Dürfen die Steinheimer wieder jubeln? Der Tabellenvierte hat ein anspruchsvolles Auswärtsspiel vor sich: Es geht zum Zweiten VfB Oberndorf. Archivfoto: TAP

Fußball

Gruppenliga: Steinheim will aus Oberndorf was mitnehmen

Fußball. Vieles deutet darauf hin, dass der SV Pars Neu-Isenburg am kommenden Sonntag seine Tabellenführung in der Gruppenliga Frankfurt Ost verteidigen kann.

Von Frank Schneider

Während die Tabib-Elf beim Schlusslicht Germania Klein-Krotzenburg vor einer lösbaren Aufgabe steht, muss der punktgleiche VfB Oberndorf gegen den Vierten, SVG Steinheim, eine harte Nuss knacken.

Das Match des Zweiten gegen den Vierten hat Spitzenspielcharakter. „Das sind auch zwei tolle Mannschaften. Wenn wir schon so weit anreisen, dann wollen wir den Gegner auch ärgern“, sagt Steinheims Coach Jürgen Baier. Seine Hoffnung: In Heimspielen ist der VfB Oberndorf unter Umständen etwas anfälliger als auswärts.

Auf der Hut müssen die Steinheimer in jedem Fall sein. Die VfB-Offensive um den Torjäger Kai Helmchen ist von allererster Güte. Der SVG hat genügend Alternativen für das Verfolgerduell zur Verfügung, da lediglich Alessandro Fröb wegen eines Mittelfußbruchs passen muss.

Dörnigheim muss Stürmer Ugur Erdogan ersetzen

Trotz der 1:2-Niederlage bei den Sportfreunden Oberau mischt auch Germania Dörnigheim munter vorne mit. Auf dem Sportgelände an der Dicken Buche prallen beim bevorstehenden Match gegen Kickers Obertshausen zwei Gegensätze aufeinander.

Dörnigheim hat mit 29 Buden die bislang meisten Treffer erzielt, die Gäste dagegen erst sechs Gegentreffer hinnehmen müssen. „Das gibt ein interessantes Spiel“, glaubt Kickers-Trainer Marcel Dindorf. Mit seiner Ankündigung erneut auf eine kompakte Grundordnung setzten zu wollen, plaudert er gewiss kein Geheimnis aus. Maikel Mesquita ist verletzt und wird in Dörnigheim fehlen.

Die Maintaler müssen Stürmer Ugur Erdogan ersetzen. Ob Patrick Schreiber rechtzeitig fit wird, steht noch in den Sternen. „Obertshausen ist unbequem zu spielen. Sie lassen wenig zu, es könnte also ein Geduldspiel auf uns warten“, glaubt Dörnigheims Sportlicher Leiter Jochen Kostiris. Er ahnt: Gerät seine Mannschaft in Rückstand, dann dürfte es gegen die kompakt verteidigenden Kickers sehr schwer werden.

Türk Gücü Hanau hat spielerisch und kämpferisch zugelegt

Tim Müller, dem Spielertrainer von Türk Gücü Hanau, sind viele umkämpfte Duelle mit der SG Rosenhöhe in Erinnerung. Am Sonntag ist er mit seiner Truppe wieder in Offenbach zu Gast. In Sachen Einstellung wähnt er sein Team nach dem Remis gegen Steinheim auf einem guten Weg. „Wir haben spielerisch und kämpferisch zugelegt. Diesen Aufschwung nehmen wir mit ins Spiel hinein“, sagt Müller.

Bis auf die Langzeitverletzten haben die Hanauer alle Mann an Bord, wenngleich der eine oder andere Spieler leicht angeschlagen ist. Rosenhöhe-Coach Tevfik Kilinc stuft den Gegner als Hanau als spielstarke Mannschaft ein. „Wir müssen die herausgespielten Chancen konsequenter nutzen, um gegen Türk Gücü punkten zu können“, meint der Übungsleiter. Lediglich Lukas Danielewski steht weiterhin auf der Verletztenliste, ansonsten hat Kilinc personell die Qual der Wahl.

Heimliches Derby in Marköbel

Bei der SG Marköbel ist man erfreut, nach einigen Jahren wieder einmal die Sportfreunde aus dem nahegelegenen Oberau zu einem Punktspiel am Ortsmittelpunkt begrüßen zu können. Für den Büdinger Kreisvertreter ist die Partie das heimliche Derby, denn die Anreise nach Marköbel ist vom Altenstädter Gemeindeteil aus deutlich kürzer als zum zweiten Büdinger Kreisvertreter nach Wenings.

Unabhängig davon geht es auch um wichtige Punkte im hinteren Tabellenmittelfeld. „Es ist vorhersehbar, dass wir nur noch wichtige Spiele haben werden. Wir wollen in den nächsten Wochen einigermaßen punkten, um mit einer vernünftigen Ausgangslage in die Winterpause gehen zu können“, sagt Marköbels Trainer Wolfram Rohleder. Ähnlich geht Aufsteiger Oberau die Sache an, die jüngsten Erfolge in Klein-Krotzenburg und gegen Dörnigheim haben für frisches Selbstvertrauen gesorgt.

Marköbel muss auf die verletzten Niklas Oppermann und Marvin Schneider sowie die Urlauber Michael Meinzer, Yasir Bashir und André Naumann verzichten. Auf Sven Wesenberg wird Trainer Rohleder künftig gänzlich verzichten. Der Routinier bekam von den Ärzten nahegelegt, wegen Knieproblemen seine aktive Laufbahn zu beenden.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema