Die Steinheimer Jakob Enge (links) und Andrej Kolchak bedrängen hier den Großkrotzenburger Julien Nolde. Am Ende behielten die Gastgeber mit 3:0 die Oberhand und brachten die Spannung zurück in die Gruppenliga. Foto: Adrian

Fußball

Gruppenliga: Steinheim wieder dick im Geschäft

Fußball. Der SVG Steinheim hat das Aufstiegsrennen in der Gruppenliga Frankfurt Ost wieder richtig spannend gemacht. Die Elf von Coach Jürgen Baier bezwang den Spitzenreiter Germania Großkrotzenburg mit 3:0 und ist nun selbst dick im Geschäft.

Von Frank Schneider

Der Vorsprung der Germania auf den Tabellenzweiten VfB Oberndorf (2:1-Sieger in Klein-Krotzenburg) ist auf zwei Punkte geschmolzen. Dritter bleibt die SG Bruchköbel, die im Hanauer Kreisderby gegen Germania Niederrodenbach mit 3:2 die Oberhand behielt. Der JSK Rodgau rückte dank des 1:0-Erfolgs über die SG Marköbel auf den vierten Platz vor, während Türk Gücü Hanau mit der 2:3-Niederlage gegen Kickers Obertshausen der Verlierer des Spieltags war. Im Kellerduell setzte sich Eintracht Oberrodenbach mit 3:0 gegen Schlusslicht FC Dietzenbach durch und hüpfte mit den drei Punkten auf einen Nichtabstiegsplatz.

Sonntagsschuss für Rodgau

JSK Rodgau – SG Marköbel 1:0 (1:0): Kurz vor der Pause sorgte ein Sonntagsschuss von Clemens Freitag für die Entscheidung. Der Youngster hämmerte die Kugel aus 16 Metern genau in den Winkel. Die Halbzeitführung der Gastgeber war verdient. Bereits in der achten Minute traf Ralf Cölsch für die überlegenen Rodgauer per Kopf nur die Latte. Marköbel setzte auf Kampf und versteckte sich nicht. Routinier Michael Kuhl hatte in der 16. Minute mit einem Schuss an den Außenpfosten Pech. In der zweiten Hälfte gewährte die Humbert-Elf den immer mutiger werdenden Hammersbachern zu viele Räume. Das Match war offen, doch den Gästen fehlte trotz einer beherzten Schlussoffensive im Angriff die Durchschlagskraft. Marköbel: Sticher – Marx, Vetchel, Außenhof, Oppermann (62. Waller) , Kuhl, Maisch (62. Gerken), Karges, M. Völke, Schabet, Kayalar – Tor: 1:0 Freitag (45.+2) – Schiedsrichter: Vogel (Michelstadt) – Zuschauer: 50 – Beste Spieler: Hitzel, Freitag / Kuhl, Außenhof.

Zufriedene Leistung der Heimmannschaft

SVG Steinheim – FC Germania Großkrotzenburg 3:0 (1:0): Die Zuschauer auf dem Sportgelände in Steinheim kamen beim rasanten Spitzenspiel voll auf ihre Kosten und sie gingen, sofern es mit der gastgebenden Baier-Elf hielten, auch zufrieden nach Hause. In der 20. Minuten war es wieder einmal Matthias Fischer, der nach einem Eckball erfolgreich war. Bereits sechs derartige Treffer gehen in dieser Saison auf das Konto des Defensivspezialisten. Germania Großkrotzenburg spielte sich ebenfalls gute Torchancen heraus, doch Daniel Hartmann im Tor des SVG hatte einen Sahne-Tag erwischt und brachte die ohne ihren Torjäger Connor Storm angetreten Krotzenburger in mehreren Situationen schier zur Verzweiflung. In der zweiten Hälfte ein ähnliches Bild: Großkrotzenburg spielstark, doch Steinheim mit Kontern brutal gefährlich.In der Abwehrmitte war zudem Sebastian Hilser wie ein Fels in der Brandung. In der 70. Minute erhöhte Marius Krikser nach einer Freistoßflanke auf 2:0. Großkrotzenburg machte auf und fing sich am Ende noch einen Konter zum 0:3 – Torschütze war diesmal Kevin Arnold. Steinheim: D. Hartmann – Fischer, J. Hartmann, Emge, Hilser, Brighache (81. Kaminski), Arnold, Krikser (90. Faust), Khederzadeh, Bacher (68. Balzer), Andrej Kolchak Großkrotzenburg: Schlund – Hein (73. Schörner), Meub, Althaus, Arnold, Becker, Prey, Maicher, Franz, Nolde, Kalb (65. Woitynek)Tore: 1:0 Fischer (20.), 2:0 Krikser (70.), 3:0 Arnold (90.+2) – Schiedsrichter: Roß (Lengfeld) – Zuschauer: 180 – Beste Spieler: D. Hartmann, Hilser / Prey

