Wegbereiter: Michael Kuhl (rechts) hat die SG Marköbel mit seinem Doppelpack in Halbzeit eins auf die Siegerstraße gebracht. Abel Sileshi und der SVG Steinheim kamen mit 1:5 unter die Räder. Foto: Patrick Scheiber

Fußball

Gruppenliga: SVG Steinheim geht gegen Marköbel unter

Fußball. Was ist bloß mit dem SVG Steinheim los? Vier Tage nach dem unglaublichen 1:7 gegen die Sportfreunde Seligenstadt setzte die Mannschaft von Trainer Jürgen Baier das nächste Heimspiel in den Sand und quittierte gegen die SG Marköbel eine 1:5-Niederlage.

Von Frank Schneider

Die SG Bruchköbel rettete im ersten Spiel nach der Trennung von Trainer Albert Repp in der Nachspielzeit noch einen Punkt gegen die SG Nieder-Roden (2:2).

Die beiden Spitzenteams fuhren Heimsiege ein. Der SV Pars Neu-Isenburg hatte beim 5:0 gegen den FSV Bad Orb keine Mühe und Verfolger VfB Oberndorf besiegte Schlusslicht Germania Klein-Krotzenburg mit 3:1. Neuer Tabellendritter sind die Sportfreunde Seligenstadt (4:1-Sieg beim VfR Wenings).

Die SG Rosenhöhe konnte da nicht Schritt halten, da es bei den Sportfreunden Oberau eine überraschende 1:3-Niederlage setzte. Das Spiel Türk Gücü Hanau gegen Germania Dörnigheim wurde wegen Unbespielbarkeit des Platzes abgesagt.

Nächste Klatsche für Steinheim

SVG Steinheim – SG Marköbel 1:5 (0:2):Bernd Hartmann, der Sportchef des SVG Steinheim war restlos bedient. „Das war ganz schlecht, ein kollektiver Totalausfall der gesamten Mannschaft.“ Diese hatte nach dem 1:7 am vergangenen Mittwoch gegen die Sportfreunde Seligenstadt in einer Aussprache noch Besserung gelobt. „Die Gespräche haben nicht gefruchtet. Ich dachte das gegen Seligenstadt sei in der zweiten Hälfte schon der Tiefpunkt gewesen, doch gegen Marköbel war es noch schlechter“, zürnte Hartmann.

Der frühe Führungstreffer der SG Marköbel durch Michael Kuhl war für das angeknackste Selbstvertrauen der Steinheimer schädlich. In der 34. Minute packte Kuhl dann den Hammer aus und schweißte den Ball aus über 30 Metern genau in den Winkel. „Ein absolutes Traumtor, Marke Tor des Monats“, berichtete Hartmann.

Marköbel kam immer wieder zu Kontersituationen

Sein Team wollte nach der Pause vieles besser machen, doch es gelang einfach gar nichts. Die kompakt in der Defensive stehenden Marköbeler schirmten ihren Strafraum gut ab und kamen immer wieder zu brandgefährlichen Kontersituationen. Eine davon nutzte Sascha Roloff in der 55. Minute zum 0:3.

In der 62. Minute verkürzte Evangelos Zormpalas, doch nach einem Strafstoß für Marköbel, den Torwart Felix Sticher in der 68. Minute zum 1:4 verwandelte, war der alte Abstand wieder hergestellt. Steinheim agierte wehrlos und ging so sang und klanglos unter. Marco Kolev traf in der 77. Minute zum 1:5-Endstand. Der SVG war nach der Gelb-Roten Karte für Sven Goldammer da schon in Unterzahl. „Ich habe einen mächtigen Hals, es muss etwas passieren bei uns. Allerdings weiß ich noch nicht was“, machte Bernd Hartmann seinem Ärger Luft.

Steinheim: Lopez – Lang, Brighache (46. Hartmann), Camara, Busch (80. Gültekin), Ucar, Sileshi (75. Kale), Goldammer, Bacher, Khederzadeh, ZormpalasMarköbel: Sticher – Naumann, Vetchel, M. Wesenberg, Meinzer, Djordjevic, Kuhl, Roloff (78. Bashir), Gerken (84. Maisch), Schabet, Kolev (80. Vogler) – Tore: 0:1 und 0:2 Kuhl (3./34.), 0:3 Roloff (55.), 1:3 Zormpalas (62.), 1:4 Sticher (68./FE), 1:5 Kolev (77.) – Schiedsrichter: Scherthan (Bischofsheim) – Besonderes Vorkommnis: Gelb-Rote Karte für Steinheims Goldammer (70.) –Zuschauer: 60 –Beste Spieler:– / Kuhl

Bruchköbel rettet späten Punkt

SG Bruchköbel – SG Nieder-Roden 2:2 (0:1): Die Elf der SG Bruchköbel machte im ersten Spiel unter Interimstrainer Oliver Gust einen motivierten Eindruck und ging couragiert mit viel Einsatz und auch mit viel Zug zum Tor zu Werke. Früher Lohn war das 1:0 in der 17. Minute, das Tobias Schadt gut über links vorbereitete und Marco Kappes schließlich vollendete. Die SG Nieder-Roden hielt gut dagegen und erwischte nach der Pause den besseren Start. Luis Friedrichs ließ den Gästeanhang in der 53. Minute nach einem schönen Kopfballtreffer jubeln.

Ab der 68. Minute mussten die Gastgeber in Unterzahl auskommen, da Tobias Schadt Gelb-Rot sah. In Überzahl und mit den besseren Kräftereserven schien das Spiel zu kippen, doch Bruchköbel hielt in der Endphase wieder gut dagegen.

Zwei Treffer und ein Platzverweis in der Nachspielzeit

Als alle Beteiligten mit einem 1:1 rechneten, schlug die SG Nieder-Roden in der zweiten Minute der Nachspielzeit mit dem vermeintlichen Siegtreffer zu: Nach einem gut vorgetragenen Angriff war Pascal Schwäbe zur Stelle. Der SGB blieb keine Zeit, um geschockt zu sein.

Die Heimelf warf alles nach vorne und der aufgerückte Verteidiger Rico Fleischer traf doch noch zum 2:2-Ausgleich. In der völlig verrückten Schlussphase sah mit Giuseppe Nacci noch ein weiterer Bruchköbeler die Ampelkarte.

Bruchköbel: Dauth – Fleischer, Lehr, Özkan (85. Tokic), Müller, Barcik, Schadt, Kappes, Völke (60. Strüter), Tugend (72. Vargas-Vicente), Nacci – Tore: 1:0 Kappes (17.), 1:1 Friedrichs (53.), 1:2 Schwäbe (90.+2), 2:2 Fleischer (90.+3) – Schiedsrichter:Yalcin (Frankfurt) –Besondere Vorkommnisse: Gelb-Rote Karten für die Bruchköbeler Schadt (68.) und Nacci (90.+4) – Zuschauer: 120 – Beste Spieler:Lehr, Fleischer / Demirtas, Friedrichs

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