisternd spannenden Abstiegskampf hoffen lässt. Bruchköbels Trainer Albert Repp versah die 0:3-Niederlage seiner SG in Obertshausen mit dem Etikett „unnötig“.

Bis zum 0:1 kurz vor der Pause sei sein Team überlegen gewesen und im weiteren Spielverlauf hätten unverständliche Schiedsrichterentscheidungen die SGB auf die Verliererstraße gebracht. Der Coach sprach aber auch Fehler glasklar an. „Wir müssen gegen Langen wieder akribischer und robuster auftreten“, mahnt Repp vor der nächsten schweren Aufgabe. Langen überraschte am ersten Spieltag mit einem 4:1-Erfolg auf der Rosenhöhe und erntete auch bei der jüngsten 0:1-Niederlage beim SV Pars Neu-Isenburg gute Kritiken.

Fünf Spiele Sperre für Ahouandjinou

Repp will seine mit vielen jungen Neuzugängen gespickte Truppe nicht allzu sehr unter Druck setzen, weiß aber auch, dass der erste Sieg nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen sollte. „Wir haben zuletzt nicht schlecht gespielt, doch wir bekommen die Wurst vorne nicht rein“, sagt Repp und hofft im Langener Waldstadion auf die ersten Saisontreffer seines Teams. Bitter aus Sicht der SGB: Die Rote Karte für Dorian Ahouandjinou im Auftaktspiel gegen den SV Pars Neu-Isenburg wurde vom Einzelrichter mit einer Sperre von fünf Pflichtspielen sanktioniert.

Türk Gücü Hanau war über den 1:0-Auswärtssieg bei den Sportfreunden Seligenstadt richtig happy, denn das Chancenverhältnis sprach eigentlich für den Gegner. „Wir haben das taktisch gut gelöst. Wichtig war auch, dass wir den Kampf angenommen haben“, erzählt Spielertrainer Tim Müller rückblickend. Das anstehende Auswärtsspiel in Obertshausen bezeichnet er als große Herausforderung. „Die Kickers können an sehr guten Tagen jeden Gegner schlagen, was sie nun unter der Woche gegen Bruchköbel unter Beweis gestellt haben. Gegen die SGB drei Tore zu schießen, ist bekanntlich sehr schwer.“

An neuen Kunstrasen gewöhnen

Sorgen bereitet dem Spielertrainer die dünner werdende Personaldecke. Zu den bekannten Ausfällen gesellen sich nun Ervis Shima (Rotsperre), Ali Karan (privat verhindert) und Djahfar Nuri (Urlaub) dazu. „In Folge dessen muss die Mannschaft noch näher zusammenrücken, bei lediglich nur noch elf verfügbaren Spielern“, so Müller abschließend.

Beim SVG Steinheim machen sich schon zu einem frühen Zeitpunkt der Saison die Sommertransfers bezahlt. Zum 5:1-Erfolg am Mittwochabend in Oberau trafen ausschließlich Neuzugänge, Stürmer Evangelos Zormpalas sogar drei Mal. „Wir spielen jetzt auf einem großen Kunstrasen und müssen uns an das neue Geläuf gewöhnen. Gewinnen kann man nur, wenn man defensiv gut steht“, sagt SVG-‧Coach Jürgen Baier. Fouad Brighache kehrt zurück, dafür drohen mit Alexander Blocher und Sheriff Camara zwei Defensivspieler jeweils aus beruflichen Gründen auszufallen.

Harte Nuss für Dörnigheim

Die SG Marköbel verbuchte beim 1:1 gegen Germania Klein-Krotzenburg den ersten Punkt, trauerte aber auch vielen vergebenen Chancen zum möglichen Sieg hinterher. „Es läuft zu Beginn noch nicht richtig rund“, deutet SGM-‧Coach Wolfram Rohleder an, dass in spielerischer Hinsicht noch Luft nach oben vorhanden ist. Für das Heimspiel gegen die SG Rosenhöhe erhofft er sich eine Leistungssteigerung, damit gegen die starken Offenbacher gepunktet werden kann. Michael Meinzer und Mirko Djordjevic stehen am Sonntag nicht zur Verfügung, dafür können die Hammersbacher aber wohl wieder auf Andre Naumann und Yasir Bashir bauen.

Aufsteiger Germania Dörnigheim will seine Gruppenligatauglichkeit bei der blendend gestarteten SG Nieder-Roden demonstrieren. „Das wird eine harte Nuss, wir fahren sicherlich nicht als Favorit nach Nieder-Roden“, meint Dörnigheims Sportlicher Leiter Jochen Kostiris. Eine Überraschung traut er seinem Team aber allemal zu.

Coahc zurück aus dem Urlaub

Trainer Hicham Abdessadki ist wieder aus dem Urlaub zurück und wird im Auswärtsspiel erstmals in dieser Saison in der Verantwortung stehen. Wegen einer Fußverletzung ist der Einsatz von Giuseppe Mantagna ungewiss, Stürmer Ugur Erdogan rückt wohl wieder ins Aufgebot der Maintaler. „Die Mannschaft strotzt vor Selbstvertrauen und hat auch bei der Heimniederlage gegen die SG Rosenhöhe über weite Strecken ordentlich gespielt“, meint Kostiris.

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