Überraschender Auswärtssieg

Türk Gücü Hanau – Kickers Obertshausen 2:3 (0:1): Mateusz Petryszyn war mit zwei Treffern der Mann des Spiels. Der Rechtsaußen der Kickers war beim überraschenden 3:2-Auswärtssieg der beste Mann auf dem Feld. „Bevor das 0:1 fällt, müssen wir schon 3:0 führen“, erinnerte sich Türk Gücüs Pressesprecher Mehmet Bayram an ausgelassene hochkarätige Chancen von Mohamed Aalaoui, Volkan Sungun und Kerem Yücel. In der 42. Minute dann die kalte Dusche. Nach dem ersten Streich von Mateusz Petryszyn ging es mit einem 0:1 in die Halbzeit. Im zweiten Abschnitt arbeitete Türk Gücü mit Vehemenz auf den Ausgleich hin, brauchte dafür aber bis zur 75. Minute. Tim Müller bediente Yücel und der markierte das 1:1. Ein missratener Abschlag von Halil Korkmaz ermöglichte Julian Schwaiger wenig später das 1:2. Mateusz Petryszyn traf noch zum 1:3, das 2:3 von Aalaoui in der Nachspielzeit kam aus Sicht der Hausherren zu spät. Der eingewechselte Hanauer Oguzhan Sözen handelte sich in der hektischen Nachspielzeit noch die Rote Karte ein. Türk Gücü: Schlüssler – Shima, Yücel, Korkmaz, Karan (88. Sözen), Günes, Netzband, Müller, Ünal, Sungun (68. Mustafa), Aalaoui – Tore: 0:1 Petryszyn (41.), 1:1 Yücel (75.), 1:2 Schwaiger (77.), 1:3 Petryszyn (90.), 2:3 Aalaoui (90.+2) – Schiedsrichter: Betz (Bad Soden-Salmünster) –Besonderes Vorkommnis: Rote Karte für Hanaus Sözen (90.+2) – Zuschauer: 60 – Beste Spieler: Yücel / Petryszyn

Ausgeglichene erste Hälfte

Eintracht Oberrodenbach – FC Dietzenbach 3:0 (1:0): Die erste Hälfte im Sechs-Punkte-Spiel verlief ausgeglichen. Dietzenbach kam durch Gölkmen Sinan zu zwei guten Möglichkeiten, doch die Abschlüsse des Stürmers waren nicht kraftvoll genug. Auf der Gegenseite prüften Rodnay Kurz und Sascha Eckhardt Torwart Michael Knecht. Kurz war es auch, der in der 29. Minute den mitgelaufenen Angelo De Carvalho bediente, der dann nur noch zum 1:0 einschieben musste. Das 2:0 markierte der gleiche Spieler.Diesmal, in der 63. Minute profitierte De Carvalho von einem Steckpass von Eckhardt. Sieben Minuten später war das Spiel gelaufen. Der Schiedsrichter hob eine Abseitsentscheidung seines Linienrichters auf und Sascha Eckhardt hatte freie Bahn und schob zum 3:0 ein. Das echauffierte Dietzenbachs Keeper Knecht derart, dass er nach doppeltem „Meckern-Gelb“ vom Platz musste. Oberrodenbach: Philipp – Robok, Samur, Blocher, Schilling, Hüttel (80. Müller), Lötschert, De Carvalho (75. Kolodziej), Gütermann, Eckhardt, Kurz (66. Barthelmie)Tore: 1:0 und 2:0 De Carvalho (29./63.), 3:0 Eckhardt (70.) – Schiedsrichter: Cholewa (Dortelweil) – Besonderes Vorkommnis: Gelb-Rote Karte für Dietzenbachs Knecht (70.) – Zuschauer: 100. – Beste Spieler: Schilling, De Carvalho / Awad, Bozkurt

Abwechslungsreiches Kreisderby

SG Bruchköbel – FC Germania Niederrodenbach 3:2 (2:2): Die Anfangsphase des Kreisderbys gehörte ganz klar Dorian Ahouandjinou. Bereits nach 50 Sekunden schloss der Mittelfeldspieler die erste gute Passfolge der SGB mit einem präzisen Flachschuss zum 1:0 ab. Nach ähnlichem Strickmuster fiel das 2:0 – da waren gerade Mal sechs Minuten gespielt. Es muss der Germania hoch angerechnet werden, dass sie trotz des frühen 0:2-Rückstands ins Spiel zurückfand.Die Gastgeber waren sich auch nach dem Abschlusstreffer von Andre Gepel (11.) zu sicher und verfielen ein klein wenig in den Larifari-Stil. Bestraft wurde dies kurz vor der Pause: Nach einem Eckball erzielte Onur Bulut nach einer unübersichtlichen Situation das 2:2. Kurz nach dem Seitenwechsel rückte der Favorit die Dinge aber wieder zurecht, als sich Marius Lehr aus 23 Metern ein Herz nahm und die Kugel satt per Linksschuss in die Maschen setzte.Die SG Bruchköbel war spielerisch zwar überlegen, doch die engagierten Niederrodenbacher hielten das Match total offen. Zwingende Torchancen konnte sich die Breideband-Elf aber keine herausspielen. So blieb es beim knappen, aber nicht unverdienten Sieg des Tabellendritten. Bruchköbel: Gräfe – Dickerhoff, Fleischer, Rohner, Kappes, Lehr, Nacci (46. Özkan), Quantz, Arslan (68. Tugend), Ahouandjinou, Walter (73. Kühn)Niederrodenbach: Scharlau – Terhoeven (75. Veit, 87. Breideband), Gepel, Klimas, S. Bekirov, Bach, Gesch, Goldmann, Giuliana, Bulut, Fuchs Tore: 1:0 und 2:0 Ahouandjinou (1./6.), 2:1 Gepel (11.), 2:2 Bulut (42.), 3:2 Lehr (49.) – Schiedsrichter: Herbert (Nüsttal) – Zuschauer: 160 – Beste Spieler: Dickerhoff, Lehr, Ahouandjinou / geschlossene Mannschaftsleistung

Das könnte Sie auch interessieren